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'Der Wertverringerungshandel ist Unsinn' — Jim Rickards nimmt die Gold-Erzählung von Wall Street ins Visier

Der Anstieg des Goldes wird weniger durch Panik und mehr durch politische Entscheidungen angetrieben, die das globale Vertrauen in Geld laut dem erfahrenen Makrostrategen Jim Rickards leise umformen.

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'Der Wertverringerungshandel ist Unsinn' — Jim Rickards nimmt die Gold-Erzählung von Wall Street ins Visier

Im Inneren von Jim Rickards’ Argumentation für Gold, da Regierungen die Regeln neu schreiben

In einem Auftritt in der The Julia La Roche Show erklärte Jim Rickards—ein Ökonom, Anwalt und langjähriger Marktbeobachter—dass der stetige Anstieg des Goldes eine strukturelle Nachfrage von Zentralbanken und Regierungen widerspiegelt, die auf Sanktionsrisiken, Schuldendynamiken und schwindendes Vertrauen in staatliche Vermögenswerte reagieren.

Der Schritt, sagte er, sei kein flüchtiger Handel, sondern eine kalkulierte Umverteilung, die sich offensichtlich entwickelt. Rickards widersprach entschieden der populären Wall-Street-Erzählung, die den Anstieg des Goldes mit einer ausufernden monetären Entwertung verknüpft. „Dieser Entwertungshandel ist Unsinn“, betonte er und wies Behauptungen zurück, dass ausländische Regierungen in Massen US-Staatsanleihen abstoßen würden.

Daten zum Besitz von Staatsanleihen, so Rickards, zeigen Stabilität statt massenhafter Liquidation, was die Idee untergräbt, dass Gold lediglich eine Reaktion auf das schwindende Vertrauen in den Dollar sei. Stattdessen wies Rickards auf einen methodischeren Antrieb hin: Zentralbanken wechseln von jahrzehntelangem Nettogoldverkauf zu anhaltendem Nettokauf.

Seit etwa 2010 akkumulieren offizielle Institutionen—insbesondere außerhalb der westlichen Allianz—stetig Goldbarren, während das globale Angebot aus Minen weitgehend stabil bleibt. Grundlegende Wirtschaft kommt zur Anwendung, sagte er: Wenn die Nachfrage steigt und das Angebot nicht, passen sich die Preise nach oben an.

'The Debasement Trade Is Nonsense' — Jim Rickards Takes Aim at Wall Street’s Gold Narrative
Jim Rickards (oben abgebildet) glaubt, dass Gold 10.000 $ pro Unze erreichen kann.

Die Wendung ist, dass Zentralbanken geduldig kaufen, oft bei Abschwüngen eingreifen und damit eine informelle Preisuntergrenze schaffen, wie Rickards es beschrieb. Die Geopolitik hat diesen Trend nur verstärkt. Rickards hob die Einfrierung russischer Reserve-Vermögenswerte nach der Invasion in der Ukraine als Wendepunkt hervor.

Indem sie staatliche Reserven im Ausland immobilisieren, sandten die westlichen Regierungen ein Signal, dass Reservevermögen politisiert werden können. Die Reaktion, argumentierte Rickards, war vorhersehbar: Länder bevorzugen zunehmend Gold, das nicht mit einem Tastendruck eingefroren werden kann. Die Ironie, stellte er fest, ist, dass sich die Goldreserven Russlands mehr wert sind als die beschlagnahmten Vermögenswerte.

Rickards lehnte auch die Idee ab, dass Gold nur in inflationären Umgebungen gedeihe. Historisch hat, so sagte er, Gold auch während deflationärer Stresse gut abgeschnitten, da Anleger Anlagen ohne Gegenparteirisiko suchen. Während der Großen Depression stiegen die Goldpreise stark an, obwohl die Verbraucherpreise fielen—eine Erinnerung daran, dass die Rolle des Goldes monetär und nicht zyklisch ist.

Golds Marsch zu 10.000 $ und Bitcoin innerhalb eines anderen Systems

In die Zukunft blickend, argumentierte Rickards, dass die langfristige Entwicklung trotz kurzfristiger Volatilität intakt bleibe. „Gold wird gut gehen, ich kann leicht sehen, dass es auf 10.000 $ geht“, sagte er und rahmte die Bewegung als Reflexion der Abwertung der Währung, statt spekulativer Exzesse ein.

Obwohl Rickards die wirtschaftliche Strategie der Trump-Administration und ihren Schwerpunkt auf Wachstum, Energieleistung und fiskale Verhältnisse ansprach, betonte er, dass die Attraktivität des Goldes nicht auf täglicher Politik—oder auf dem Preisverhalten von Bitcoin basiere. Bitcoin, sagte er, besetze eine separate Spur, während Gold die Reserveanlage der Wahl für Institutionen bleibt, die nach Beständigkeit und nicht nach Unterbrechung suchen.

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Rickards war darauf bedacht, Bitcoin von Gold zu trennen und es weniger als Reserveanlage zu behandeln und mehr als ein paralleles Finanzsystem mit sehr unterschiedlichen Mechanismen. Er argumentierte, dass ein Großteil der Bitcoin-Liquidität über Stablecoins geleitet wird und nicht durch direkte Dollarströme, eine Struktur, die er als fragil und intransparent ansieht, insbesondere dann, wenn diese Stablecoins stark auf Schatzanweisungen als Unterstützung angewiesen sind.

In Rickards’ Rahmen fungiert Bitcoin als spekulativer und transaktionaler Vermögenswert innerhalb der Kryptoökonomie, während Gold die bevorzugte Wahl für Zentralbanken und staatliche Akteure bleibt, die Dauerhaftigkeit, Neutralität und Isolierung von politischen Risiken suchen. Er rahmte Bitcoin nicht als Ersatz für Gold, sondern als ein eigenständiges Instrument ein, das auf einer anderen Risiko-Kurve agiert, getrieben von Marktmechanismen statt monetärer Geschichte.

FAQ 🕰️

  • Warum steigt Gold jetzt?
    Zentralbanken kaufen stetig, während das Angebot gleich bleibt, was die Preise im Laufe der Zeit hebt.
  • Bewegt sich Gold wegen Inflationsängsten?
    Rickards argumentiert, dass Gold in sowohl Inflations- als auch Deflationszyklen gut abschneidet.
  • Verlassen Länder die US-Staatsanleihen?
    Nein—Rickards sagt, Daten zeigen stabilen Besitz, nicht massenhaften Verkauf.
  • Wie passt Bitcoin in diesen Trend?
    Rickards behandelt Bitcoin als von Gold getrennt, da es eine andere Rolle in Portfolios spielt.