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Eine Eskalation des Krieges oder eine hawkische Kehrtwende der Fed könnten die Aussichten für Bitcoin trüben

Zunehmende geopolitische Spannungen und hartnäckige Inflationsrisiken könnten sich negativ auf Bitcoin auswirken. Wintermute warnt davor, dass eine weitere Eskalation im Nahen Osten oder eine restriktive Geldpolitik der US-Notenbank die ohnehin schon angespannten Märkte zusätzlich unter Druck setzen könnten.

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Eine Eskalation des Krieges oder eine hawkische Kehrtwende der Fed könnten die Aussichten für Bitcoin trüben

Bitcoin bleibt stabil, während Ölpreisanstieg und Spannungen im Nahen Osten die Märkte erschüttern

Bitcoin verzeichnete während eines breiten Marktabschwungs moderate Gewinne, da die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise stark in die Höhe trieben und die globalen Märkte erschütterten, wie aus einem Marktupdate des Krypto-Market-Makers Wintermute vom 9. März hervorgeht. Der Bericht stellte fest, dass Brent-Rohöl in der zweiten Woche des Konflikts aufgrund von Befürchtungen hinsichtlich der Versorgung über die Straße von Hormus um 26 % stieg, während Bitcoin um etwa 0,4 % zulegte, während Aktien, Anleihen und Gold fielen.

Die Aktualisierung folgte auf Bemühungen der USA, Öllieferungen durch die Straße von Hormus zu eskortieren und zu versichern, nachdem eskalierende Militäroperationen zu Befürchtungen hinsichtlich Unterbrechungen einer der weltweit wichtigsten Energierouten geführt hatten. Normalerweise werden etwa 20 % der weltweiten Ölversorgung durch die Meerenge transportiert, was sie zu einem kritischen Engpass für die Energiemärkte macht. Das Unternehmen gab an, dass Bitcoin relativ stabil blieb, während wichtige Aktienindizes nachgaben.

Am Dienstag, dem 10. März, wurde Bitcoin zu einem Kurs von 70.000 bis 71.500 US-Dollar gehandelt, obwohl die Ölpreise nach Berichten über eine mögliche Deeskalation in der Region von ihren jüngsten Höchstständen zurückfielen. Wintermute schrieb:

„Ob Bitcoin als glaubwürdiger Inflationsschutz fungiert, bleibt umstritten, aber Momente wie dieser tragen mehr dazu bei, diese Erzählung zu untermauern, als alle theoretischen Argumente.“

Derivatdaten deuten darauf hin, dass Krypto-Händler weiterhin vorsichtig sind. Die Volatilität bleibt hoch, wobei der DVOL – der Deribit-Bitcoin-Volatilitätsindex, der die implizite Volatilität von Bitcoin-Optionen verfolgt – nach einem Anstieg in der Vorwoche laut dem Bericht bei 60 gehandelt wird. Die Optionsmärkte zeigen eine anhaltende Put-Skew, was auf eine anhaltende Nachfrage nach Absicherung gegen Kursverluste hindeutet. Einige Anleger haben auch begonnen, längerfristige Out-of-the-Money-Call-Optionen zu akkumulieren, die an eine Erholungsprognose von 12 bis 18 Monaten geknüpft sind.

Der Bericht beziffert die Krypto-Hebelwirkung auf etwa 60 Milliarden US-Dollar, was etwa der Hälfte der früheren Zyklus-Spitzenwerte entspricht, was laut dem Unternehmen zu einem Rückgang der Zwangsverkäufe während der allgemeinen Risikoaversion geführt hat. In der Aktualisierung heißt es: „Die marginalen Verkäufer sind (vorerst) verschwunden, aber überzeugte Käufer sind noch nicht da.“ Das Spot-Handelsvolumen bleibt relativ gering, obwohl die Beteiligung institutioneller Anleger leicht zugenommen hat.

Die Händler konzentrieren sich nun auf die bevorstehende Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank, um Signale zur Inflation und zum energiebedingten Preisdruck zu erhalten. Wintermute warnte:

„Eine Eskalation oder eine hawkische Kehrtwende würde zu einer bärischen Stimmung führen.“

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FAQ 🧭

  • Warum blieb Bitcoin während des allgemeinen Ausverkaufs am Markt stabil? Geringere Hebelwirkung und weniger Zwangsverkäufe trugen dazu bei, die Kryptomärkte während der allgemeinen Risikoaversion zu stabilisieren.
  • Welche Rolle spielten die Ölpreise bei der Marktverschiebung? Der starke Anstieg des Brent-Rohölpreises (und der heutige Rückgang um 15 %) veränderte die Inflationserwartungen und veranlasste die Anleger, die Politik der Federal Reserve neu zu bewerten.
  • Welche Signale deuten darauf hin, dass Investoren eine langfristige Erholung des Bitcoin erwarten? Die steigende Nachfrage nach langfristigen Out-of-the-Money-Call-Optionen spiegelt die Positionierung für Gewinne in den nächsten 12 bis 18 Monaten wider.
  • Welche bevorstehenden Ereignisse könnten Bitcoin und die globalen Märkte beeinflussen? Die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank wird als wichtiger Katalysator für Risikoanlagen angesehen.
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