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Brasilien führt Gesetz zur Einrichtung einer strategischen Bitcoin-Reserve ein

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Die brasilianische Abgeordnetenkammer hat förmlich einen Gesetzentwurf eingeführt, der die Schaffung einer strategischen souveränen Bitcoin-Reserve (RESBit) zur Diversifizierung der nationalen Finanzanlagen und zur Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit vorschlägt.

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Brasilien führt Gesetz zur Einrichtung einer strategischen Bitcoin-Reserve ein

Brasilien schlägt Bitcoin-Reserve zur Stärkung der Wirtschaft und Förderung von Innovationen vor

Das Gesetz, benannt “Projeto de Lei 4501/2024″ und verfasst von Bundesabgeordneter Eros Biondini, zielt darauf ab, Brasilien als Vorreiter in digitaler Innovation zu positionieren und die Wirtschaft gegen globale Unsicherheiten zu schützen. Bei Zustimmung würde das Gesetz der Regierung ermöglichen, bis zu 5% der internationalen Reserven des Landes in Bitcoin (BTC) anzulegen.

Laut der Vorschläge soll diese strategische Diversifizierung Brasiliens Exposition gegenüber Währungsschwankungen und geopolitischen Risiken reduzieren und gleichzeitig die Einführung von Blockchain-Technologie im öffentlichen und privaten Sektor fördern. Die RESBit-Initiative beinhaltet Maßnahmen zur Sicherstellung von Transparenz und Rechenschaftspflicht.

Im Rahmen des vorgeschlagenen Systems wird die Zentralbank von Brasilien in Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium die Verwaltung der Reserve überwachen. Regelmäßige halbjährliche Berichte über Akquisitionen, Leistungen und damit verbundene Risiken werden dem Kongress und der Öffentlichkeit vorgelegt.

Um Sicherheitsbedenken auszuräumen, fordert das Gesetz auch die Nutzung fortgeschrittener Speichermethoden wie Cold Wallets und dezentralisierter Backup-Protokolle zum Schutz der digitalen Vermögenswerte des Nationalstaats. Ein zentraler Bestandteil des Gesetzes ist die Ausrichtung der Reserven an den breiteren wirtschaftlichen Zielen Brasiliens.

Dies umfasst die Erkundung von Bitcoin (BTC) als potenzielle Sicherheit für die kommende zentrale Bankdigitalwährung des Landes, den Real Digital (Drex). Darüber hinaus betont der Vorschlag die Förderung von Bildung und Innovation, mit Initiativen zur Schulung von Staatsbediensteten und zur Förderung von Blockchain-Startups.

Die Begründung des Gesetzes hebt den globalen Präzedenzfall zur Integration von Kryptowährungen in nationale Strategien hervor. Dabei werden Beispiele wie die Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel in El Salvador, die Genehmigung von Bitcoin-ETFs in den USA und die Entstehung von Dubai als Zentrum für Blockchain-Innovation angeführt. Befürworter argumentieren, dass Brasiliens hohe Akzeptanz von Kryptowährungen, mit über 16% der Bevölkerung, die 2022 angeblich in kryptobezogenen Aktivitäten engagiert waren, diese Initiative sowohl zeitgemäß als auch vorteilhaft macht.

Kritiker könnten Bedenken hinsichtlich Volatilität und regulatorischer Herausforderungen äußern, aber die Befürworter des Gesetzes bestehen darauf, dass strategische Planung und starke Aufsicht die Risiken mindern werden. Das Gesetzesvorhaben verpflichtet sich auch zur Einhaltung der Gesetze zur fiskalischen Verantwortung, um sicherzustellen, dass die Initiative die öffentlichen Finanzen nicht gefährdet.

Im Falle einer Verabschiedung könnte die RESBit einen wichtigen Schritt zur Integration digitaler Vermögenswerte in Brasiliens wirtschaftliches Rahmenwerk markieren und das Land mit globalen Trends in finanzieller Innovation in Einklang bringen. Brasiliens Ankündigung steht im Einklang mit zunehmenden Diskussionen in den Vereinigten Staaten über die Schaffung einer BTC-Reserve, einem Konzept, das seit Donald Trumps Präsidentschaftssieg an Dynamik gewonnen hat. Diese als „Strategische Bitcoin-Reserve“ bezeichnete Initiative wird weithin als mutiger Versuch angesehen, die Stellung der USA als Vorreiter in der Adoption von Kryptowährungen und des finanziellen Fortschritts zu festigen.

Die Senatorin aus Wyoming, Cynthia Lummis, hat sich als lautstarke Befürworterin der Idee hervorgetan und bringt Gesetzgebung voran, die darlegt, wie das Finanzministerium diese digitalen Vermögenswerte erwerben und sichern könnte. Der Vorschlag, der prominent während Trumps Kampagne erwähnt wurde, skizziert einen Plan zum Kauf von bis zu einer Million Bitcoins im Laufe mehrerer Jahre. Befürworter sehen in dieser Reserve eine Möglichkeit, die Rolle des US-Dollars als globale Reservewährung zu stärken und gleichzeitig einen kreativen Ansatz zur Reduzierung der Staatsverschuldung zu bieten, indem sie das steigende Wertpotenzial von Bitcoin nutzt.



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