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Charles Schwab nennt zwei Ansätze für die Krypto-Allokation, die zu einem Bitcoin-Anteil von bis zu 22,4 % führen

Die Gewichtung von Bitcoin und Ethereum in diversifizierten Portfolios kann mit steigenden Renditeerwartungen von nahezu null auf über 20 % schwanken, wobei Charles Schwab aufzeigt, dass die Annahmen der Anleger die Rolle von Kryptowährungen bei der Portfoliozusammensetzung direkt bestimmen. Wichtige Erkenntnisse:

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Charles Schwab nennt zwei Ansätze für die Krypto-Allokation, die zu einem Bitcoin-Anteil von bis zu 22,4 % führen
  • Charles Schwab zeigt, dass die Bitcoin-Allokation je nach Renditeannahmen bis zu 22,4 % betragen kann.
  • Bei moderaten Portfolios erreichen die Bitcoin-Anteile 16,9 %, wenn die erwarteten Renditen auf 25 % steigen.
  • Risikobasierte Modelle zeigen, dass ein Bitcoin-Engagement von 1,2 % 10 % des gesamten Portfoliorisikos ausmachen kann.

Krypto-Allokationsmodelle verschieben sich mit den Renditeannahmen

Kryptowährungsallokationen werden bei der Portfoliozusammenstellung zunehmend formalisiert, da Investoren von Neugier zu strukturiertem Engagement übergehen. Charles Schwab, ein großes Finanzdienstleistungsunternehmen, untersuchte diesen Wandel in einem am 6. April veröffentlichten Bericht. Die Analyse skizziert zwei primäre Ansätze für die Einbindung von Bitcoin und Ethereum und hebt gleichzeitig hervor, wie sich die Allokationen unter verschiedenen Annahmen verändern.

Der erste Ansatz ist ein traditionelles Allokationsmodell, das auf Annahmen zu erwarteter Rendite, Volatilität und Korrelation basiert. Dieser Rahmen führt zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen, je nach Überzeugung des Anlegers. In dem Bericht heißt es:

„Allokationen reagieren sehr empfindlich auf die subjektive Einschätzung der erwarteten Rendite durch den Anleger und hängen stark davon ab.“

Wie in der folgenden Grafik dargestellt, variieren die Allokationsergebnisse je nach Renditeannahmen erheblich. Bei einer erwarteten Rendite von 10 % bleiben die Bitcoin-Allokationen minimal: 0 % für konservative Portfolios, 1,5 % für moderate Portfolios und 1,9 % für aggressive Portfolios. Wenn die erwarteten Renditen auf 15 % steigen, erhöhen sich die Allokationen auf 1,0 % (konservativ), 6,6 % (moderat) und 8,8 % (aggressiv). Bei einem optimistischeren Renditeszenario von 25 % steigen die Allokationen stark an auf 3,1 %, 16,9 % bzw. 22,4 % für konservative, moderate und aggressive Portfolios.

Schwab fügte hinzu: „Das Engagement eines moderaten Anlegers bei einer erwarteten Rendite von 25 % aus Bitcoin impliziert eine Allokation von 16,9 %, gegenüber nur 1,5 %, wenn der Anleger eine Rendite von 10 % erwartet.“

Charles Schwab Identifies 2 Crypto Allocation Approaches Driving Bitcoin Weights as High as 22.4%

Das gleiche Muster gilt für Ethereum, wenn auch mit geringeren Gewichten aufgrund seiner höheren Volatilität. Bei einer erwarteten Rendite von 15 % erreichen die Ethereum-Allokationen 0,1 % (konservativ), 2,0 % (moderat) und 2,5 % (aggressiv). In einem 25-%-Szenario steigen diese Zahlen auf 1,4 %, 8,2 % bzw. 10,7 %. Bemerkenswert ist, dass bei erwarteten Renditen von 5 % oder weniger sowohl Bitcoin als auch Ethereum in allen Portfoliotypen eine Allokation von 0 % erhalten. Dies untermauert eine wichtige Schwelle im Rahmenwerk.

In dem Bericht heißt es: „Unsere Analyse legt nahe, dass weder Bitcoin noch Ether eine ausreichend hohe risikobereinigte Rendite bieten, um eine Allokation zu rechtfertigen, wenn die Renditeerwartungen unter 10 % liegen – selbst für einen aggressiven Anleger.“

Die Analyse basiert auf den Kapitalmarkterwartungen von Schwab Asset Management zum 31. Oktober 2025 unter Verwendung von Bitcoin-Daten vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Oktober 2025 und Ethereum-Daten vom 8. Februar 2018 bis zum 31. Oktober 2025. Die Grafik zeigt drei Anlegerprofile: konservativ (8 % Aktien/92 % festverzinsliche Wertpapiere), moderat (64 % Aktien/36 % festverzinsliche Wertpapiere) und aggressiv (96 % Aktien/4 % festverzinsliche Wertpapiere), wobei Krypto-Allokationen einen Teil der Aktien ersetzen.

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Ein risikobasiertes Rahmenwerk zeigt den überproportionalen Einfluss von Kryptowährungen

Der zweite Ansatz ist ein Rahmenwerk zur Risikobudgetierung, das Kryptowährungen auf der Grundlage ihres Beitrags zum Gesamtrisiko des Portfolios und nicht auf der Grundlage der erwarteten Renditen zuweist. Anstatt sich auf Renditeannahmen zu stützen, konzentriert sich dieser Ansatz darauf, wie viel Volatilität ein Anleger bereit ist, Kryptowährungen zuzuweisen. Diese Methode verdeutlicht, wie wenig Kapital für ein bedeutendes Engagement erforderlich ist.

Schwab merkte weiter an: „Es bedarf lediglich einer Allokation von 1,2 % in Bitcoin und einer Allokation von 0,9 % in Ether, um das 10-Prozent-Risikoniveau zu erreichen.“ Bei beiden Ansätzen bleibt die Schlussfolgerung konsistent. Der Bericht stellt fest: „Es gibt keine ‚richtige‘ Allokation in Kryptowährungen, und wir glauben, dass die Entscheidung weitgehend eine persönliche ist.“ Die Analyse betont zudem die Auswirkungen und merkt an:

„Selbst geringe Allokationen in Bitcoin oder Ether können die Portfolio-Performance erheblich beeinflussen.“

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