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Die US-Notenbank steht einer Auseinandersetzung mit der Industrie über den Vorschlag zu 'Skinny' Master Accounts gegenüber.

Der vorgeschlagene „Skinny Master Account“ der Federal Reserve hat zu einer seltenen Dreifachkollision zwischen Kryptofirmen, Fintech-Befürwortern und Gemeinschaftsbanken geführt und tiefe Meinungsverschiedenheiten darüber offengelegt, wer Zugang zu den wichtigsten Zahlungsschienen der Nation haben sollte und unter welchen Regeln.

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Die US-Notenbank steht einer Auseinandersetzung mit der Industrie über den Vorschlag zu 'Skinny' Master Accounts gegenüber.

Banken warnen vor Risiken, während Crypto die Prototyp-Zahlungskonten der Fed unterstützt

Im Dezember 2025 veröffentlichte der Verwaltungsrat der Federal Reserve eine Anfrage nach Informationen, in der es seinen Prototyp des Zahlungskontos darlegt, eine abgespeckte Version eines traditionellen Master-Kontos, das es bestimmten berechtigten Einlageinstituten ermöglichen würde, Zahlungen über Fed-Dienste direkt zu verrechnen und abzuwickeln, ohne Zinsen, Kredite oder Notkredite zu erhalten.

Der Vorschlag baut auf Äußerungen auf, die im Oktober von Fed-Gouverneur Christopher Waller gemacht wurden, als er das Konzept als einen Weg darstellte, um Zahlungen zu fördern, ohne die gesetzliche Berechtigung zu erweitern.

Im Rahmen des Plans könnten qualifizierte Institute Zugang zu FedNow, Fedwire Funds, dem National Settlement Service und begrenzten Wertpapierabwicklungsdiensten erhalten. Das Konto würde Überziehungen, Tageskredite und Diskontfenster-Kreditaufnahmen verbieten und die Übernachtsalden auf das Geringere von $500 Millionen oder 10 % der gesamten Vermögenswerte begrenzen, ein Design, das darauf abzielt, Systemrisiken einzudämmen.

Kryptofirmen und Fintech-Gruppen begrüßten die Idee weitgehend, da sie sie als lange erwarteten Zugang zur Zahlungsinfrastruktur der Zentralbank sehen. Die einzige bundesweit lizenzierte Kryptobank der USA, Anchorage Digital Bank, unterstützte den Vorschlag, warnte jedoch, dass die Saldenbegrenzung Firmen zwingen könnte, Mittel nachts zu Zwischenbanken umzuleiten, was operative Risiken neu schaffen würde, die der Prototyp beseitigen soll.

Branchenkoalitionen, die mit Blockchain-Netzwerken verbunden sind, lobten den Plan ebenfalls und nannten ihn wesentlich für die Integration von Stablecoins in das US-Zahlungssystem nach dem regulatorischen Rahmen des GENIUS Act. Fintech-Verbände argumentierten, dass der Prototyp Abwicklungskosten senken, die Abhängigkeit von Korrespondenzbanken verringern und die Widerstandsfähigkeit in Stressperioden erhöhen könnte.

Nicht jeder ist überzeugt. Gemeinschaftsbanken und traditionelle Bankverbände haben in Kommentaren hart dagegen gedrückt und warnen, dass die Fed Zahlungsrechte an Institute gewährt, die sie argumentieren, unterliegen nicht der gleichen Regulierung. Die Community Bankers Association of Illinois sagte, der Vorschlag riskiere, das Spielfeld zugunsten „neuartiger Finanzinstitute“ zu kippen, und setze Verbraucher und Steuerzahler unbewährten Geschäftsmodellen aus.

Andere Bankengruppen wiederholten diese Bedenken und betonten, dass der Zugang zum Zahlungssystem historisch für versicherte, gut überwachte Institute reserviert sei. Kritiker argumentieren, dass die Begrenzung von Dienstleistungen nicht ausreicht, um operationelle, Compliance- und Geldwäscherisiken vollständig zu mindern, insbesondere wenn auf Zahlungen fokussierte Unternehmen schnell wachsen.

Größere Branchenorganisationen, einschließlich des Bank Policy Institute und The Clearing House, warnten, dass der Prototyp langjährige Standards lockert, ohne ausreichende Schutzmaßnahmen. Sie warnten, dass Ausfälle bei reinen Zahlungsinstituten sich immer noch durch das Finanzsystem auswirken könnten.

Verbraucherschutzgruppen waren deutlicher. Better Markets nannte den Vorschlag ein „rücksichtsloses Geschenk“ an kryptobasierte Interessen und argumentierten, dass die weitverbreitete Einführung von Stablecoins Einlagen von traditionellen Banken abziehen und die Kreditverfügbarkeit in der gesamten Wirtschaft reduzieren könnte.

Die American Bankers Association schlug einen moderateren Ton an und unterstützte einen risikobasierten Ansatz, während sie nach strengeren Sicherheitsvorkehrungen, direkter Bundesaufsicht und stärkeren Aufsichtsanforderungen vor einer Implementierung rief.

Die Debatte kommt auf, als die Fed ihre Haltung gegenüber digitalen Vermögenswerten neu kalibriert, nachdem sie eine 2023-Politik zurückgezogen hat, die als kryptofeindlich angesehen wurde. Interne Bedenken bestehen jedoch weiterhin, da einige Fed-Beamte ungelöste Compliance- und Durchsetzungsfragen hervorheben.

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Öffentliche Kommentare endeten am 6. Februar 2026, und die Fed hat ein mögliches Implementierungsfenster bis zum vierten Quartal 2026 signalisiert. Ob der Prototyp unverändert voranschreitet oder durch den Druck der Industrie umgestaltet wird, wird zeigen, wie weit die Zentralbank bereit ist, ihre Infrastruktur für neue Finanzmodelle zu öffnen.

FAQ ⏱️

  • Was ist das „Skinny Master Account“ der Federal Reserve?
    Es ist ein begrenztes Fed-Konto, das berechtigten Institutionen ermöglicht, Zahlungen ohne Kredit-, Zins- oder Notkredit-Zugang abzuwickeln.
  • Wer unterstützt den Vorschlag?
    Krypto-Firmen und Fintech-Gruppen unterstützen es weitgehend, da es die Effizienz verbessert und die Abhängigkeit von Zwischenbanken verringert.
  • Warum sind Gemeinschaftsbanken dagegen?
    Sie argumentieren, dass es weniger regulierten Institutionen unfairen Zugang zu kritischer Zahlungsinfrastruktur verschafft und systemische Risiken erhöht.
  • Wann könnte es in Kraft treten?
    Die Federal Reserve hat eine mögliche Einführung bereits im vierten Quartal 2026 angedeutet.