Das Bitcoin-Treuhandunternehmen Nakamoto bittet seine Aktionäre um Zustimmung zu einer Aktienzusammenlegung, um die Notierungsanforderungen der Nasdaq zu erfüllen. Dieser Schritt folgt auf einen starken Kursrückgang und wachsenden Druck auf das Geschäftsmodell des Unternehmens.
David Baileys Nakamoto erwägt eine Aktienzusammenlegung, um eine Streichung von der Nasdaq zu vermeiden

Wichtige Erkenntnisse
- Die Nakamoto-Aktie notiert derzeit bei 0,21 US-Dollar, da das Unternehmen vor dem 8. Juni eine Aktienzusammenlegung anstrebt, um die „1-Dollar-Regel“ der Nasdaq zu erfüllen.
- Jüngste Transaktionen von CEO David Bailey und ausstehende 690 Millionen Aktien haben angesichts des schwindenden Anlegervertrauens Befürchtungen hinsichtlich einer Verwässerung geschürt.
- Nakamoto verkaufte im März 284 BTC, hält aber weiterhin 5.058 BTC, wobei der Ausgang der Börsennotierung die nächste Strategie des Unternehmens bestimmen wird.
Bitcoin-Treasury-Unternehmen Nakamoto will Aktienkurs anheben
Nakamoto, ein börsennotiertes Bitcoin-Treasury-Unternehmen, bereitet sich darauf vor, die Zustimmung der Aktionäre für einen Aktienzusammenzug einzuholen, da es darum kämpft, eine Dekotierung von der Nasdaq zu vermeiden. Die Aktien des Unternehmens, die bei etwa 0,21 US-Dollar gehandelt werden, sind deutlich unter die Mindestanforderung der Börse von 1 US-Dollar gefallen. Laut einer vorläufigen Proxy-Meldung vom 7. April liegt der Kurs etwa 79 % unter dieser Schwelle und fast 99 % unter seinem Höchststand von 34 $. Die Nasdaq-Regeln verlangen von börsennotierten Unternehmen, dass sie an zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen einen Schlusskurs von mindestens 1 $ aufrechterhalten. Nakamoto hat bis zum 8. Juni Zeit, die Anforderungen wieder zu erfüllen, nachdem es im Dezember 2025 eine Mängelanzeige erhalten hat. Gelingt dies nicht, könnte dies eine Verlegung in einen niedrigeren Markt oder letztendlich die Dekotierung zur Folge haben. Um das Problem zu beheben, schlägt das Unternehmen einen Aktienzusammenzug vor, einen Mechanismus, der die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien reduziert und gleichzeitig den Preis pro Aktie erhöht. Bei einem 1:20-Zusammenzug würden beispielsweise alle 20 Aktien zu einer zusammengefasst, wodurch der Aktienkurs proportional steigt, ohne den Gesamtwert des Bestands zu verändern.
Zwar können solche Maßnahmen Unternehmen dabei helfen, die Börsenstandards zu erfüllen, doch werden sie von Anlegern oft als kosmetische Maßnahme angesehen, die wenig zur Behebung der zugrunde liegenden Schwächen beiträgt. Die Herausforderungen für Nakamoto gehen über den Aktienkurs hinaus. Anfang dieses Jahres nutzte CEO David Bailey Unternehmensaktien, um BTC Inc. und UTXO Management zu erwerben, zwei Firmen, die er gegründet hatte. Die Transaktion verdoppelte die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien, was zu einer Verwässerung der Anteile bestehender Aktionäre führte und Kritik von Marktbeobachtern hervorrief.
Das Unternehmen sah sich zudem Liquiditätsproblemen gegenüber. Im März gab Nakamoto den Verkauf von 284 BTC zur Finanzierung des Betriebs bekannt, was die Belastung für Unternehmen verdeutlichte, die stark von Beständen an digitalen Vermögenswerten abhängig sind, während ihre Aktienbewertungen sinken. Trotz des Verkaufs verfügt Nakamoto weiterhin über einen beträchtlichen Bitcoin-Bestand. Das Unternehmen hält etwa 5.058 BTC, die nach aktuellen Kursen einen Wert von rund 365 Millionen US-Dollar haben.
Der vorgeschlagene Aktienzusammenlegung würde die rund 690 Millionen ausstehenden Aktien des Unternehmens konsolidieren. Nakamoto plant jedoch, die genehmigte Aktienanzahl unverändert bei 10 Milliarden zu belassen, was Spielraum für erhebliche zukünftige Emissionen lässt. Diese Aussicht erhöht das Risiko einer weiteren Verwässerung. Das Unternehmen räumte in seinem Antrag ein, dass die Ausgabe zusätzlicher Aktien den Aktienkurs belasten und den Wert der bestehenden Bestände mindern könnte.

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Das Management stellte den Aktienzusammenzug als Instrument zur Wahrung strategischer Flexibilität dar. „Wir glauben, dass die Genehmigung des Vorschlags zum Aktienzusammenzug dem Unternehmen zusätzliche Flexibilität verschaffen würde, um die Anforderungen an den Mindestgebotspreis zu erfüllen“, hieß es in der Meldung.
Die Situation unterstreicht die wachsenden Spannungen unter den Bitcoin-Treasury-Unternehmen. Während die Strategie ein gehebelte Engagement in digitalen Vermögenswerten bietet, macht sie die Firmen auch anfällig, wenn sich die Aktienmärkte gegen sie wenden. Für Nakamoto könnten sich die kommenden Wochen als entscheidend erweisen, um festzustellen, ob es an einer großen US-Börse notiert bleiben kann.




