Bereitgestellt von
Markets and Prices

Bitcoin folgt den Verlusten des Nasdaq, nicht seinen Rallyes.

Dieser Artikel wurde vor mehr als einem Monat veröffentlicht. Einige Informationen sind möglicherweise nicht mehr aktuell.

Bitcoin bleibt stark mit dem Nasdaq-100 korreliert, aber nur auf eine Weise, die schadet. Trotz Handel in der Nähe von Rekordhöhen reagiert BTC weit aggressiver auf Rückgänge am Aktienmarkt als auf Rallyes – eine ungewöhnliche Dynamik, die eher auf Anlegerermüdung als auf Markteuphorie hindeutet.

GESCHRIEBEN VON
TEILEN
Bitcoin folgt den Verlusten des Nasdaq, nicht seinen Rallyes.

BTC verfolgt Aktienkurse, aber nur auf der Abwärtsseite

Bitcoins Beziehung zu Aktien steht erneut unter dem Mikroskop, und diesmal ist das Bild unausgeglichener denn je. Trotz Handel weniger als 20 % unter seinem Allzeithoch bewegt sich BTC in nahezu gleicher Bewegung mit dem Nasdaq-100, jedoch nur, wenn die Stimmung in Richtung Risiko-Abkehr wechselt.

Einem Bericht von Wintermute zufolge zeigt das größte Asset im Kryptomarkt weiterhin eine deutlich negative Leistungstendenz und fällt härter an Tagen mit Rückgängen bei Aktien, während es bei Aufwärtsbewegungen kaum beteiligt ist.

Mit einer BTC-Nasdaq-Korrelation von etwa 0,8 ist die Verbindung intakt, aber die Intensität der Reaktionen von Bitcoin ist das, was auffällt. Anstatt wie oft in bullischen Phasen das Risiko-Sentiment anzuführen, verhält sich Bitcoin eher wie eine hochbeta-Erweiterung der makroökonomischen Angst, indem es die Abwärtsvolatilität absorbiert und dabei wenig von der Aufwärtsbewegung einfängt.

Diese Leistungstendenz, gemessen daran, wie BTC sich an Nasdaq-Anstiegen gegenüber -Rückgängen verhält, blieb 2025 durchweg negativ – ein Muster, das zuletzt während des Bärenmarkts Ende 2022 zu sehen war. Historisch tendiert eine solche Asymmetrie dazu, an zyklischen Tiefpunkten aufzutreten, nicht zusammen mit neuen Allzeithochs. Doch die aktuelle Umgebung erzählt eine andere Geschichte: BTC hält sich trotz ständiger Zeichen von Anlegerermüdung.

Bitcoin verfolgt Nasdaq-Verluste, nicht deren Rallyes
Quelle: Wintermute

Zwei Dynamiken scheinen diese Divergenz zu treiben. Erstens hat sich das Marktinteresse entschieden auf Aktien verlagert, wobei Megacap-Technologie sowohl bei privaten als auch institutionellen Investoren die Dynamik zurückerobert hat. Ein Großteil des spekulativen Kapitals, das die Kryptomärkte 2020–21 antrieb, jagt nun Wachstumsaktien nach, wodurch BTC eher reaktiv als narrativ gesteuert ist.

Zweitens bleibt das Liquiditätsprofil in Kryptos fragil. Das Angebot an Stablecoins stagniert, ETF-Zuflüsse haben sich verlangsamt, und die Markttiefe hat sich nicht auf das Niveau von Anfang 2024 erholt. Diese dünne Liquidität verstärkt das Abwärtsmomentum von BTC, wann immer die Aktienmärkte ins Wanken geraten.

Insgesamt bleibt Bitcoin zwar ein Makro-Asset, absorbiert jedoch derzeit mehr Schmerzen als Lob. Die anhaltend negative Tendenz steht nicht im Einklang mit einem Markt, der am Zyklusgipfel überhitzt. Stattdessen spiegelt es eine ausgedehnte und ermüdete Anlegerbasis wider. Und dennoch könnte die Tatsache, dass Bitcoin trotz dieser Tendenz in der Nähe von Rekordhöhen bleibt, das stärkste Zeugnis für seine zugrunde liegende Stärke sein.

FAQ📉

  • Warum reagiert Bitcoin stärker auf Nasdaq-Rückgänge als auf Rallyes?
    BTC zeigt eine negative Leistungstendenz, fällt an Tagen mit Rückgängen bei Aktien stärker, während es von riskanten Bewegungen kaum profitiert.
  • Wie stark ist die aktuelle BTC-Nasdaq-Korrelation?
    Die Korrelation liegt nahe 0,8, wobei Bitcoin sich wie ein makroökonomisches Hochbeta-Asset verhält.
  • Was verursacht BTCs Sensitivität gegenüber Abwärtsbewegungen?
    Stagnierende Liquidität, schwächere ETF-Zuflüsse und flaches Stablecoin-Angebot verstärken die Reaktionen von Bitcoin auf Aktienvolatilität.
  • Was signalisiert dieser Trend für den Markt?
    Die Tendenz spiegelt Anlegerermüdung wider, auch wenn BTCs Fähigkeit, nahe Rekordhöhen zu bleiben, auf eine zugrunde liegende Widerstandsfähigkeit hinweist.
Tags in diesem Artikel