Cryptoquant-Forscher warnen, dass Bitcoin zwischen historisch unterbewerteten Niveaus und möglicherweise am Rande eines länger anhaltenden Bärenmarktes schwebt, wobei kritische On-Chain-Metriken auf erhöhte Abwärtsrisiken hinweisen.
Bitcoin steht an einem kritischen Punkt: Bärenmarkt droht, da wichtige Kennzahlen auf Rot stehen, warnt Cryptoquant
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Bewertungsmetriken erreichen Zyklustiefststände: Steht Bitcoin vor einem Absturz oder einer Erholung?
Der neueste Bericht von Cryptoquant über institutionelle Einblicke zeigt, dass Bitcoin seine bärischste Phase des aktuellen Marktzyklus durchläuft, wobei Bewertungsmetriken und Nachfragetrends auf erhöhte Volatilität hindeuten. Laut dem Bericht ist der Cryptoquant Bitcoin Bull-Bear Market Cycle Indicator auf sein niedrigstes Niveau dieses Zyklus gefallen, während der MVRV Ratio Z-Score—ein Maß für die Marktdynamik—unter seinen gleitenden 365-Tage-Durchschnitt gefallen ist.

Historisch gesehen gehen solchen Bedingungen scharfe Korrekturen oder verlängerte Bärenmärkte voraus, bemerkten die Forscher. Der Nachfrageeinbruch beschleunigt sich, wobei die scheinbare Nachfrage nach Bitcoin letzte Woche um 103.000 BTC gesunken ist, der stärkste Rückgang seit Juli 2024. Große Investoren, oder „Wale“, haben ihre Akkumulation ebenfalls verlangsamt und ihre annualisierte Kaufrate von 368.000 BTC im Januar auf 268.000 BTC reduziert.
Cryptoquant-Analysten betonten, dass Walaktivitäten, die sich nahe der Sub-Trend-Niveaus befinden, historisch mit bärischer Kursaction übereingestimmt haben, was die aktuellen Risiken verstärkt. Die US-amerikanischen Spot-Bitcoin-Exchange-Traded Funds (ETFs), einst ein Pfeiler der institutionellen Nachfrage, sind im Jahr 2025 zu Nettoverkäufern geworden und haben im bisherigen Jahresverlauf 200 BTC verkauft, verglichen mit 165.000 BTC Netto-Käufen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In Dollar ausgedrückt sind die ETF-Zuflüsse von 8,7 Milliarden Dollar Anfang 2024 auf nur 700 Millionen Dollar in diesem Jahr eingebrochen, so die Daten von Cryptoquant.
Diese Umkehrung hat den Verkaufsdruck intensiviert, verschärft durch Abflüsse bei Coinbase, die auf eine nachlassende US-Nachfrage hinweisen. Die signifikante Korrektur von Bitcoin von seinem Höchststand 2025 spiegelt frühere Rücksetzer im Bullenmarkt in ihrer Größenordnung wider, aber Cryptoquant warnt, dass sich dieser Rückgang aufgrund verschlechterter On-Chain-Grundlagen unterscheidet. Beispielsweise blieb der Inter-Exchange Flow Pulse—der Bitcoin-Bewegungen zwischen Börsen verfolgt—seit Mitte Februar, als die Preise in der Nähe von 96.000 Dollar lagen, im „Korrekturbereich“.
Anhaltende Abflüsse von Coinbase, oft ein Merkmal von Bullenmärkten, spiegeln nun eine Abschwächung des Anlegervertrauens wider. Der Bereich von 75.000–78.000 Dollar, leicht unterhalb der unteren Bandbreite des Trader’s Onchain Realized Price, ist eine entscheidende kurzfristige Unterstützung. Cryptoquant-Forscher warnten davor, dass ein Durchbrechen dieses Bereichs Bitcoin zum Absturz in Richtung 63.000 Dollar schicken könnte, dem „ultimativen Unterstützungsniveau“ bei tiefen Korrekturen. Diese Zone repräsentiert die Mindestschwelle der Trader’s Realized Price Bänder, eine Metrik, die die durchschnittliche Kostenbasis von kurzfristigen Inhabern verfolgt.
Während frühere Zyklen nach ähnlichen Korrekturen schnelle Erholungen sahen, betonte Cryptoquant, dass aktuelle Metriken auf einen möglichen strukturellen Wandel hinweisen. Der Bullenmarkt 2016–2017 zum Beispiel hat mehrere Rückgänge von über 20% überstanden, aber nur einer führte zu einer verlängerten bärischen Phase. Mit dem Rückzug der ETFs, sidelined Wale und nachlassender Dynamik hängt der Weg von Bitcoin davon ab, ob Käufer entscheidende Unterstützungsniveaus verteidigen können oder einem breiteren Abschwung Kapitulation zeigen.




