Der Verfall von Bitcoin-Optionen im Wert von 1,81 Milliarden USD löste eine starke Volatilität aus, wobei die Preise zwischen 88.700 USD und 89.500 USD schwankten, bevor sie sich über 90.000 USD erholten. Der Rückgang wurde durch vier aufeinanderfolgende Tage von ETF-Abflüssen in Höhe von insgesamt 32 Millionen USD und eine breitere Marktfurcht aufgrund von Turbulenzen am japanischen Anleihenmarkt angeheizt.
Bitcoin erobert $90.000 zurück, da die 'Absicherungsketten' nach einem Optionsablauf von 1,8 Mrd. $ fallen
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ETF-Abflüsse und globale makroökonomische Druckfaktoren
Der Verfall von Bitcoin-Optionen im Wert von 1,81 Milliarden USD am 23. Januar um 3 Uhr EST fiel mit einer starken Bewegung der größten Kryptowährung der Welt zusammen und unterstrich den übergroßen Einfluss von Derivaten auf die Spotpreisentwicklung.
Nachdem die vorherige Sitzung knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 90.000 USD geschlossen wurde, rutschte Bitcoin schnell auf 88.800 USD ab, bevor es eine kurze Erholung auf 89.500 USD schaffte. Diese Erholung erwies sich jedoch als flüchtig, da erneuter Verkaufsdruck die Preise wieder auf etwa 88.700 USD drückte.
Ein Haupttreiber der Abwärtsdynamik war die anhaltende Schwäche bei Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Funds, die ihren vierten aufeinanderfolgenden Tag mit Nettomittelabflüssen verzeichneten. Marktdaten zeigten Abhebungen in Höhe von 32 Millionen USD an diesem Tag.
Analysten verknüpften die anhaltenden ETF-Rücknahmen mit einem breiteren Klima der „extremen Angst“ auf den globalen Märkten, ausgelöst durch Turbulenzen am japanischen Anleihenmarkt, die das Investorenvertrauen erschüttert und auf Risikoanlagen übergegriffen haben.
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Die Dynamik des ‘Max Pain’
Der Verfall der Optionen selbst wurde weithin als potenzielles Liquiditätsereignis angekündigt. Laut Deribit, der führenden Krypto-Options- und Futures-Börse, wurden Verträge im Wert von 1,81 Milliarden USD mit einem Put/Call-Verhältnis von 0,74 und einem „max pain“-Level von 92.000 USD abgewickelt.
Diese Positionierung deutete darauf hin, dass Händler und Absicherer sich auf erhöhte Volatilität vorbereiteten, wobei die Bündelung von Streiks die Sensitivität in Spotmärkten verstärkte.
„Die Verfallpositionierung ist eng um wichtige Streiks gruppiert, wodurch die Spotpreise empfindlich in den Schnitt bleiben. Geopolitik und Handelsunsicherheiten bilden den makroökonomischen Hintergrund, der die Absicherungsnachfrage unterstützt und die Volatilität reaktiv hält“, sagte Deribit in einem Post auf X.
Die schwankende Preisbewegung von Bitcoin erwies sich als besonders strafend für Leerverkäufer. Marktdaten zeigten, dass innerhalb von nur vier Stunden 83 Millionen USD an Short-Positionen liquidiert wurden, ein scharfer Kontrast zu den relativ bescheidenen 8 Millionen USD an Long-Liquidationen im gleichen Zeitraum.
Bitcoin erholte sich jedoch später bemerkenswert, stieg über die 90.000-USD-Schwelle und stellte seine Marktkapitalisierung wieder über 1,8 Billionen USD her. Die Erholung deutete darauf hin, dass, sobald die Verfallsüberhänge beseitigt waren, die Absicherungsbeschränkungen nachließen und eine Volatilität auslösten, die die Aufwärtsbewegung begünstigte. Zum Zeitpunkt des Schreibens wurde Bitcoin bei etwa 90.745 USD gehandelt, mit einem Momentum, das auf einen potenziellen Test der 91.000-USD-Marke zusteuerte.
FAQ ❓
- Was ist am 23. Januar mit Bitcoin-Optionen passiert? Bitcoin-Optionen im Wert von 1,81 Milliarden USD verfielen und lösten starke Preisschwankungen um 90.000 USD aus.
- Warum fiel Bitcoin unter 89.000 USD? Anhaltende ETF-Abflüsse und globale Marktangst drückten die Preise nach unten.
- Was ist das „max pain“-Level für diesen Verfall? Deribit-Daten zeigten ein max pain bei 92.000 USD mit einem Put/Call-Verhältnis von 0,74.
- Wie reagierten Händler auf die Volatilität? Über 83 Millionen USD an Short-Positionen wurden liquidiert, bevor sich Bitcoin über 90.000 USD erholte.




