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EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnt, der stabile Münzen könnten zur 'Privatisierung des Geldes' führen.

Lagarde erklärte, dass die zunehmende Akzeptanz von Stablecoins andere Risiken mit sich bringt, da sie die Souveränität schwächt und die Fähigkeit zur Durchführung der Geldpolitik verringert. Sie betonte, dass Stablecoins in ihrem derzeitigen Zustand nicht als Geld behandelt werden sollten.

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EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnt, der stabile Münzen könnten zur 'Privatisierung des Geldes' führen.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnt vor den Gefahren der Stablecoin-Akzeptanz

Die Zunahme der Stablecoin-Akzeptanz bereitet den Zentralbanken Sorgen, da sie nun mit diesen neuen Instrumenten konkurrieren, die ihren Fiat-Gegenstücken entgegenstehen. Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), hat vor den Nachteilen der verstärkten Nutzung von Stablecoins und ihrer Rolle als Geld gewarnt.

Am Dienstag, während eines Treffens der Zentralbank in Portugal, sprach Lagarde das Thema an und betonte, dass diese Instrumente nicht als Geld betrachtet werden sollten. Sie erklärte:

Ich denke, wir fallen einer gewissen Verwirrung zwischen Geld, Zahlungsmitteln und Zahlungsinfrastruktur zum Opfer, was durch die verwendete Technologie, und einige Technologien im Besonderen, beschleunigt oder hervorgehoben wird.

Lagarde verwies auch darauf, dass Stablecoins von privaten Unternehmen wie Circle und Tether ausgegeben werden, was mit ihrer Auffassung von Geld als “öffentliches Gut” kollidiert. “Meine Befürchtung ist, dass diese von mir erwähnte Verwischung der Grenzen wahrscheinlich zu einer Privatisierung des Geldes führen wird. Ich glaube nicht, dass dies der Zweck ist, für den wir berufen wurden, den Job zu machen, den wir haben, noch ist es gut für dieses öffentliche Gut, das Geld ist,” betonte sie.

Sie hob auch hervor, dass die Einführung von Stablecoins die Fähigkeit der Zentralbanken schwächen könnte, eine effektive Geldpolitik anzuwenden, da diese oft als Stellvertreter für ihre Fiat-Gegenstücke verwendet werden.

Lagarde und die Europäische Zentralbank haben den digitalen Euro, die kommende digitale Zentralbankwährung der Europäischen Zentralbank (CBDC), als ein Instrument gefördert, das die Nutzung digitaler Zahlungen erleichtern und die europäische Souveränität schützen würde. Im Juni merkte Lagarde an, dass der digitale Euro, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung, bald eingeführt werden könne.

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