Chainalysis hat diese Woche seine ersten Blockchain-Intelligence-Agenten eingeführt und damit automatisierte Ermittlungs- und Compliance-Tools für alle Mitarbeiter verfügbar gemacht – nicht nur für geschulte Analysten.
Chainalysis setzt KI-Agenten ein, um der kriminellen Nutzung künstlicher Intelligenz im Kryptobereich entgegenzuwirken

Chainalysis stellt Compliance-Teams KI-gestützte Ermittlungstools zur Verfügung
Die Ankündigung erfolgte auf der jährlichen Links-Konferenz des Unternehmens, wo CEO Jonathan Levin die Einführung als direkte Reaktion auf kriminelle Akteure bezeichnete, die bereits KI nutzen, um Betrug, Diebstahl und Geldwäsche in großem Stil zu betreiben. Chainalysis gab an, in mehr als einem Jahrzehnt Milliarden von Transaktionen geprüft und über zehn Millionen Ermittlungen unterstützt zu haben. Die Agenten basieren laut Angaben des Unternehmens auf diesem Datensatz und werden nicht einfach darüber gelegt.
Bislang erforderte die Gewinnung aussagekräftiger Erkenntnisse aus der Chainalysis-Plattform eine spezielle Schulung. Die neuen Agenten sind so konzipiert, dass Führungskräfte, Compliance-Beauftragte und Ermittler Zugriff auf dieselben zugrunde liegenden Daten und dasselbe institutionelle Wissen erhalten, ohne dass tiefgreifendes technisches Fachwissen erforderlich ist.
Das Unternehmen zog eine klare Grenze zwischen seinem Ansatz und der breiteren Welle von KI-Agent-Produkten, die derzeit auf den Markt kommen. Ohne eine verifizierte, domänenspezifische Datenschicht im Hintergrund, so argumentierte Levin, seien KI-Agenten lediglich Sprachmodelle, die Vermutungen anstellen. Chainalysis positioniert seinen Datensatz – der von Regierungen, Finanzinstituten und Krypto-Unternehmen genutzt wird und vor Gericht als zulässig anerkannt ist – als das, was die Ergebnisse der Agenten vertretbar macht.
Vier Prinzipien bestimmen, wie die Agenten aufgebaut sind. An erster Stelle steht die Datenqualität, wobei das Unternehmen argumentiert, dass leistungsfähigere Modelle genaue zugrunde liegende Daten umso wichtiger machen, nicht weniger. Kontext und Argumentation folgen, wobei auf das gesammelte Fachwissen von Chainalysis in Bezug auf verschiedene Ermittlungsarten und Compliance-Verpflichtungen zurückgegriffen wird.
Drittens hat das Unternehmen überprüfbare, deterministische Arbeitsabläufe integriert, sodass identische Eingaben bei Entscheidungen mit hohem Risiko zu identischen Ergebnissen führen. Schließlich behalten Menschen die Kontrolle darüber, was automatisiert wird und auf welcher Ebene der Autonomie.
Das Unternehmen verkauft die Agenten nicht als Ersatz für Analysten. Das Design hält menschliche Entscheidungsträger bei regulierten und risikoreichen Aufgaben im Bilde, während die Agenten die Anreicherung, Eskalation und Berichterstellung zügig übernehmen.
Zu den ersten Anwendungsfällen, die bereits in der Entwicklung sind, gehören Multi-Chain-Ermittlungsworkflows, die tagelange Arbeit auf Minuten verkürzen, die automatisierte Anreicherung von Warnmeldungen, die vor der Eskalation oder Zurückweisung einer Compliance-Warnung Kontextdaten aus der gesamten Plattform abruft, sowie strukturierte Intelligence-Berichte auf Abruf. Teams haben Agenten auch genutzt, um benutzerdefinierte Webanwendungen für Ermittlungs- oder Compliance-Workflows zu erstellen und zeitbasierte Transaktionsidentifizierung über große Datensätze hinweg durchzuführen.
Die Sammlung von Open-Source-Informationen ist ein weiterer aktiver Anwendungsfall, bei dem Agenten OSINT sammeln und organisieren, um laufende Ermittlungen zu ergänzen. Das Unternehmen beschrieb zudem Szenarien, in denen Teams von Agenten On-Chain-Aktivitäten überwachen, Hinweise aufdecken und diese zur weiteren Bearbeitung an menschliche Mitarbeiter weiterleiten.
Chainalysis gab bekannt, dass die Agenten im Laufe des Sommers eingeführt werden, beginnend mit den Bereichen Ermittlungen und Compliance. Das Unternehmen erwartet im Laufe der Zeit eine breitere organisatorische Akzeptanz, wobei sich neue Kategorien von Blockchain-Erkenntnissen eröffnen, sobald die Teams die Tools einsetzen.

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Der Zeitpunkt spiegelt eine Dynamik im Wettlauf wider, auf die Levin direkt einging. Da kriminelle Operationen zur Skalierung immer stärker auf KI setzen, argumentiert das Unternehmen, dass die Ermittler und Compliance-Teams, die gegen sie vorgehen, eine entsprechende Geschwindigkeit benötigen.
Chainalysis veröffentlichte keine Preisdetails und nannte keine konkreten Kunden, die die Agenten in der frühen Entwicklungsphase nutzen. Das Unternehmen stellte die Ankündigung als Beginn einer Zusammenarbeit mit seiner Nutzerbasis dar. Levin merkte an, dass die Zukunft der Plattform gemeinsam mit den Kunden gestaltet werde, nicht vor ihnen.
FAQ 🔎
- Was sind Chainalysis-Blockchain-Intelligence-Agenten? Es handelt sich um KI-gestützte Tools, die Krypto-Ermittlungs- und Compliance-Workflows mithilfe des verifizierten Blockchain-Datensatzes von Chainalysis automatisieren.
- Wann werden die Chainalysis-Agenten verfügbar sein? Das Unternehmen plant, die Agenten im Sommer 2026 einzuführen, beginnend mit Anwendungsfällen in den Bereichen Ermittlungen und Compliance.
- Wer kann Chainalysis-Agenten nutzen? Die Agenten sind für alle Mitarbeiter eines Unternehmens konzipiert – einschließlich Führungskräfte und Compliance-Mitarbeiter – und nicht nur für ausgebildete Blockchain-Analysten.
- Sind die Ergebnisse der Chainalysis-Agenten in Gerichtsverfahren zulässig? Die Plattform nutzt überprüfbare, deterministische Workflows und Daten, die bereits als zuverlässig und vor Gericht zulässig eingestuft wurden, um fundierte Entscheidungen zu unterstützen.




