Das Eurosystem führt den „Pontes“-Abwicklungsanker und die „Appia“-Roadmap ein, um die fragmentierten tokenisierten Kapitalmärkte in ganz Europa zu vereinheitlichen.
Die Europäische Zentralbank stellt einen Fahrplan für ein integriertes europäisches Ökosystem für digitale Vermögenswerte vor

Piero Cipollone, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB), sprach am 23. März 2026 im „House of the Euro“ in Brüssel über die Zukunft der tokenisierten Finanzwirtschaft. Er erläuterte den Übergang der digitalen Märkte von der Erkundungsphase zur Produktionsphase und wies darauf hin, dass europäische Emittenten seit 2021 fast 4 Milliarden Euro in Instrumente auf Basis der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) investiert haben. In der Rede wird betont, dass das Eurosystem die notwendigen „Schienen“ aufbaut, um die Fragmentierung der Plattformen zu überwinden und einen sicheren öffentlichen Abwicklungsanker bereitzustellen.
Die Initiative stellt „Pontes“ vor, eine Brückenlösung, deren Einführung für das dritte Quartal 2026 geplant ist, um die Abwicklung mit Zentralbankgeld auf DLT-Plattformen zu ermöglichen. Dies ist Teil der umfassenderen „Appia“-Roadmap, die darauf abzielt, bis 2028 einen umfassenden Entwurf für ein europäisches tokenisiertes Finanzökosystem zu liefern. Bei jüngsten Tests mit 64 Teilnehmern aus neun Rechtsräumen wurden Transaktionen im Wert von rund 1,6 Milliarden Euro erfolgreich abgewickelt, um diese Interoperabilitätslösungen zu prüfen.
Um die Marktstabilität zu gewährleisten, wird die EZB ab März 2026 DLT-basierte Vermögenswerte als zulässige Sicherheiten für Kreditgeschäfte akzeptieren. Cipollone forderte eine echte öffentlich-private Partnerschaft und einen Rechtsrahmen, der den technologischen Ambitionen des Kontinents entspricht, um ein regulatorisches Flickwerk zu verhindern. „Europa ist es gelungen, eine einheitliche Währung zu schaffen; es kann auch einen einheitlichen digitalen Finanzmarkt aufbauen, der daneben steht“, erklärte Cipollone während der Keynote.

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🧭 FAQs
• Was ist das Hauptziel der Appia-Roadmap für Europa? Sie zielt darauf ab, bis 2028 einen Entwurf für ein zukunftsfähiges europäisches Ökosystem für digitale Vermögenswerte zu liefern.
• Wann wird der Pontes-Settlement-Anchor in der jeweiligen Rechtsordnung eingeführt? Das Eurosystem plant, den Pontes-Settlement-Anchor im dritten Quartal 2026 einzuführen.
• Welche Verordnung bildet die derzeitige Rechtsgrundlage für europäische digitale Vermögenswerte? Die Verordnung über Märkte für Krypto-Vermögenswerte (MiCA) dient als etablierter kontinentweiter Rahmen für tokenisierte Vermögenswerte.
• Wie viel digitale Schuldtitel wurden von lokalen EU-Mitgliedstaaten begeben? Europäische Emittenten haben seit 2021 DLT-basierte festverzinsliche Wertpapiere im Wert von fast 4 Milliarden Euro platziert.




