In den letzten zehn Jahren florierte das Bitcoin-Mining dank der Vorhersage von Kurssprüngen nach Halvings. Ein neuer Bericht von Wintermute deutet jedoch darauf hin, dass diese Abhängigkeit nun ein Ende gefunden hat, da sich Bitcoin zu einer institutionellen Anlage entwickelt und damit die bisherigen Rentabilitätszyklen durchbricht.
Das Ende der „hyperbolischen“ Ära: Wintermute-Bericht enthüllt strukturellen Wandel bei Bitcoin

Sinkende Renditen in der post-institutionellen Ära
Über ein Jahrzehnt lang beruhte das Bitcoin-Mining auf einem einfachen Glücksspiel: die alle vier Jahre stattfindenden Halvings überstehen und auf Preisanstiege warten, um die Rentabilität wiederherzustellen. Laut einer neuen Analyse von Wintermute ist diese Ära des „garantierten Hyperwachstums“ jedoch vorbei. Der Bericht legt nahe, dass die Entwicklung von Bitcoin zu einem ausgereiften, institutionellen Anlagewert den Zyklus, der die Miner einst über Wasser hielt, effektiv durchbrochen hat und einen „Regimewechsel“ hin zu Hochleistungsrechner und künstlicher Intelligenz erzwingt. Der Hauptgrund dafür, so argumentiert der Bericht vom 12. März, ist eine im Vergleich zu historischen Normen schwache Preisentwicklung. In früheren Epochen – den vierjährigen Zeiträumen zwischen den Halbierungen – erzielte Bitcoin astronomische Renditen und stieg in Epoche 3 (2016–2020) um mehr als das 20-Fache und in Epoche 4 (2020–2024) um das 10-Fache. Aktuelle Daten zeigen, dass Epoche 5 eine magere Rendite von nur dem 1,15-Fachen erreichte. Für Miner ist dies nicht nur ein „schlechtes Quartal“, wie manche argumentiert haben, sondern ein strukturelles Versagen. Da die Blockbelohnungen halbiert wurden und sich der Preis nicht verdoppelt hat, befinden sich die Einnahmen in einer direkten Abwärtsspirale. Der Wintermute-Bericht behauptet, dass genau die Meilensteine, die die Branche gefeiert hat – die Genehmigungen der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC für börsengehandelte Fonds und die Übernahme in die Unternehmenskassen von Giganten wie Strategy – dieselben Kräfte sind, die die Margen der Miner ersticken.
„Ein liquiderer, stärker von institutionellen Anlegern gehaltener Vermögenswert bringt keine 20-fache Rendite über vier Jahre“, heißt es in dem Bericht. Da Bitcoin zunehmend als makroökonomisches Risiko-Asset ähnlich wie Tech-Aktien gehandelt wird, hat sich seine Volatilität verringert. Während Stabilität für langfristige Anleger gut ist, ist sie für Miner fatal, deren Betrieb auf der Annahme vertikaler Kurscharts basierte.
Der Mythos der Gebühren
Jahrelang suggerierte die Erzählung vom „Gebühren-Backstop“, dass mit dem Wegfall der Blocksubventionen die Transaktionsgebühren steigen würden, um die Lücke zu füllen. Der Wintermute-Bericht bezeichnet dies als „intuitiv, aber falsch“.
Daten zeigen, dass Gebühreneinnahmen episodisch und nicht strukturell sind. Während Spitzen durch „Ordinals“ oder Netzwerküberlastung vorübergehende Entlastung bieten, machen sie selten mehr als einen niedrigen einstelligen Prozentsatz der Gesamteinnahmen aus. Wie der Bericht unverblümt feststellt: „Ein Geschäft kann nicht auf wiederkehrender Überlastung basieren.“

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Die Schlussfolgerung für den Mining-Sektor ist eindeutig: Die Infrastruktur bleibt wertvoll, aber die Anwendung verändert sich. Bitcoin-Miner verfügen über eine äußerst begehrte Ressource: stabilisierte Stromversorgung mit hoher Dichte. Da die gestrichelten Linien der Mining-Margen immer dünner werden, ist die Umstellung auf KI-Rechenzentren kein Nebenschauplatz mehr – sie ist der einzige realistische Weg, um in einer Welt, in der Bitcoin endlich erwachsen geworden ist, über Wasser zu bleiben.
FAQ ❓
- Was hat sich laut dem Wintermute-Bericht an der Rentabilität des Bitcoin-Minings geändert? Der Bericht zeigt, dass die Ära, in der man sich für die Rentabilität auf Preisanstiege verlassen konnte, vorbei ist, da sich Bitcoin zu einem ausgereiften Vermögenswert entwickelt.
- Warum ist die Rendite von Epoch 5 deutlich niedriger als in früheren Epochen? Aktuelle Daten zeigen für Epoch 5 eine Rendite von nur dem 1,15-Fachen, was in starkem Kontrast zu früheren Renditen von 10- und 20-fach steht.
- Wie haben sich die jüngsten Genehmigungen der SEC auf die Margen im Bitcoin-Mining ausgewirkt? Die Zulassung von börsengehandelten Fonds hat zu einem liquideren Vermögenswert geführt, was die Volatilität verringert und die Margen der Miner geschmälert hat.
- Was sagt der Wintermute-Bericht zur „Fee-Backstop“-Theorie? Der Bericht stellt die Vorstellung in Frage, dass steigende Transaktionsgebühren sinkende Blocksubventionen kompensieren können, und bezeichnet sie als „intuitiv, aber falsch“.




