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Ein neues Fed-Arbeitspapier zielt darauf ab, Bitcoin mit Steuern oder Verboten einzudämmen – hier ist, warum es fehlerhaft ist

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Ein neues Fed-Arbeitspapier zielt darauf ab, Bitcoin mit Steuern oder Verboten einzudämmen – hier ist, warum es fehlerhaft ist

In einem Arbeitspapier argumentieren Amol Amol und Erzo G.J. Luttmer von der Federal Reserve Bank of Minneapolis, dass das Verbot von Bitcoin oder die Einführung spezifischer Steuern den Regierungen helfen könnte, dauerhaft primäre Haushaltsdefizite effektiv umzusetzen. Ihre Forschung untersucht die Auswirkungen von Bitcoin auf die Fiskalpolitik und bietet mögliche Lösungen an.

Das Argument gegen Bitcoin: Die Studie der Federal Reserve von Minneapolis

Amol und Luttmers Arbeitspapier untersucht, wie das Vorhandensein von Bitcoin (BTC), ironischerweise als “wertloses Stück Papier” bezeichnet, die Fähigkeit der Regierung erschwert, eine dauerhafte Strategie der primären Haushaltsdefizite aufrechtzuerhalten. Laut der Forschung untergräbt der Handel mit Bitcoin die Umsetzung solcher Politiken, indem er alternative stabile Zustände schafft, in denen die Strategien der Regierung möglicherweise nicht greifen. Das Arbeitspapier betont, dass in einem Szenario, in dem Bitcoin gesetzlich verboten ist oder ein spezifischer Steuersatz darauf angewendet wird, diese fiskalischen Politiken ihre Wirksamkeit zurückgewinnen können.

Die Autoren schlagen zwei Hauptlösungen für Regierungen vor: ein gesetzliches Verbot des Handels mit Bitcoin oder die Verhängung einer Steuer in der Höhe von -(r – g), wobei r den realen Zinssatz und g die Wachstumsrate der Wirtschaft bezeichnet. Durch Festlegung dieser Steuer auf einen Wert größer null können Regierungen Gleichgewichte beseitigen, bei denen Bitcoin zu positiven Preisen gehandelt wird. Diese Maßnahme würde theoretisch verhindern, dass Bitcoin fiskalische Politiken destabilisiert, die auf die Aufrechterhaltung dauerhafter primärer Defizite abzielen, und die einzigartige Implementierung von Politiken in der betroffenen Wirtschaft wiederherstellen.

Ein neues Arbeitspapier der Fed zielt darauf ab, Bitcoin mit Steuern oder Verboten einzudämmen — Deshalb ist es fehlerhaft
Ein Auszug aus der Studie.

Das Arbeitspapier taucht in die technischen Details ein, wie diese Lösungen funktionieren würden. Amol und Luttmer verwenden wirtschaftliche Modellierung, um zu demonstrieren, dass ohne solche Eingriffe Bitcoin Indetermination in die Umsetzung von Fiskalpolitik einführt. Insbesondere erschafft der Handel mit Bitcoin mehrere potenzielle Gleichgewichte, die das fiskalische Management der Regierung komplizieren, wie etwa die Entstehung einer “ausgeglichenen Haushaltsfalle”, bei der die Regierung nicht in der Lage ist, primäre Defizite aufgrund konkurrierender Werte in Bitcoin aufrechtzuerhalten.

Amol und Luttmer betonen die Notwendigkeit entschlossenen Handelns der Regierung. Sie schlagen vor, dass das Verbot oder die Besteuerung von Bitcoin eine Form finanzieller Repression darstellt, argumentieren jedoch, dass dies notwendig sein könnte, um die fiskalische Stabilität zu erhalten. Die Autoren warnen, dass alternative Strategien zur Regulierung von Bitcoin sorgfältig gestaltet werden müssten, um abrupte Marktverschiebungen oder unbeabsichtigte Folgen zu vermeiden. Ihre Ergebnisse stehen im Einklang mit den weitreichenden Bedenken von Regierungsbehörden und Bürokraten hinsichtlich der Herausforderungen, die digitale Währungen für traditionelle Fiskalpolitiken darstellen.

Trotz des 37-seitigen Aufwands ist das Verbot oder die Besteuerung von Bitcoin zur Unterstützung dauerhafter Defizite in mehrfacher Hinsicht fehlerhaft. Erstens unterschätzt es die Widerstandsfähigkeit von Bitcoin gegenüber zentraler Kontrolle, was die Machbarkeit eines umfassenden Verbots in Frage stellt. Zweitens handelt es sich aus ethischer Sicht bei finanzieller Repression, wie sie durch verbotsartige Besteuerungen oder Verbote praktiziert wird, um einen Zwangseingriff, der Prinzipien freiwilligen Austauschs verletzt, die für freie Märkte und individuelle Souveränität wesentlich sind. Letztlich unterminieren staatliche Beschränkungen die Marktdynamik und behindern die organische Entwicklung von Wertesystemen, die unabhängig von der Kontrolle durch Fiat sind.

Mathematische Ansätze für die Aussage, dass ein Bitcoin-Verbot oder -Besteuerung den Regierungen helfen kann, dauerhafte Defizite zu halten, sind irreführend, weil sie menschliches Handeln und Wirtschaftssysteme als statische, lineare Gleichungen betrachten. Dies übersieht die dynamische Natur von Märkten und individuellen Präferenzen. Menschliches Handeln ist subjektiv und kann nicht auf mathematische Formeln reduziert werden. Wirtschaftliches Verhalten entsteht aus individuellen Entscheidungen und Werturteilen, die von Natur aus unvorhersehbar und nicht quantifizierbar sind. Der Einsatz von Mathematik zur Modellierung fiskalischer Kontrolle ignoriert die Komplexität dezentralisierter Märkte wie Bitcoin und die menschliche Handlung im Allgemeinen.

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