Das Finanzministerium wird einen Erlass, der Kryptowährungs-Transaktionen mit Devisengeschäften gleichsetzt, zur öffentlichen Konsultation stellen, ein Schritt, der es der Regierung ermöglichen würde, diese Ströme zu besteuern. Das Thema wird voraussichtlich eine heftige Diskussion im Kongress und sogar rechtliche Auseinandersetzungen entfachen.
Brasilien bereitet sich darauf vor, den Kryptowährungsfluss zu besteuern

Brasilien plant Krypto-Flüsse per Dekret zu besteuern, starke Opposition erwartet
Die brasilianische Regierung ist dabei, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, um die Steuer auf Finanzoperationen (IFO) auf Kryptowährungs- und Stablecoin-Flüsse anzuwenden.
Das Finanzministerium bereitet sich darauf vor, einen Erlass zu erlassen, der Kryptowährungstransaktionen mit dem Umtausch von Fremdwährungen gleichsetzt und den Weg zur Besteuerung dieser Ströme ebnet. Laut Valor Económico wird das Ministerium das Dokument zur öffentlichen Konsultation stellen, um die Auswirkungen einer solchen Maßnahme zu messen, die sicherlich die Nutzungstrends von Krypto im Land verändern wird.
Der Vorschlag, Krypto- und Stablecoin-Ströme zu besteuern, entstand aus der Einstufung einiger dieser Operationen als Devisengeschäfte durch die Zentralbank von Brasilien im letzten Jahr. Seitdem hat das Finanzministerium angekündigt, an einer Reihe von Maßnahmen zu arbeiten, um die Verwendung von Stablecoins zur Vermeidung von Steuern zu unterbinden.

Obwohl es noch keine spezifischen Informationen zu bestimmten Prozentsätzen gibt, erhebt das IFO eine Gebühr von 3,5% auf Überweisungen, Fremdwährungskäufe und Bargeldabhebungen mit Kreditkarten im Ausland. Experten wiesen darauf hin, dass dies auch eine verstärkte Überwachung dieser Transaktionen ermöglichen würde, wahrscheinlich auf der Ebene des Devisenhandels umgesetzt.
Trotzdem wird diese Initiative wahrscheinlich auf Widerstand seitens Abcripto, der brasilianischen Assoziation der Kryptoökonomie, und auch des Kongresses stoßen. Im Januar erklärte Julia Rosin, Präsidentin von Abcripto, dass, sollte eine solche Maßnahme verabschiedet werden, die Organisation die Regierung wegen Verfassungswidrigkeit verklagen würde.
Abgeordneter Aureo Ribeiro hat ebenfalls erklärt, dass er die Besteuerung von Stablecoins nicht unterstützen würde, und sagte, dass eine Genehmigung den brasilianischen Bürgern schaden würde. “Ich bin total dagegen. Ich würde keine Stablecoin besteuern, weder die an den Dollar noch die an den Real gebunden”, betonte er im November.
Der Kongress war unschlüssig, ob er Steuern auf Krypto anwenden soll. Die provisorische Maßnahme 1.303, die die Einkommensteuerbefreiungen für Krypto-Händler aufhob, scheiterte im Oktober, wobei Präsident Lula betonte, dass diese Maßnahme nicht “eine dem Regierung auferlegte Niederlage, sondern dem brasilianischen Volk” sei.
Mehr lesen: Brasilianische Krypto-Industrie wird klagen, wenn Regierung Stablecoin-Besteuerung verfolgt
FAQ
- Was plant die brasilianische Regierung in Bezug auf die Besteuerung von Kryptowährungen?
Die brasilianische Regierung entwickelt einen rechtlichen Rahmen, um die Steuer auf Finanzoperationen (IFO) auf Kryptowährungs- und Stablecoin-Transaktionen anzuwenden. - Wie werden Kryptowährungstransaktionen in diesem neuen Rahmen klassifiziert?
Kryptowährungstransaktionen werden ähnlich wie Devisengeschäfte behandelt, was den Weg für die Besteuerung dieser Ströme ebnet. - Wie haben sich die Finanzbehörden zu Stablecoins geäußert?
Die Zentralbank von Brasilien hat einige Stablecoin-Operationen als Devisengeschäfte klassifiziert, was das Finanzministerium dazu veranlasst, Steuermaßnahmen zu erwägen, um ihren Einsatz zu regulieren. - Welcher Widerstand wird erwartet gegenüber den vorgeschlagenen Steuermaßnahmen?
Die Initiative könnte auf Widerstand von Organisationen wie Abcripto und Mitgliedern des Kongresses stoßen, wobei einige Führer versprechen, die Besteuerung von Stablecoins aus verfassungsrechtlichen Gründen abzulehnen oder anzufechten.




