Bundesbehörden haben kritische Mängel in den Krisenmanagementstrategien – bekannt als “Living Wills” – von vier großen US-Banken hervorgehoben, was auf einen Vorstoß für stärkere Sicherheitsmaßnahmen gegen finanzielle Turbulenzen hinweist. Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) und die Federal Reserve gaben bekannt, dass die Pläne der Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs und JPMorgan Chase hinter den Erwartungen zurückblieben und setzten eine Frist bis 2025 für die notwendigen Überarbeitungen fest.
Bundesaufsichtsbehörden markieren 4 große US-Banken wegen mangelhafter Krisenbewältigung; fordern Überarbeitungen des Notfallplans
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Großbanken unter Beobachtung: FDIC, Fed fordern Überarbeitung der Living Wills
Living Wills, seit dem Finanzkollaps 2008 und den nachfolgenden Dodd-Frank-Reformen vorgeschrieben, verlangen von den Banken, einen geordneten Konkursprozess ohne Rückgriff auf Steuerzahlergelder zu skizzieren. Allerdings haben jüngste Bewertungen der FDIC und der Fed bemerkenswerte Schwächen in den Strategien dieser Bankriesen offengelegt, was Zweifel an ihrer Fähigkeit, systemische Risiken effektiv abzumildern, aufkommen lässt.
Insbesondere Citigroups Plan wurde zwischen den beiden Behörden kontrovers diskutiert und als unglaubwürdig eingestuft, da er nicht sicherstellte, dass eine geordnete Abwicklung gemäß dem US-Konkursgesetz gewährleistet ist – eine deutliche Erinnerung an die nun erwarteten strengen regulatorischen Standards. Trotz dieser Rückschläge sind die Banken weiterhin entschlossen, ihre Mängel zu beheben. Citigroup hat die Dringlichkeit erkannt, seine Datenqualität und regulatorischen Rahmenbedingungen zu verbessern, um den Bundesvorgaben gerecht zu werden.
„Wir haben anerkannt, dass wir unsere Arbeit in bestimmten Bereichen beschleunigen mussten, einschließlich der Verbesserung der Datenqualität und regulatorischer Prozesse wie der Abwicklungsplanung“, sagte Citigroup in einem von Marketwatch veröffentlichten Bericht. „Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass Citi ohne nachteilige Auswirkungen auf das System oder die Notwendigkeit von Steuergeldern abgewickelt werden könnte“, fügte die Bank hinzu.
Da die Frist näher rückt, wird erwartet, dass diese Finanzinstitute ihre Abwicklungspläne überarbeiten und sich auf Notfallmaßnahmen konzentrieren sowie die erforderlichen Genehmigungen von internationalen Behörden einholen, um ihre Strategien umzusetzen. Diese Richtlinie kommt im Nachklang der finanziellen Turbulenzen des letzten Jahres, die zum Zusammenbruch der Silvergate Bank, Silicon Valley Bank, First Republic Bank und Signature Bank führten. In der Folge scheiterten auch die First-Citizens Bank & Trust Company und die Republic First Bank.
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