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ECB gibt die Firmen bekannt, die für den Aufbau der Kerninfrastruktur des Digitalen Euro-Projekts ausgewählt wurden

Die Europäische Zentralbank hat das Momentum des digitalen Euro erheblich beschleunigt, indem sie erstklassige Unternehmen zur Entwicklung zentraler Infrastrukturkomponenten verpflichtet hat, die die Zahlungsabwicklung in Europa revolutionieren könnten.

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ECB gibt die Firmen bekannt, die für den Aufbau der Kerninfrastruktur des Digitalen Euro-Projekts ausgewählt wurden

Europäische Zentralbank sichert sich Technologiepartner in Erwartung der Regulierung des digitalen Euro

Die Europäische Zentralbank (EZB) treibt ihre Vorbereitungen für eine potenzielle digitale Zentralbankwährung (CBDC) weiter voran, während sie das Projekt des digitalen Euro fortsetzt. Am 2. Oktober gab die EZB das Ergebnis ihres Ausschreibungsverfahrens bekannt und benannte Unternehmen, die wesentliche Dienste für fünf zentrale Infrastrukturkomponenten bereitstellen werden. Dieser Schritt spiegelt die umfassendere Strategie der Institution wider, die Bereitschaft sicherzustellen, auch wenn die Einführung eines digitalen Euro noch der regulatorischen Genehmigung bedarf.

Die EZB erklärte:

Im Rahmen der Vorbereitungsphase für den digitalen Euro hat die Europäische Zentralbank (EZB) Anbieter für fünf Komponenten des digitalen Euro und damit verbundene Dienstleistungen ausgewählt.

Die Rahmenverträge weisen verschiedenen Anbietern spezifische Rollen in der Infrastruktur des digitalen Euro zu. Alias-Suchdienste werden von Sapient GmbH & Tremend Software Consulting übernommen, mit Equensworldline ebenfalls in dieser Kategorie ausgewählt. Risiko- und Betrugsmanagementverantwortlichkeiten fallen an Feedzai und Capgemini Deutschland, während App- und Softwareentwicklung durch Almaviva SpA & Fabrick SpA zusammen mit Sapient GmbH & Tremend Software Consulting abgedeckt wird. Für die Offline-Lösung wurde Giesecke+Devrient als Hauptanbieter benannt, obwohl ein zweiter Anbieter noch bekannt gegeben werden soll. Der sichere Zahlungsaustausch wird von Senacor FCS verwaltet, wobei Equensworldline ebenfalls einbezogen ist. Die EZB betonte, dass Anfragen zunächst an die bestgereihten Anbieter gehen werden, wobei sekundäre Firmen nur bei Bedarf hinzugezogen werden.

Vorsicht bleibt zentraler Bestandteil der Haltung der EZB, wie Beamte betonten:

Die EZB wird erst dann eine Entscheidung zur Ausgabe des digitalen Euro treffen, wenn die Digital Euro Regulation verabschiedet wurde. Die tatsächliche Entwicklung der Komponenten – oder Teile davon – wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, abhängig von der Entscheidung des EZB-Rats über die mögliche nächste Phase des Projekts.

Parallel dazu zeigen Ergebnisse der jüngsten digitalen Euro-Tests der EZB Innovationen wie bedingte Zahlungen und elektronische Belege, wobei fast 70 Teilnehmer neue Anwendungen zur Steigerung von Effizienz und Inklusion erforschen. Eine zweite Experimentierrunde ist für 2026 geplant, was den allmählichen, aber entschlossenen Ansatz der Institution unterstreicht. Während Skeptiker vor Risiken für die finanzielle Stabilität warnen, behaupten Befürworter, dass ein digitaler Euro die europäische monetäre Souveränität sichern und eine sichere staatlich gestützte Zahlungsalternative schaffen könnte.

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