In den letzten drei Jahren hat sich die Bitcoin-Mining-Hardware dramatisch entwickelt – von Maschinen, die massive Terahashes erzeugen, zu weit verbreiteten Rigs mit einer Effizienz von weniger als 20 Joule pro Terahash (J/TH). Auf dem World Digital Mining Summit letztes Monat hat Bitmain den Vorhang für eine Maschine gelüftet, die über ein Petahash pro Sekunde (PH/s) mit einem Energieverbrauch von nur 9,5 J/TH liefert.
Bitmains 1,16 PH/s Bitcoin Mining Bestie: Das ASIC-Wettrüsten wird jetzt ernst

Seit 2023 haben Bitcoin-Miner massive Fortschritte gemacht – jetzt durchbrechen sie die Petahash-Grenze
Diese anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreis (ASIC)-Maschinen werden immer leistungsfähiger. Bereits 2023 führte Bitmain’s Antminer S19 XP Hyd das Feld an mit einer hydrogekühlten Einheit, die 255 Terahash pro Sekunde (TH/s) erreichte. Kurz darauf trat Microbt‘s Whatsminer M53S++ ins Rennen mit einer maximalen Hashrate von 320 TH/s und einer Effizienzbewertung von 22 J/TH.
Die Messlatte wurde erneut angehoben, als Bitmain Ende 2023 und Anfang 2024 seine Antminer S21-Reihe vorstellte. Ein herausragendes Modell, der S21 XP+ Hydro, setzte Maßstäbe mit 500 TH/s und 11 J/TH. Als 2024 zu Ende ging, tauchte eine neue Klasse von Maschinen auf – noch nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich – und wies auf Leistungsniveaus hin, die doppelt so hoch sind wie die des S21 XP+ Hydro.
Im September 2024 ging Bitmain eine Partnerschaft mit Hut 8 ein, um einen direkten Flüssig-zu-Chip ASIC-Miner vorzustellen, der 860 TH/s bei 13 J/TH liefert. Kurz darauf präsentierten Rivalen wie Bitdeer, Microbt und Auradine Einheiten mit einer Leistung von 424 TH/s bis 600 TH/s. Doch Bitmain war noch nicht am Ende: Die S23-Reihe, die 2026 auf den Markt kommen soll, setzt erneut neue Maßstäbe.
Bitcoin.com News-Reporter Terence Zimwara stellte den Antminer S23 Hydro in den Mittelpunkt, der 580 TH/s mit einer Effizienz von 9,5 J/TH bietet. Doch der kühne Schritt von Bitmain ist der Antminer S23 Hydro 3U, der im Januar 2026 auf den Markt kommen soll und über 1.000 TH/s – oder etwas mehr als 1 PH/s an Hashleistung – liefert.

Speziell das 3U-Modell produziert 1,16 PH/s bei einer schlanken Effizienz von 9,5 J/TH. Es verfügt über modernste Wasserkühlung und läuft mit einer Leistung von 11020W. Wenn dieses Kraftpaket bereits verfügbar wäre, würde es an der Spitze der Profitabilitätscharts stehen. Basierend auf dem aktuellen Netzwerk-Schwierigkeitsgrad, dem Hashpreis und einem Strompreis von 0,06 USD pro Kilowattstunde (kWh) wird ein täglicher Gewinn von 45,14 USD prognostiziert.
Das beschleunigte Innovationstempo von Bitcoin-Mining-Hardware deutet darauf hin, dass die Branche tief in einem neuen Wettrüsten steckt – eines, bei dem Leistungs- und Effizienzverbesserungen nicht mehr inkrementell, sondern exponentiell sind. Da Miner um engere Margen kämpfen und um Blockbelohnungen konkurrieren, könnten Maschinen, die über 1 Petahash leisten, zur neuen Norm statt zur Ausnahme werden und die betrieblichen Strategien im gesamten Sektor umgestalten.
Solche Sprünge in der Rechenkapazität und Energieeffizienz könnten das Kräfteverhältnis beim Mining weltweit radikal verändern. Betreiber mit Zugang zu hochentwickelten Maschinen könnten einen überproportionalen Vorteil erlangen, was potenziell die Kluft zwischen industriellen Farmen und kleineren Akteuren vergrößern könnte. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnte das Mining zu einem Bereich werden, in dem nur die technologisch fortschrittlichsten überleben.




