Der Ökonom Peter Schiff warnt, dass der jüngste Anstieg des Goldpreises auf über 4.000 Dollar pro Unze eine bevorstehende US-Schuldenkrise im Jahr 2026 signalisiert.
Economist Peter Schiff schlägt Alarm: Der Anstieg des Goldpreises könnte ein wirtschaftliches Desaster signalisieren

Gold erreicht neues Allzeithoch während des US-Shutdowns
Der Ökonom Peter Schiff hat gewarnt, dass die jüngste Preisentwicklung von Gold – am 8. Oktober über 4.000 Dollar pro Unze gestiegen – darauf hindeuten könnte, dass die Vereinigten Staaten auf eine große Schuldenkrise im Jahr 2026 zusteuern. Er zieht Parallelen zur Zeit vor dem Zusammenbruch des Subprime-Hypothekenmarktes, der viele überraschte, und sagte, dass die Wall Street erneut Warnzeichen ignoriere, was das Gespenst eines weiteren katastrophalen Finanzereignisses aufkommen lasse.
Schiff äußerte seine Warnung nur wenige Stunden nachdem Gold ein neues Allzeithoch von 4.059 Dollar pro Unze erreichte. Seit Beginn der Schließung der US-Regierung am 1. Oktober hat sich das Edelmetall um mehr als 4% erhöht, wobei die Gewinne der letzten 30 Tage über 10% liegen. Analysten führen die Rallye auf eine erhöhte Goldakkumulation durch Zentralbanken zurück, die besorgt über die Abschwächung des US-Dollars sind, sowie auf zunehmende geopolitische Spannungen.
Bedenken über eine bevorstehende Finanzkrise—eine, die nach Ansicht einiger die Schwere des Zusammenbruchs von 2008 übertreffen könnte—gewinnen an Zugkraft. Eine wachsende Zahl von Kritikern warnt, dass die derzeitige Marktlage Anzeichen einer gefährlichen Blase zeigt, insbesondere im Technologie- und Künstliche Intelligenz (KI)-Sektor, wo die Bewertungen in die Höhe geschnellt sind. Sie argumentieren, dass die Begeisterung der Investoren die Fundamentaldaten überholt hat und eine fragile Umgebung geschaffen hat, die anfällig für scharfe Korrekturen ist.
Auf der anderen Seite verweisen Optimisten auf robuste Unternehmensgewinne, widerstandsfähige Verbraucherausgaben und starke Bilanzen als Beweis dafür, dass die Wirtschaft auf solidem Fundament steht. Sie argumentieren, dass, obwohl bestimmte Bereiche des Marktes überhitzt sein mögen, das breitere Finanzsystem besser kapitalisiert und diversifizierter sei als 2008, was möglicherweise die Auswirkungen eines Abschwungs abmildern könnte.
In einem Post auf X sagte Schiff, ein langjähriger Befürworter von Gold, dass die Wall Street die gleiche Selbstzufriedenheit zeige, die er vor der Krise 2008 beobachtete.
„Der Anstieg des Goldpreises im Jahr 2025 deutet wahrscheinlich auf eine US-Dollar- und Staatsverschuldungskrise im nächsten Jahr hin, die die Finanzkrise von 2008 wie ein Sonntagsschulpicknick erscheinen lassen wird. Doch wie 2007 nimmt kaum jemand an der Wall Street die Bedeutung der Warnung wahr“, schrieb Schiff.
Während viele von Schiffs Followern auf X seine Bedenken teilten, widersprachen andere. Selim Tokdemir, ein Nutzer in den sozialen Medien, wischte die Warnung als wiederkehrend ab und wies auf Schiffs lange Geschichte mit Vorhersagen des finanziellen Kollapses hin.
„Sie sagten, der Dollar-Index würde auf 20 sinken und Gold würde 2015 5.000 Dollar erreichen – nichts davon ist passiert“, antwortete Tokdemir.
Unterdessen zeigt der andauernde Konflikt zwischen Republikanern und Demokraten wenig Anzeichen einer Lösung, und das Regierungsstilllegen wird voraussichtlich anhalten. Eine längere Stilllegung könnte die Aufwärtsdynamik von Gold weiter anheizen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass das Metall neue Meilensteine erreicht.




