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Die Bank of Korea erweitert ihr Pilotprojekt zum digitalen Won mit dem Start der zweiten Phase und zwei neuen Banken

Die Bank of Korea hat die zweite Phase ihres Pilotprojekts „Project Hangang“ zur digitalen Zentralbankwährung gestartet und erweitert damit die Praxistests des digitalen Won durch eine breitere Beteiligung des Bankensektors und neue programmierbare Zahlungsfunktionen.

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Die Bank of Korea erweitert ihr Pilotprojekt zum digitalen Won mit dem Start der zweiten Phase und zwei neuen Banken

Im Rahmen der Erweiterung des „Project Hangang“ untersucht Korea ein Hybridmodell aus CBDC und Stablecoin

Die Ankündigung vom 18. März markiert einen erneuten Vorstoß der Bank of Korea (BOK), ihre Bemühungen um eine digitale Währung näher an die Kommerzialisierung heranzuführen, nachdem es zuvor zu Verzögerungen aufgrund politischer Debatten um auf Won lautende Stablecoins gekommen war. Phase 2 baut auf früheren Versuchen auf und führt zusätzliche Banken, erweiterte Funktionen und mehr Anwendungsfälle in der Praxis ein.

Im Mittelpunkt von Projekt Hangang steht ein Hybridmodell, das eine an Finanzinstitute ausgegebene Wholesale-Zentralbank-Digitalwährung (wCBDC) mit Blockchain-basierten Einlagentoken kombiniert, die an Verbraucher für alltägliche Transaktionen verteilt werden. Der Ansatz soll eine Brücke zwischen der traditionellen Bankinfrastruktur und programmierbaren digitalen Zahlungen schlagen. An Phase 1, die zwischen April und Juni 2025 durchgeführt wurde, waren sieben große südkoreanische Banken und Zehntausende von Nutzern beteiligt. Im Rahmen des Pilotprojekts wurden mehr als 114.000 Transaktionen bei den teilnehmenden Händlern, darunter Einzelhandelsgeschäfte und Online-Plattformen, abgewickelt, doch die Akzeptanz blieb verhalten. In Phase 2 wird der Testpool durch die Hinzunahme der BNK Kyongnam Bank und der iM Bank erweitert, wodurch sich die Gesamtzahl der teilnehmenden Geschäftsbanken auf neun erhöht. Die Erweiterung soll die für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplanten Transaktionstests in größerem Umfang unterstützen.

In der neuen Phase werden die Banken das System in ihre bestehenden Anwendungen integrieren und dabei ihre eigenen Entwicklungskosten tragen, während die Zentralbank bis Oktober 2026 die Kerninfrastruktur und die Beratung finanziert. Das aktualisierte Pilotprojekt führt mehrere neue Funktionen ein, die darauf abzielen, die Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität zu verbessern. Dazu gehören Person-zu-Person-Überweisungen, biometrische Authentifizierung wie die Anmeldung per Fingerabdruck und die automatische Umwandlung traditioneller Einlagen in tokenisierte Guthaben, wenn das Guthaben in den digitalen Geldbörsen der Nutzer zur Neige geht.

Auch die Integration von Regierungsstellen steht im Mittelpunkt. Phase 2 erweitert programmierbare Zahlungen im Zusammenhang mit öffentlichen Subventionen und Gutscheinen, darunter ein Pilotprojekt zu Anreizen für das Laden von Elektrofahrzeugen, das vom Ministerium für Klima, Energie und Umwelt verwaltet wird. Das System ermöglicht die Echtzeit-Verfolgung von Geldern und automatisierte Konformitätsprüfungen durch Smart Contracts.

Beamte testen zudem umfassendere Auszahlungen aus der Staatskasse, wodurch staatliche Zahlungen über mehrere Banken hinweg fließen können, anstatt sich auf eine begrenzte Anzahl von Intermediären zu stützen. Die Initiative zielt darauf ab, die Transparenz und Effizienz bei der Verteilung großer öffentlicher Gelder zu verbessern. Es wird erwartet, dass auch die Beteiligung von Händlern zunimmt, da sowohl kleine Unternehmen als auch Großunternehmen an dem Pilotprojekt teilnehmen. Niedrigere Transaktionsgebühren im Vergleich zu herkömmlichen Zahlungssystemen und das Potenzial für automatisierte, programmierbare Zahlungen werden als wesentliche Vorteile hervorgehoben.

Vertreter der Bank of Korea beschreiben das System als praktischen Kompromiss zwischen zentralisierten digitalen Währungen und privaten Stablecoins. „Das System, das wir im Rahmen des Projekts Hangang vorbereiten, kann als Mittelweg betrachtet werden“, sagte Kim Dong-seop, Leiter des Teams für digitale Währungsplanung der BOK, und wies darauf hin, dass Einagetoken im Gegensatz zu vielen bestehenden Stablecoins frei zwischen den Institutionen bewegt werden können.

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Das übergeordnete Ziel besteht darin, ein kostengünstiges, interoperables digitales Zahlungssystem zu etablieren und gleichzeitig neue Finanzdienstleistungen zu ermöglichen, darunter tokenisierte Vermögenswerte und automatisierte Transaktionen. Die Zentralbank untersucht zudem langfristige Szenarien, in denen ein Teil der Staatsausgaben digitalisiert werden könnte.

Der Zeitplan für Phase 2 sieht erste Pilotprojekte mit Subventionen in der ersten Hälfte des Jahres 2026 vor, gefolgt von erweiterten Transaktionstests in der Praxis im weiteren Verlauf des Jahres. Die Ergebnisse werden als Grundlage für eine mögliche Kommerzialisierung und regulatorische Anpassungen dienen.

FAQ 🇰🇷

  • Was ist das Projekt Hangang? Das Projekt Hangang ist das Pilotprogramm der Bank of Korea, bei dem ein digitaler Won unter Verwendung eines hybriden CBDC- und Einagetoken-Systems getestet wird.
  • Wie viele Banken sind an Phase 2 beteiligt? Nach dem Beitritt der BNK Kyongnam Bank und der iM Bank nehmen neun Geschäftsbanken teil.
  • Welche neuen Funktionen sind in Phase 2 enthalten? Zu den neuen Funktionen gehören P2P-Überweisungen, biometrische Anmeldung, automatische Token-Konvertierung und programmierbare staatliche Zahlungen.
  • Wann finden groß angelegte Tests statt? Erweiterte Transaktionstests unter realen Bedingungen sind für die zweite Hälfte des Jahres 2026 geplant.
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