Während die Europäische Zentralbank die mögliche Ausgabe eines europaweiten CBDC, des digitalen Euro, untersucht, stehen nicht alle Europäer vollständig hinter dieser Idee. Deutschland ist besonders besorgt über die Datenschutzaspekte dieser Umsetzung, da die meisten Transaktionen und Zahlungen noch immer mit Bargeld getätigt werden und die Bürger zögern, ihre persönlichen Informationen zu teilen.
Datenschutzbedenken beunruhigen Deutschland bezüglich der möglichen Einführung eines digitalen Euros
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Deutschland nicht vollständig überzeugt vom digitalen Euro wegen Datenschutzbedenken
Der digitale Euro sieht sich in bestimmten Teilen Europas mit Gegenwind bezüglich seiner Akzeptanz konfrontiert. Deutschland gehört zu diesen Ländern, in denen die Bürger Bedenken hinsichtlich ihrer Privatsphäre und sogar eine Abneigung haben, persönliche Daten bei Zahlungen zu teilen, laut Bloomberg.
In Deutschland werden die meisten (51%) der Transaktionen laut Bundesbankdaten noch immer mit Bargeld abgewickelt, was die bevorzugte Zahlungsmethode ist. Debitkartenzahlungen sind die zweithäufigste Methode mit nur 27% des Transaktionsanteils. Mobile Zahlungen machen 6% dieser Transaktionen aus.
Diese Bargeldpräferenz wurde vom Präsidenten der Bundesbank, Joachim Nagel, als “heilig” bezeichnet. Dies spiegelt sich auch in einer Umfrage wider, die zeigt, dass nur die Hälfte der Deutschen bereit wäre, den digitalen Euro zu nutzen, während die andere Hälfte es wahrscheinlich nicht oder definitiv nicht nutzen würde.
Die Europäische Zentralbank sagt, sie werde diese Bedenken adressieren, indem sie Verschlüsselung verwendet, um Transaktionen und deren ursprüngliche Nutzer nicht verknüpfbar zu machen. Außerdem plant sie, um mehr Menschen die Nutzung dieser digitalen Währung zu ermöglichen, digitale Euro-verbundene Karten auszugeben, um weniger technikaffinen Nutzern den Einstieg in das Ökosystem zu erleichtern.
Nagel erklärt, dass der digitale Euro das Bargeld nicht verschwinden lassen wird und eine Ergänzung dazu sein soll. Im Juli erklärte er:
Die ältere Generation — zu der ich bald gehören werde, wenn ich über 60 bin — ist heutzutage so digital kompetent, dass ich mich ehrlich gesagt nicht mehr wirklich an sie wenden muss. Sie verstehen, was vor sich geht.
Dennoch wurde keine Entscheidung darüber getroffen, ob diese Währung ausgegeben wird. Die endgültige Entscheidung wird voraussichtlich Ende 2025 getroffen.
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