Coinbase eskaliert einen hochkarätigen Rechtsstreit über Prognosemärkte und argumentiert, dass das Bundesrecht — und nicht die staatlichen Glücksspielregeln — für Ereignisverträge gilt, ein Konflikt, der die US-amerikanische Finanzinnovation, die Regulierungsbehörde und den Marktzugang neu gestalten könnte.
Coinbase verklagt 3 Staaten, da Prognosemärkte einen Konflikt zwischen Bundes- und Glücksspielrecht auslösen.

Coinbase fordert staatliche Glücksspielgesetze für Prognosemärkte heraus
Prognosemärkte prägen zunehmend die Debatten über finanzielle Innovation, Marktstruktur und die Grenzen zwischen staatlicher und bundesstaatlicher Aufsicht. Coinbase Financial Markets Inc., ein bundesweit regulierter Derivatevermittler, der mit der Krypto-Börse Coinbase (Nasdaq: COIN) verbunden ist, reichte am 18. Dezember eine Klage ein, um feststellenden und einstweiligen Rechtsschutz zu beantragen, um zu verhindern, dass Beamte staatliche Glücksspielgesetze auf bundesweit regulierte Prognosemärkte und Ereignisverträge anwenden, und beansprucht die ausschließliche Bundesaufsicht.
Chefsyndikus Paul Grewal erklärte auf der Social-Media-Plattform X:
Heute hat Coinbase in CT, MI und IL Klagen eingereicht, um das Offensichtliche zu bestätigen: Prognosemärkte fallen eindeutig unter die Zuständigkeit der CFTC, nicht eines einzelnen staatlichen Glücksspielregulators (geschweige denn von 50). Die Bemühungen der Staaten, diese Märkte zu kontrollieren oder vollständig zu blockieren, ersticken Innovationen und verletzen das Gesetz.
Die Klagen richten sich gegen Vollzugsdrohungen und regulatorische Übertreibungen von Beamten in Illinois, Michigan und Connecticut. Diese staatlichen Behörden haben gewarnt, dass Unternehmen, die den Zugang zu sportbezogenen Ereignisverträgen ohne staatliche Glücksspiellizenzen ermöglichen, mit zivil- und strafrechtlichen Sanktionen rechnen müssen.
Laut den Beschwerden haben diese Staaten Unterlassungsverfügungen oder öffentliche Warnungen an Unternehmen, darunter Kalshi, den Austauschpartner von Coinbase, herausgegeben, in denen behauptet wird, dass sportbezogene Prognosemärkte nach staatlichen Statuten rechtswidriges Glücksspiel darstellen. Coinbase Financial Markets behauptet, dass das Commodity Exchange Act Ereignisverträge als Swaps klassifiziert und sie unter die ausschließliche Zuständigkeit der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) stellt, wodurch das staatliche Recht in allen drei Gerichtsbarkeiten verdrängt wird.
Coinbase hat sein Angebot für Prognosemärkte offiziell am 17. Dezember gestartet und markiert damit einen entscheidenden Wendepunkt in seiner Strategie, eine diversifizierte „Alles-Börse“ zu werden. Der Rollout war Teil eines breiteren System-Update-Events, bei dem das Unternehmen auch den U.S.-Nutzern den 24/7 provisionsfreien Aktien- und ETF-Handel vorstellte, wodurch das Unternehmen über digitale Vermögenswerte hinaus in traditionelle Finanzprodukte expandierte.
Grewal erklärte die Unterscheidung, die dem Rechtsstreit zugrunde liegt, weiter:
Prognosemärkte unterscheiden sich grundlegend von Sportwetten. Casinos gewinnen nur, wenn Sie verlieren, und setzen Quoten, um ihre Gewinne zu maximieren. Prognosemärkte sind neutrale Börsen, die unabhängig vom Preis Käufer und Verkäufer zusammenbringen.
In einem nachfolgenden Beitrag betonte Grewal: „Wir liegen sowohl rechtlich als auch faktisch richtig. Und wir werden es beweisen.“ Die Einreichung argumentiert, dass die Unterwerfung von bundesweit genehmigten Prognosemärkten unter die Glücksspielregime der einzelnen Bundesstaaten die Liquidität fragmentieren, den einheitlichen Marktzugang untergraben und mit den bundesstaatlichen Anforderungen für eine unparteiische Teilnahme an ausgewiesenen Vertragsmärkten kollidieren würde. Coinbase Financial Markets bittet das Gericht, die staatlichen Beamten daran zu hindern, staatliche Glücksspielgesetze gegen seine Aktivitäten auf Vorhersagemärkten durchzusetzen, und diese Gesetze für verdrängt zu erklären, da eine konsistente bundesstaatliche Aufsicht die legale Innovation und Marktintegrität am besten unterstützt.
FAQ ⏰
- Warum verklagt Coinbase mehrere Staaten wegen Prognosemärkten?
Coinbase argumentiert, dass das Bundesrecht der CFTC die exklusive Autorität über Prognosemärkte gibt und damit die staatlichen Glücksspielstatuten verdrängt. - Was sind Prognosemärkte nach dem Commodity Exchange Act?
Coinbase Financial Markets sagt, dass Ereignisverträge Swaps sind, die bundesweit von der CFTC reguliert werden. - Wie unterscheiden sich Prognosemärkte von Sportwetten?
Prognosemärkte fungieren als neutrale Börsen, die Käufer und Verkäufer zusammenführen, anstatt Quoten für Gewinne festzulegen. - Was könnte die Durchsetzung durch den Staat für Prognosemärkte bedeuten?
Coinbase warnt, dass dadurch die Liquidität fragmentiert, der Zugang eingeschränkt und die einheitliche bundesstaatliche Marktaufsicht untergraben würde.




