Am 4. September 2025 sprach Piero Cipollone, Mitglied des Direktoriums der EZB, vor dem Europäischen Parlament und plädierte für einen digitalen Euro, um die Resilienz des europäischen Zahlungssystems und die strategische Autonomie zu stärken.
ECB treibt digitalen Euro voran, um strategische Autonomie zu stärken und ausländischen Stablecoins entgegenzuwirken

In Brüssel hob Cipollone die Rolle des digitalen Euro bei der Verringerung der Abhängigkeit von nicht-europäischen Zahlungsanbietern hervor, die 66 % der Kartentransaktionen im Euroraum dominieren, und verwies auf hohe Gebühren und Risiken für die monetäre Souveränität. Er betonte sein Potenzial, ausländischen Stablecoins entgegenzuwirken, unter Verweis auf den U.S. Genius Act, der dollar-gestützte Stablecoins fördert. Der digitale Euro, der bis Ende 2025 in Vorbereitung ist, wird das Bargeld ergänzen, wobei Inklusivität durch Funktionen wie Offline-Zahlungen und Zugänglichkeit für gefährdete Gruppen gewährleistet wird. Ein standardisiertes Regelwerk wird einen gesamteuropäischen Zahlungsmarkt fördern, der den Wettbewerb steigert und die Widerstandsfähigkeit gegen Störungen wie Cyberangriffe stärkt.




