Der russische Finanzminister gab Einblicke in die Funktionsweise des neuen BRICS-Zahlungssystems auf dem jüngsten Gipfel in Kasan. Anton Siluanov erklärte, dass das moderne System digitale Finanzanlagen berücksichtigen und in der Lage sein wird, Finanznachrichten zu übermitteln.
BRICS-Zahlungssystem als SWIFT-Ersatz? Netzwerk zur Implementierung digitaler Vermögenswerte und Finanznachrichten
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Vorgeschlagenes BRICS-Zahlungssystem könnte digitale Vermögenswerte als Währungen nutzen
Das auf dem BRICS-Gipfel in Kasan vorgeschlagene neue Zahlungssystem wird multivalutar sein und eine höhere Integration digitaler Finanzanlagen mit traditionellen Netzwerken ermöglichen. Anton Siluanov, der russische Finanzminister, erläuterte mehr über die Funktionsweise dieses Systems und wie es innovativ sein würde, um die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren.
Am Rande des BRICS-Gipfels in Kasan, der aus Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) besteht, detaillierte Siluanov:
Dieses Zahlungssystem wird einerseits den Ersatz von Bankorganisationen ermöglichen. Andererseits wird es ein System zur Übermittlung von Finanznachrichten enthalten.
Siluanovs Aussagen beflügeln dieses neue Zahlungsnetzwerk als Äquivalent zur Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications (SWIFT), einem Finanznetzwerk, das als De-facto-Standard für grenzüberschreitende Zahlungen gilt, die auf dem Korrespondenzbankprinzip basieren.
Siluanov erklärte jedoch, dass dieses neue System diese Messaging-Fähigkeiten mit einer Innovation kombinieren würde: digitale Finanzanlagen (DFA). “Dieses System basiert auf neuen Formaten und Ansätzen unter Berücksichtigung der Nutzung digitaler Finanzanlagen. Dies ist ein neues Systemdesign”, betonte er.
SWIFT experimentiert jedoch auch mit der Ergänzung digitaler Vermögenswert-Messaging-Funktionen in seinem globalen Zahlungsnetzwerk. Im September teilte die Organisation mit, dass diese Funktion noch in der Testphase war und sich auf die Integration digitaler Währungen der Zentralbanken in ihr Netzwerk konzentrierte.
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Im März unterzeichnete Präsident Putin ein Gesetz, das diese Werkzeuge für inländische Zahlungen verbietet, aber deren Nutzung für internationale Abrechnungen zulässt. Zu den DFA-Anlagen zählen Elemente wie tokenisierte Metalle und sogar digitale Währungen der Zentralbanken.
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Siluanov betonte, dass der Aufbau dieses Systems für den Block von größter Bedeutung sei, da das aktuelle Nachrichtensystem politisiert worden sei, was es zu einem heißen Thema auf dem BRICS-Gipfel mache.
Writers’ Take: Die Implementierung digitaler Finanzanlagen im BRICS-Zahlungssystem öffnet die Türen für digitale Zentralbankwährungen und sogar Gold-Token, um den internationalen Handel zu fördern. Vorbehaltlich lokaler Vorschriften des Blocks würde dieser Schritt diesen Vermögenswerten eine zentrale Rolle als Lösung für den Rohstoffhandel zwischen blockierten Ländern geben, die von Sanktionen betroffen sind, und die tatsächliche “Tauschmedium”-Adoption in die Höhe treiben.




