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ECB-Beamter warnt: US-Kryptopolitik könnte globale Krise auslösen

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Die USA „säen die Samen zukünftiger Umwälzungen“, warnt ein EZB-Beamter und behauptet, dass ihre Krypto-Politik die nächste globale Finanzkrise entfachen und Märkte weltweit destabilisieren könnte.

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ECB-Beamter warnt: US-Kryptopolitik könnte globale Krise auslösen

EZB-Beamter kritisiert US-Krypto-Strategie

Ein Mitglied des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB), François Villeroy de Galhau, hat davor gewarnt, dass der Ansatz der Vereinigten Staaten gegenüber Kryptowährungen und nichtbanklichem Finanzwesen die nächste globale Finanzkrise auslösen könnte. In einem Interview mit der französischen Publikation La Tribune Dimanche erklärte er:

Die Vereinigten Staaten riskieren eine Sünde der Nachlässigkeit. Finanzkrisen entstehen oft in den USA und breiten sich auf den Rest der Welt aus. Indem sie Krypto-Assets und nichtbankliche Finanzen fördern, säht die amerikanische Verwaltung die Samen zukünftiger Umwälzungen.

Villeroy behauptete, dass Europas Finanzaufsicht sicherer sei und versicherte, dass „es im Block kein Risiko einer Bankenkrise“ gäbe. Seine Kommentare spiegeln die anhaltenden Bedenken europäischer Regulierungsbehörden wider, dass die regulatorische Haltung der USA zu digitalen Vermögenswerten und alternativen Finanzsystemen destabilisierende Folgen haben könnte.

Präsident Donald Trump hat eine Executive Order unterzeichnet, die eine strategische Bitcoin-Reserve und einen Vorrat an digitalen Vermögenswerten einrichtet, um digitale Vermögenswerte für nationalen Wohlstand zu nutzen. Diese Bundesinitiative hat gesetzgeberische Maßnahmen sowohl auf nationaler als auch auf bundesstaatlicher Ebene angeregt. Senatorin Cynthia Lummis brachte den BITCOIN Act ein, der den Erwerb von einer Million Bitcoins vorsieht, um die Reserve zu stärken – ein Anteil, der etwa 5 % des gesamten Bitcoin-Angebots entspricht. Im Repräsentantenhaus brachte der Abgeordnete Nick Begich begleitende Gesetzgebung ein, um diese Bundesinitiative zu unterstützen. Gleichzeitig haben mehrere Bundesstaaten ähnliche Maßnahmen vorangebracht. So hat zum Beispiel der Senat von Texas kürzlich SB 21 verabschiedet, ein Gesetz zur Schaffung einer staatlichen Bitcoin-Reserve, was einen wachsenden Trend unter den Bundesstaaten widerspiegelt, Vermögenswerte zu diversifizieren und die finanzielle Widerstandsfähigkeit durch Kryptowährungsinvestitionen zu stärken.

Darüber hinaus hat die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) rechtliche Schritte gegen mehrere Kryptounternehmen eingestellt, nachdem der ehemalige Vorsitzende Gary Gensler zurückgetreten ist. Der Strategiewechsel spiegelt die Absicht der Verwaltung wider, digitale Vermögenswerte in das Mainstream-Finanzsystem zu integrieren und markiert eine signifikante Abkehr von dem regulatorischen Ansatz vorheriger Verwaltungen.

Abgesehen von der finanziellen Stabilität hob Villeroy auch die Notwendigkeit hervor, dass der Euro eine stärkere Rolle auf den globalen Märkten übernehmen muss. Er argumentierte, dass Europa „eine starke Spar- und Investitionsunion aufbauen muss, die internationale Investoren in unsere Währung zieht.“ Seine Bemerkungen unterstreichen das langjährige europäische Ziel, die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern und die Position des Euro im internationalen Handel und Finanzwesen zu stärken. Europäische Führer haben zuvor Reformen gefordert, um den Euro zu einer attraktiveren Reservewährung zu machen, aber der Fortschritt war aufgrund fragmentierter Finanzpolitiken im Block langsam. Villeroys Aussagen verstärken die Position der EZB, dass ein einheitliches europäisches Finanzsystem für die wirtschaftliche Stärke und Unabhängigkeit des Kontinents notwendig ist.

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