Laut einem Bericht des regionalen Blockchain-Portals Blockmedia vom 6. April 2026 entwickelt das südkoreanische Unternehmen Toss, das von Viva Republica betrieben wird, ein eigenes Layer-1-Blockchain-Mainnet (L1) sowie eine eigene Kryptowährung, um diese in sein Ökosystem aus Zahlungs-, Bank- und Wertediensten zu integrieren. Die wichtigsten Erkenntnisse:
Das südkoreanische Fintech-Unternehmen Toss nimmt mit einem eigenen Mainnet und 24 Marken für Stablecoins den Web3-Finanzsektor ins Visier

- Toss, betrieben von Viva Republica, baut ein L1-Blockchain-Mainnet und eine eigene Kryptowährung auf, um seine Finanzplattform mit 30 Millionen Nutzern zu betreiben.
- Das in Südkorea noch ausstehende Grundgesetz für digitale Vermögenswerte hat endgültige Entscheidungen darüber verzögert, ob Toss einen L1- oder L2-Ansatz verfolgt.
- Eine Stablecoin-Taskforce unter der Leitung von Chief Business Officer Kyuha Kim meldete im Juni 2025 24 Marken für KRW-Stablecoins an, darunter „TOSSKRW“.
Südkoreas Toss stellt Blockchain-Ingenieure ein, während die Mainnet-Pläne für 2026 voranschreiten
Das Fintech-Unternehmen Toss bedient rund 30 Millionen registrierte Nutzer, was fast 60 % der südkoreanischen Bevölkerung entspricht. Toss betreibt bereits Toss Bank, Toss Securities und Toss Payments unter einer einzigen Super-App. Ein Blockchain-Mainnet würde diese Infrastruktur auf On-Chain-Finanzdienstleistungen ausweiten und dem Unternehmen direkte Kontrolle über Gebühren, Governance und Anwendungsentwicklung verschaffen.
Blockmedia berichtete, dass Toss zwei Wege in Erwägung zieht: den Aufbau eines vollständigen Layer-1-Netzwerks (L1) von Grund auf oder die Bereitstellung einer Layer-2-Lösung (L2) auf Basis einer bestehenden Blockchain. Eine interne Quelle teilte dem Medium mit, dass die Teams noch beraten und die endgültige Entscheidung vom Fortschritt des südkoreanischen Grundgesetzes für digitale Vermögenswerte abhängt.
Eine eigens eingerichtete Stablecoin-Taskforce unter der Leitung von Chief Business Officer Kyuha Kim ist bereits innerhalb des Unternehmens tätig. Im Juni 2025 meldete Toss Marken für 24 Stablecoin-Namen in koreanischen Won an, darunter „TOSSKRW“. Das Unternehmen rekrutiert seit Februar 2026 Blockchain-Ingenieure und hat Stellen ausgeschrieben, die die Bereiche Wallet-Systeme, API- und Transaktionsverarbeitung, Node-Betrieb, kryptografische Signatur und Finanz-Compliance abdecken.
Toss bestätigte zudem, dass es eine Web3-Wallet entwickelt, die direkt in die bestehende App integriert ist und keinen separaten Download erfordert. Die Wallet würde die Speicherung virtueller Vermögenswerte, Überweisungen, Zahlungen und die Verwaltung tokenisierter Wertpapiere unterstützen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte diese Ausrichtung in einer Erklärung:
„Wir betrachten die auf digitalen Vermögenswerten basierende Finanzinfrastruktur als einen wichtigen Zukunftsbereich und bereiten uns darauf vor. Wir rekrutieren aktiv talentierte Mitarbeiter mit einschlägiger Fachkompetenz und prüfen umfassend Kooperationen mit verschiedenen Partnerunternehmen, wobei wir den Erwerb von Technologien priorisieren.“
Auf der „Seoul Blockchain Meetup Conference 2026“ im März stellte Seo Chang-whoon, Corporate Development Director, das „Money 3.0“-Framework des Unternehmens vor. Im Mittelpunkt des Konzepts stehen programmierbares Geld unter Verwendung von Smart Contracts, grenzenlose Finanzdienstleistungen ohne Einschränkungen hinsichtlich Währung, Geografie oder Zeit sowie eine Strategie zur Ausgabe und Verteilung von Stablecoins, die an reale Finanzdienstleistungen gekoppelt ist.
Die Präsentation umfasste einen Proof-of-Concept, der das SohoScore-Kreditmodell für Kleinunternehmen mit Smart Contracts für automatisierte Kreditvergabe verknüpft. Der Besitz eines Mainnets gibt Toss die Möglichkeit, seine eigene Gebührenstruktur und Service-Regeln zu gestalten, wodurch die Abhängigkeit von externen Blockchains oder das Risiko von Änderungen durch die Governance Dritter vermieden wird.
Von Blockmedia zitierte Experten wiesen darauf hin, dass dies ein entscheidender Vorteil gegenüber dem Aufbau auf öffentlichen Netzwerken sei. Prof. Seokjin Hwang von der Dongguk-Universität merkte an, dass eine unabhängige Infrastruktur externe Abhängigkeiten vermeidet und die Skalierbarkeit des Geschäfts verbessert. Seungik Yoon von Tiger Research erklärte, dass ein maßgeschneidertes L2 auf einem bewährten Netzwerk eine schnellere Tokenisierung ermöglichen könnte.
Toss ist nicht das einzige koreanische Unternehmen aus dem Krypto-Umfeld, das eine eigene Ketteninfrastruktur anstrebt. Dunamu, Betreiber von Upbit, entwickelt Kiwachain, ein Ethereum-L2-Netzwerk. Hashed treibt Maru voran, ein L1, das sich auf Stablecoins in koreanischen Won konzentriert. Toss würde mit einer wesentlich größeren bestehenden Nutzerbasis in diesen Wettbewerb eintreten.
Die regulatorischen Rahmenbedingungen bleiben ein Hindernis. Südkorea hat das Grundgesetz für digitale Vermögenswerte noch nicht verabschiedet, und die aktuellen Gesetze zu Handelsabwicklung und Devisenhandel erschweren die Ausgabe von Stablecoins. Laut dem Bericht hat Toss seine gesamten Rekrutierungs- und Planungsbemühungen im Bereich Blockchain auf die Einhaltung der Vorschriften ausgerichtet. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass es im Rahmen seiner Pläne für eine Infrastruktur für digitale Vermögenswerte Partnerschaften mit KB Financial und Samsung Card prüft. Keines der beiden Unternehmen hat sich öffentlich zu diesen Gesprächen geäußert.

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Toss meldete 2024 sein erstes profitables Jahr mit einem konsolidierten Umsatz von 1,956 Billionen koreanischen Won (etwa 1,4 Milliarden US-Dollar), was einem Anstieg von 43 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Unternehmen strebt für 2026 einen Börsengang in den USA mit einer Bewertung von über 10 Milliarden US-Dollar an.
Ein Starttermin oder technische Spezifikationen für das Mainnet wurden noch nicht bestätigt. Die Pläne befinden sich weiterhin in der Diskussionsphase, und die nächsten Schritte des Unternehmens hängen sowohl von der regulatorischen Klarheit als auch von einer internen Entscheidung bezüglich der L1- oder L2-Architektur ab.




