Da Selbstverwahrung und Drittverwahrer zu heiß diskutierten Themen innerhalb der Krypto-Community werden, veröffentlichte der Gründer von timechainindex.com, ein X-Nutzer bekannt als Sani, kürzlich ein aufschlussreiches Bild von Onchain-Daten. Der Schnappschuss offenbarte, dass Coinbase derzeit 11,72 % der insgesamt 19,77 Millionen Bitcoin (BTC) in Umlauf hält. Sanis Daten und Erkenntnisse betonen die Risiken, die mit einer solch großen Konzentration von Bitcoin verbunden sind, und weisen darauf hin, dass die riesige, vom in San Francisco ansässigen Krypto-Riesen gehaltene Menge ein verlockendes ‘Honigtopf’-Ziel für Cyberkriminelle darstellt.
Bitcoin-Selbstverwahrung wird mit zunehmender Zentralisierung verstärkt: 'Niemand ist bereit für den größten Hack der Geschichte'
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Der Coinbase-‘Honigtopf’
Am 21. Oktober postete Sani, ein Bitcoiner, der die Bitcoin-fokussierte Seite timechainindex.com betreibt, einen faszinierenden Schnappschuss von Coinbases Bitcoin-Beständen. Laut seinen Daten hält das Unternehmen 2.317.334 BTC, was bei aktuellen Wechselkursen einen erstaunlichen Wert von 156,38 Milliarden US-Dollar darstellt. Sani nannte die Visualisierung „Der neue und verbesserte Coinbase Bitcoin Honigtopf“.

Diese aktualisierte Referenz verlinkt zurück auf ein Diagramm, das er am 2. September geteilt hat, in dem er warnte: „Niemand ist bereit für den größten Hack der Geschichte.“ Obwohl Coinbase sich einen soliden Ruf für Sicherheit erarbeitet hat und keine größeren Sicherheitsverletzungen erlitten hat, können Kritiker leicht argumentieren, dass das Halten eines so großen Anteils an Bitcoin ein riskantes Spiel ist.
Nur weil es in der Vergangenheit keine Hacks gab, bedeutet das nicht, dass die Sicherheit in der Zukunft garantiert ist—besonders da Cyberbedrohungen immer raffinierter werden. Als einer der größten Verwahrer von Bitcoin bleibt Coinbase ein Hauptziel für Hacker. Um dem voraus zu sein, muss das Unternehmen ständig seine Abwehrmaßnahmen verstärken und wachsam gegenüber neuen Angriffsmethoden bleiben.
Die Realität ist, dass eine Sicherheitsverletzung dieser Größe Schockwellen durch ihre Nutzerbasis und den breiteren Kryptomarkt senden könnte. Sanis Daten bieten weitere Einblicke, warum Coinbase so viel Bitcoin hält, und analysieren alles genauer. Das Diagramm hebt hervor, dass zentralisierte Börsen (cexs), wie Coinbases Börsendienst, verantwortlich für das Halten eines erheblichen Anteils von Bitcoin sind.
Ein weiterer wichtiger Akteur in diesem Bereich sind börsengehandelte Produkte (ETPs), wie z.B. US-amerikanische Spot-Bitcoin-Börsenfonds (ETFs). Darüber hinaus schützt Coinbase Gelder für Over-the-Counter (OTC) Anbieter, sowie große Namen wie Tesla, Microstrategy und sogar Bitcoin-Miner. Bei so viel Wert auf dem Spiel könnte eine Sicherheitsverletzung von Coinbase potenziell hochentwickelte, koordinierte Cyberangriffe hervorbringen, die darauf abzielen, jede Schwachstelle im System auszunutzen.
Sani erklärt ‘Ein Drittel aller Bitcoin ist anfällig für staatliche Beschlagnahme’
Darüber hinaus enden die Risiken nicht bei Cyberbedrohungen. Die regulatorischen und operativen Herausforderungen bei der Verwaltung eines solch großen Kryptowährungsbestands sind ebenso bedeutend. Jegliche Veränderungen in den regulatorischen Richtlinien, operative Fehltritte oder Managementfehler könnten zu finanziellen Verlusten für sowohl Coinbase als auch seine Nutzer führen.
Zum Beispiel verwies Microstrategys Gründer, Michael Saylor, kürzlich in einem Interview auf die Beschlagnahmung von Gold im Jahr 1933 durch die US-Regierung. Seine Kommentare sind besonders aktuell, da ein Arbeitspapier der Federal Reserve Bank of Minneapolis die Möglichkeit der Prohibition von Bitcoin untersucht. Was, wenn die Regierung beschließen würde, Bitcoin nicht nur zu verbieten, sondern auch die auf Coinbase gehaltenen BTC zu beschlagnahmen?

In einem weiteren Diagramm zeigt Sani, dass „ein Drittel aller Bitcoin, die jemals existieren werden, derzeit von entitäten gehalten wird, die anfällig für staatliche Kontrolle (6102-artige Beschlagnahmen) sind.“ Das ist eine erschütternde Menge an BTC. Die Gefühle vieler Selbstverwahrungsbefürworter widerspiegelnd, betonte der Gründer von timechainindex.com: „Übernehmen Sie die Kontrolle über Ihre finanzielle Freiheit, verwahren Sie Ihre Münzen selbst und schützen Sie Ihre Souveränität.“
Da die Konzentration von Bitcoin in zentralisierten Verwahrstellen wie Coinbase zunimmt, werden auch die inhärenten Risiken größer, was die überragende Bedeutung der Selbstverwahrung hervorhebt. Selbstverwahrung zu fördern, entspricht nicht nur dem grundlegenden Ethos der Kryptowährung—die finanzielle Souveränität zu fördern und die Abhängigkeit von Dritteinheiten zu reduzieren—sondern bietet auch einen wichtigen Schutz gegen die durch zentrale Speicherlösungen aufgedeckten Schwächen.




