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Die CFTC veröffentlicht Leitlinien, die einen massiven Ausbau der Prognosemärkte auslösen könnten

US-Aufsichtsbehörden ergreifen Maßnahmen, um die schnell wachsenden Prognosemärkte zu regulieren, da ereignisbasierte Derivate an Bedeutung gewinnen. Die CFTC mahnt die Börsen, ihre Überwachung zu verstärken, Manipulationen zu verhindern und sicherzustellen, dass neue Kontrakte, die an reale Ergebnisse gekoppelt sind, den bundesstaatlichen Handelsvorschriften entsprechen.

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Die CFTC veröffentlicht Leitlinien, die einen massiven Ausbau der Prognosemärkte auslösen könnten

Die CFTC veröffentlicht neue Leitlinien, die eine erhebliche Ausweitung der US-Prognosemärkte signalisieren

Das wachsende Interesse an ereignisbasierten Derivaten hat auf den US-Märkten neue Aufmerksamkeit der Regulierungsbehörden auf sich gezogen. Die Abteilung für Marktaufsicht der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) veröffentlichte am 12. März eine Empfehlung zu Prognosemärkten, in der sie auf die Notierung und den Handel von Ereignisverträgen auf bestimmten Vertragsmärkten einging. Mitarbeiter der CFTC erklärten:

„Angesichts der rasch wachsenden Beliebtheit von Prognosemärkten möchte die Abteilung Wachstum und Innovation in diesen Märkten fördern und gleichzeitig die benannten Terminmärkte an ihre regulatorischen Verpflichtungen gemäß dem Commodity Exchange Act und den Vorschriften der Kommission erinnern.“

In der Empfehlung wird erläutert, dass Prognosemärkte den Handel mit Ereigniskontrakten ermöglichen, einer Form von Derivaten, die häufig mit binären Auszahlungen strukturiert sind, die auf dem Ausgang zukünftiger Ereignisse basieren. Diese Vereinbarungen können unter die weit gefasste Definition von Swaps gemäß dem Commodity Exchange Act fallen, da die Abwicklung vom Eintreten oder Nichteintreten bestimmter Ereignisse mit finanziellen oder wirtschaftlichen Folgen abhängt.

Die regulatorischen Leitlinien betonen, dass benannte Kontraktmärkte bei der Notierung von Ereignisverträgen die Kernprinzipien des Commodity Exchange Act einhalten müssen. Börsen müssen sicherstellen, dass Verträge nicht leicht manipulierbar sind, und Systeme zur Überwachung der Handelsaktivitäten in Echtzeit unterhalten. Die Mitteilung hebt zudem Vorschriften hervor, die Betrug, Preismanipulation und den Missbrauch vertraulicher Informationen, einschließlich Insiderhandel, verbieten. Marktbetreiber können verpflichtet sein, Daten auf Händlerebene einzuholen oder Disziplinarmaßnahmen zu ergreifen, wenn unregelmäßige Handelsmuster oder Anomalien festgestellt werden.

Unterdessen teilte CFTC-Vorsitzender Mike Selig auf der Social-Media-Plattform X mit, dass Prognosemärkte eine bedeutende Entwicklung auf den Finanzmärkten darstellen. Er schrieb:

„Prognosemärkte sind eine der spannendsten Innovationen auf den Finanzmärkten. Doch viel zu lange hat es die CFTC versäumt, Leitlinien für diese Märkte bereitzustellen, die von Millionen von Amerikanern genutzt werden. Damit ist heute Schluss.“

In der Empfehlung wird zudem darauf hingewiesen, dass Verträge über sportbezogene Ereignisse möglicherweise zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen erfordern, insbesondere wenn die Ergebnisse von Handlungen einzelner Teilnehmer oder Offizieller abhängen, was das Manipulationsrisiko erhöhen könnte.

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FAQ 🧭

  • Warum konzentriert sich die CFTC gerade jetzt auf Prognosemärkte? Das rasante Wachstum bei ereignisbasierten Derivaten hat die Regulierungsbehörden dazu veranlasst, die Compliance-Regeln und die Erwartungen an die Marktaufsicht zu präzisieren.
  • Was sind Ereignisverträge in Prognosemärkten? Es handelt sich um Derivate, deren Auszahlung davon abhängt, ob ein bestimmtes zukünftiges Ereignis eintritt oder nicht.
  • Wie könnten sich die neuen Leitlinien auf Börsen auswirken, die Ereignisverträge notieren? Designierte Kontraktmärkte benötigen möglicherweise stärkere Überwachungssysteme und strengere Schutzmaßnahmen gegen Manipulation und Insiderhandel.
  • Warum gelten sportbezogene Prognosemärkte als risikoreicher? Ergebnisse, die an einzelne Sportler oder Offizielle gebunden sind, können das Potenzial für Manipulationen oder Insideraktivitäten erhöhen.
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