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Die Zentralbank von Nigeria wählt sechs Unternehmen für ein neues Pilotprojekt zu virtuellen Vermögenswerten aus

Die nigerianische Zentralbank hat ein Pilotprogramm ins Leben gerufen, um die Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bei Krypto- und Fintech-Unternehmen zu überwachen.

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Die Zentralbank von Nigeria wählt sechs Unternehmen für ein neues Pilotprojekt zu virtuellen Vermögenswerten aus

Sechs VASPs für neues Pilotprojekt zur Aufsicht ausgewählt

Die Zentralbank von Nigeria hat offiziell ein Pilotprogramm zur Überwachung der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gestartet. Das neue Pilotprogramm soll Nigeria an die Empfehlungen 15 und 16 der Financial Action Task Force (FATF) anpassen – insbesondere an die „Travel Rule“, die von Anbietern von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte verlangt, Informationen über Auftraggeber und Begünstigte von Transaktionen weiterzugeben.

Noch vor wenigen Jahren war die nigerianische Kryptolandschaft von Reibungen geprägt. Im Februar 2021 untersagte die CBN den Geschäftsbanken faktisch die Betreuung von Kryptobörsen. Nach der Aufhebung dieses Verbots im Dezember 2023 und der anschließenden Verabschiedung des Investments and Securities Act von 2025 hat sich der Fokus jedoch von Ausgrenzung hin zu Integration verlagert.

Laut einer Pressemitteilung hat die CBN eine ausgewählte Gruppe von Fintech- und Krypto-Unternehmen handverlesen, die an dieser ersten Phase teilnehmen sollen. Dazu gehören das Africa Stablecoin Consortium, Flutterwave, Juicyway, Koinkoin, Kucoin und Paystack. Die CBN wies jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Teilnahme „keinen regulatorischen Status, keine Genehmigung oder Lizenzrechte verleiht“. Stattdessen handelt es sich um ein kontrolliertes und strukturiertes Umfeld, in dem die Bank Geschäftsmodelle und operative Risiken untersuchen kann. Im Rahmen des Pilotprojekts sind die teilnehmenden VASPs verpflichtet, monatliche Daten zur AML/CFT-Leistung einzureichen und sich Audits hinsichtlich der Kundenaufnahme, der Sanktionsprüfung und der Transaktionsüberwachung zu unterziehen. Sie müssen zudem glaubwürdige Pläne zur Verfolgung grenzüberschreitender Ströme digitaler Vermögenswerte vorlegen.

„Das Pilotprojekt soll ein strukturiertes Verständnis der AML/CFT/CPF-Risiken, Geschäftsmodelle und operativen Praktiken bei den teilnehmenden Unternehmen entwickeln“, erklärte die CBN. „Es unterstützt VASPs zudem dabei, ihre AML/CFT/CPF-Rahmenwerke im Einklang mit neuen aufsichtsrechtlichen Erwartungen zu stärken.“ Die Bank betonte, dass alle gesammelten Daten unter dem nigerianischen Datenschutzgesetz von 2023 geschützt sind.

Durch die Einbindung von Börsen wie Kucoin und Zahlungsriesen wie Flutterwave in einen formellen Aufsichtsrahmen zielt die CBN darauf ab, schwarze Schafe auszusortieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass Nigeria – einer der weltweit aktivsten Kryptomärkte – ein stabiler Knotenpunkt im globalen Finanzsystem bleibt.

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Die CBN hat bereits weitere Phasen des Pilotprojekts geplant, bestätigte jedoch, dass diese derzeit nicht für externe Interessenbekundungen offen sind.

FAQ ❓

  • Was hat die CBN eingeführt? Die nigerianische Zentralbank hat ein AML/CFT-Aufsichtspilotprogramm eingeführt.
  • Welche FATF-Regeln gelten? Das Pilotprojekt steht im Einklang mit den FATF-Empfehlungen 15 und 16, einschließlich der Travel Rule.
  • Wer nimmt teil? Ausgewählte Fintech- und Krypto-Unternehmen wie Flutterwave, Kucoin, Paystack und andere haben sich angeschlossen.
  • Was ist das Ziel? Das Programm testet Compliance, Datenberichterstattung und Risikokontrollen, um die Krypto-Aufsicht in Nigeria zu stärken.
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