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Bulgarische ‚Krypto-Königin' lebt und versteckt sich in Südafrika: Bericht

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Ein deutscher Bericht behauptet, die flüchtige Ruja Ignatova, die “Krypto-Queen”, sei am Leben und lebe in einem wohlhabenden Viertel von Kapstadt, Südafrika.

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Bulgarische ‚Krypto-Königin' lebt und versteckt sich in Südafrika: Bericht

Ignatovas Familie zeigt keine Anzeichen von Trauer

Die flüchtige Ruja Ignatova, bekannt als die Krypto-Queen und Gründerin von Onecoin, ist am Leben und lebt derzeit in einem wohlhabenden Teil von Kapstadt, Südafrika, so ein Bericht der deutschen Publikation Der Spiegel. Die sensationelle Nachricht widerspricht, falls zutreffend, den Behauptungen, dass Ignatova ermordet, zerstückelt und 2018 im Ionischen Meer versenkt wurde.

Laut dem Bericht im Der Spiegel kamen die deutschen Behörden, die Ignatova und ihre Mitverschwörer im Onecoin-Betrug untersucht haben, zu dem Schluss, dass sie am Leben ist, nachdem sie Lücken in den Beweisen gefunden hatten, die ihren ehemaligen Sicherheitschef belasten. Wie von mehreren Medien berichtet, darunter Bitcoin.com News im Februar 2023, wurde angenommen, dass Ignatova im Auftrag des bulgarischen Drogenbosses Christophoros Amanatidis ermordet wurde.

In einer kommenden Dokumentation widersprechen die deutschen Behörden dieser Theorie jedoch, indem sie auf Beweise hinweisen, die zeigen, dass Ignatovas angeblicher Mörder in niederländischer Haft war, als der “Mord” begangen wurde. Kommentierend zu dieser Entdeckung sagte Sabine Dässel, Sprecherin der deutschen Kriminalpolizei LKA Düsseldorf:

“Wir gehen davon aus oder arbeiten mit der Hypothese, dass Ruja Ignatova noch am Leben ist. Dies wird auch durch die Reaktionen innerhalb ihrer Familie unterstützt, zu der Ignatova immer engen Kontakt pflegte. Die Tochter und Schwester werden nicht von ihren Familienmitgliedern betrauert, daher gibt es offenbar keine Kenntnis über den Tod von Ruja Ignatova innerhalb der Familie. Es gibt keinen Mord. Sie lebt, Punkt”, wird Dässel im Bericht zitiert.

Krypto-Queen versteckt sich in schwer bewachten südafrikanischen Vorort

Die Sprecherin behauptete auch, dass das LKA Düsseldorf Hinweise erhalten habe, die darauf hindeuten, dass Ignatova in Südafrika sei. Das Team des deutschen Filmemachers Johan von Mirbach, der eine Dokumentation über Ignatova dreht, behauptet, einen Tipp über ihren Aufenthaltsort von Quellen in südafrikanischen Sicherheitskreisen erhalten zu haben.

In der Zwischenzeit scheinen die deutschen Behörden sich auch auf die Aussage des ehemaligen Onecoin-Mitarbeiters Duncan Arthur zu stützen, der Behauptungen vehement zurückweist, dass Ignatova tot sei. Laut Arthur hatte Ignatova weit über ihr vermeintliches Todesdatum hinaus Kontakt zu ihrem Bruder Konstantin gehalten.

Darüber hinaus haben Konstantins angebliche Reisen nach Kapstadt im Jahr 2018 Spekulationen ausgelöst, dass er dort war, um sich mit seiner Schwester zu treffen. Laut dem Bericht im Der Spiegel könnte die Überprüfung der Behauptungen, dass Ignatova tatsächlich am Leben ist, jedoch schwierig sein, da Ignatovas angeblicher Wohnort von schwer bewaffneten privaten Sicherheitsfirmen bewacht wird.

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