Institutionelle Investoren in der EU und im Vereinigten Königreich erhöhen ihre Kryptowährungsallokationen erheblich, wobei laut einer Umfrage von Coinbase und EY-Parthenon unter 97 Institutionen 86 % planen, ihre Bestände bis 2025 zu erhöhen oder in den Markt einzutreten.
EU und UK Krypto-Allokationen steigen: Die Hälfte plant, bis 2025 mehr als 5% des AUM zu widmen

Engagement in DeFi soll sich in europäischen Institutionen um das 2,5-fache steigern
Die Hälfte der Befragten beabsichtigt, über 5 % ihrer verwalteten Vermögenswerte (AUM) in digitale Assets zu investieren, ein Anstieg von 46 % im Jahr 2024, was trotz Bedenken über Volatilität ein tieferes Engagement signalisiert.

Regulatorische Klarheit hat sich als wichtigster Wachstumsfaktor herauskristallisiert (58 %), wobei Lizenzierungsrahmen, Verwahrungsregeln und Steuerbehandlung als kritische Bedürfnisse genannt werden. Volatilität (51 %) und Risiken der Marktmanipulation (42 %) bleiben wesentliche Bedenken, obwohl 71 % der Institutionen bereits Altcoins jenseits von Bitcoin und Ethereum halten.
„Regulatorische Klarheit wurde als Hauptanliegen für Vermögensverwalter digitaler Assets genannt, und die Befragten gaben an, dass zunehmende regulatorische Klarheit der wichtigste Auslöser sei, um die Branche voranzutreiben“, stellt der Bericht von Coinbase und EY-Parthenon fest.
Die Autoren der Studie fügen hinzu:
„Vermögensverwalter in Europa legen auch größeren Wert auf die Erwartung der Übernahme durch Verbraucher und ein größeres Wissen über digitale Vermögenswerte, um die Akzeptanz zu unterstützen.“
Bevorzugte Investitionswege umfassen registrierte Vehikel wie börsengehandelte Produkte (ETPs), die von 57 % der Befragten bevorzugt werden. Tokenisierung zog starkes Interesse auf sich, wobei 58 % „sehr interessiert“ an Assets wie tokenisierten Rohstoffen (56 %) und Immobilien (42 %) waren. Fast 70 % dieser Investoren planen Allokationen bis 2026, vor allem zur Portfolio-Diversifikation.
DeFi-Engagement wird voraussichtlich um das 2,5-fache auf 68% innerhalb von zwei Jahren steigen, obwohl 66% der Nicht-Teilnehmer Wissenslücken als Barriere nannten. Stablecoins zeichnen sich durch robuste Nutzbarkeit aus, wobei 81% der Institutionen sie für Devisen (75%) und Transaktionseffizienz (67%) nutzen oder erkunden.

Trotz Optimismus stellt der Bericht von Coinbase und EY-Parthenon fest, dass 66% interne Expertise als Hürde für die DeFi-Adoption angaben, während 62% regulatorische Compliance-Risiken hervorhoben. Die Ergebnisse weisen auf einen reifenden europäischen Markt hin, in dem steigende Allokationen mit dem Bedarf an klareren Rahmenbedingungen und Bildung einhergehen.
Coinbase und EY-Parthenon führten die globale Umfrage im Januar 2025 durch, wobei die europäischen Daten Institutionen widerspiegeln, die über 1 Milliarde Dollar an Vermögenswerten verwalten.




