Ein Gericht in Shanghai ordnete eine teilweise Rückerstattung an, nachdem es einen Token-Fundraising-Vertrag als illegal eingestuft und Verstöße gegen die chinesischen Finanzvorschriften festgestellt hatte.
Chinesisches Gericht ordnet Rückerstattung in umstrittenem Krypto-Vertragsstreit an
Dieser Artikel wurde vor mehr als einem Jahr veröffentlicht. Einige Informationen sind möglicherweise nicht mehr aktuell.

Token-Fundraising erleidet schweren Rückschlag durch Urteil eines Shanghaier Gerichts
Das Oberste Gericht in Shanghai veröffentlichte am Montag Details auf Wechat zu einem kryptowährungsbezogenen Fall, der die rechtlichen Komplexitäten von virtuellen Währungsaktivitäten in China beleuchtet. Das Volksgericht des Stadtteils Songjiang urteilte über einen Vertragsstreit zwischen einem landwirtschaftlichen Entwicklungsunternehmen, genannt Unternehmen X, und einer Investmentmanagementfirma, identifiziert als Unternehmen S.
Der Streit drehte sich um eine Vereinbarung zur Token-Ausgabe und zum Fundraising, die das Gericht als Verstoß gegen chinesische Finanzvorschriften ansah. Obwohl Unternehmen X 300.000 Yuan (41.398 $) für Dienstleistungen einschließlich der Erstellung eines Whitepapers zahlte, versäumte es Unternehmen S, die Token auszugeben, und verwies auf zusätzliche Entwicklungskosten außerhalb des vereinbarten Rahmens.
Das Gericht erklärte die Blockchain-Vereinbarung für ungültig und stellte fest, dass die Finanzierung durch Token-Ausgabe illegale öffentliche Fundraising in China darstellt. Beide Parteien verfügten nicht über die Genehmigung, Token auszugeben, was ihre Vereinbarung zu einem Verstoß gegen zwingende gesetzliche Bestimmungen machte. Das Urteil betonte, dass solche Aktivitäten die finanzielle Ordnung stören und Risiken von Finanzbetrug und anderen Straftaten mit sich bringen. Infolgedessen ordnete das Gericht an, dass Unternehmen S 250.000 Yuan an Unternehmen X teilweise zurückerstatten muss, wobei beide Parteien für den ungültigen Vertrag verantwortlich gemacht wurden.
Mehrere chinesische Gerichte haben entschieden, dass virtuelle Währungen wie Bitcoin nach dem Gesetz als Eigentum betrachtet werden, was ihren wirtschaftlichen Wert und die Möglichkeit, Eigentum zu sein und übertragen zu werden, anerkennt. Diese Urteile unterscheiden typischerweise zwischen dem Status von virtuellen Währungen als Eigentum und ihrem Verbot in finanziellen Transaktionen. Während Chinas regulatorische Haltung die Nutzung virtueller Währungen für Handel, Fundraising oder Zahlung streng verbietet, aufgrund von Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität und illegalen Aktivitäten, haben Gerichte ihre eigentumsähnlichen Merkmale in bestimmten Kontexten anerkannt.
Das Volksgericht des Stadtteils Songjiang konzentrierte sich auf die Rechtmäßigkeit der mit der Token-Ausgabe und dem Fundraising verbundenen Finanzaktivitäten und stellte fest, dass der Vertrag gegen Finanzvorschriften verstieß. Aktivitäten wie die Token-Ausgabe werden nach chinesischem Recht als illegale öffentliche Finanzierung klassifiziert, wodurch die Vereinbarung zwischen Unternehmen X und Unternehmen S nicht durchsetzbar ist. Das Urteil des Gerichts legt nahe, dass es irrelevant ist, ob virtuelle Währungen als Eigentum anerkannt werden, wenn es um die Gültigkeit von Vereinbarungen geht, die rechtswidrige Aktivitäten umfassen.




