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Fed-Vorsitzender signalisiert lockerere Krypto-Überwachung, da digitale Vermögenswerte schnell in den Mainstream gelangen

Krypto drängt in den Mainstream, da die Federal Reserve eine drastische Veränderung signalisiert und auf eine lockerere Aufsicht und eine schnellere institutionelle Akzeptanz digitaler Vermögenswerte im ganzen Land hinweist.

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Fed-Vorsitzender signalisiert lockerere Krypto-Überwachung, da digitale Vermögenswerte schnell in den Mainstream gelangen

Fed-Vorsitzender Powell deutet auf weicheren Krypto-Ansatz hin

Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, sprach am Mittwoch im Economic Club of Chicago über bevorstehende Änderungen der Finanzaufsicht, insbesondere in Bezug auf Kryptowährungen.

Er erkannte an, dass sich der Kryptomarkt seit seiner Entstehung weiterentwickelt hat und die regulatorischen Einstellungen beginnen, diese Entwicklung widerzuspiegeln. “Wir haben einen ziemlich konservativen Ansatz verfolgt und andere Bankaufsichtsbehörden hatten einen noch konservativeren Blick auf die Leitlinien und Regeln, die wir den Banken auferlegt haben”, bemerkte er und fügte hinzu:

Ich denke, es wird eine gewisse Lockerung geben.

Powell reflektierte auch darüber, wie sich digitale Vermögenswerte in den letzten Jahren entwickelt haben. Er bemerkte, dass die Branche eine durch Instabilität und Fehlverhalten definierte Periode durchgemacht hatte. „Wir haben eine Welle von Misserfolgen und Betrug durchgemacht, und solche Dinge waren die Schlagzeilen für ein paar Jahre“, erklärte er. In dieser turbulenten Phase beteiligte sich die Federal Reserve an Bemühungen mit dem Kongress, die Grundlagen für einen gesetzlichen Rahmen für Stablecoins zu schaffen. Trotz dieser Initiative räumte Powell ein: „Wir waren nicht erfolgreich.“

Powell beschreibt das aktuelle regulatorische Umfeld für digitale Vermögenswerte als aufgeschlossener und verweist auf einen Wendepunkt in der Herangehensweise der Behörden an die Kryptoindustrie in der Zukunft. Er deutete an, dass sich die Aufsicht nicht mehr ausschließlich auf Risikominderung dreht, sondern zunehmend die Integration digitaler Finanzen in traditionelle Wirtschaftssysteme anerkennt. Der Fed-Vorsitzende bemerkte:

Das Klima verändert sich und es geht um eine Art Mainstreaming dieses gesamten Sektors.

Während der Kongress die Gesetzgebung zu Stablecoins erneut prüft, betonte Powell den Wert der Entwicklung von Leitplanken für deren Verwendung. Er erkannte das wachsende Interesse auf dem Capitol Hill. „Der Kongress schaut sich da wieder an, sowohl der Senat als auch das Repräsentantenhaus prüfen einen rechtlichen Rahmen für Stablecoins … das ist eine gute Idee, das brauchen wir“, sagte er. Powell erklärte, dass jedes zukünftige Regulierungssystem Offenlegungen und Kontrollen beinhalten muss, um sicherzustellen, dass die Nutzer die damit verbundenen Risiken verstehen, während zugleich die institutionelle Integrität im Bankensektor gewahrt bleibt. Der Fed-Vorsitzende schloss daraus, dass Stablecoins breitere Akzeptanz finden könnten, wenn sie mit Verbraucherschutzstandards und Transparenzanforderungen in Einklang gebracht werden, warnte jedoch, dass Innovation die Finanzstabilität nicht beeinträchtigen sollte.

​In jüngsten Entwicklungen haben sowohl das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) als auch die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) Schritte unternommen, um die regulatorischen Einschränkungen für Banken, die mit digitalen Vermögenswerten arbeiten, zu lockern.