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Bitcoin erobert 70.000 Dollar zurück, während globale Aktienmärkte aufgrund des Konflikts im Nahen Osten einbrechen

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Am Montag stieg Bitcoin um 5 % und zeigte damit eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit, während die globalen Märkte unter dem Gewicht des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten einbrachen.

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Bitcoin erobert 70.000 Dollar zurück, während globale Aktienmärkte aufgrund des Konflikts im Nahen Osten einbrechen

Aktien stürzen inmitten geopolitischer Konflikte ab

Am Montag, dem 2. März, durchbrach Bitcoin (BTC) kurzzeitig die Marke von 70.000 US-Dollar und signalisierte damit eine mögliche Rückkehr zu seinem Status als „digitales Gold“. Nach einem Einbruch auf ein Tagestief von etwa 65.150 US-Dollar startete BTC gegen 11:00 Uhr EST eine Rallye auf 70.111 US-Dollar – ein Anstieg von 5.000 US-Dollar in weniger als zwei Stunden. Obwohl er später wieder unter die Schwelle von 69.500 US-Dollar fiel, blieb die führende Kryptowährung in den letzten 24 Stunden um 5 % im Plus.

Die widerstandsfähige Preisentwicklung von Bitcoin stand in starkem Kontrast zu den globalen Aktienmärkten, die einbrachen, als die Anleger auf die eskalierenden Feindseligkeiten zwischen den USA und Israel auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen Seite reagierten. In Asien schloss der Nikkei, der Ende Februar Rekordhöhen erreicht hatte, 1,35 % niedriger. Der südkoreanische KOSPI fiel um 1 %, während der Hang Seng über 570 Punkte (2,14 %) verlor. Auch der indische Sensex schloss im Minus.

In Europa schlossen die wichtigsten Indizes durchweg niedriger, was die weit verbreitete Besorgnis über den Verlauf des Konflikts widerspiegelte. An den US-Märkten eröffnete der Nasdaq Composite, der im Februar weitgehend die Bewegungen des Bitcoins widerspiegelte, mit einem starken Rückgang, bevor er seine Verluste wieder ausgleichen konnte und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels um 0,5 % höher notierte. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels blieben der S&P 500 und der Dow Jones nach einer Umkehrung der starken Verluste bei Eröffnung weitgehend unverändert.

Der Hormuz-Faktor und die Inflation

Während der Kryptowährungsmarkt zunächst die Hauptlast der Panik vom 28. Februar zu tragen hatte, griff diese am Montag auf traditionelle Aktien über. Auslöser war ein heftiger Anstieg der Energie-Futures: Als die Öl- und Erdgaspreise in die Höhe schossen, verkauften Anleger präventiv Aktien in Erwartung sinkender Unternehmensmargen und rückläufiger Konsumausgaben.

Diese Risikoaversion wurde durch Berichte weiter verstärkt, wonach große Reedereien ihre Schiffe aus der Straße von Hormuz umleiten. Als Hauptverkehrsader für den globalen Energietransit führt jede Störung dort zu einem Schock auf der Angebotsseite, der die schlummernden Inflationsängste wieder entfacht.

In diesem Umfeld hoher Inflation und großer Unsicherheit verschiebt sich die Narrative. Während Aktien unter dem Gewicht steigender Inputkosten zu kämpfen haben, wendet sich der Markt zunehmend harten Vermögenswerten zu. In der Vergangenheit begünstigte eine solche systemische Instabilität Bitcoin und andere Wertspeicher, da sie eine Absicherung gegen die oft durch energiegetriebene Inflationszyklen ausgelöste Abwertung von Fiat-Währungen bieten.

Während die Märkte versuchten, sich zu stabilisieren, bleibt die Gefahr einer regionalen Eskalation der wichtigste Treiber des „Angstindex”. Ein gemeinsames Ultimatum Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate, sich gegen iranische Angriffe zu wehren, hat die Lage verschärft und droht, einen bilateralen Konflikt zu einem Krieg an mehreren Fronten auszuweiten, an dem die größten Volkswirtschaften der Golfregion beteiligt sind.

Energiepolitik und das Dilemma der Zentralbanken

Marktbeobachter warnen, dass ein langwieriger Konflikt die Ölpreise über die psychologische Schwelle von 100 Dollar pro Barrel treiben könnte. Ein solcher Anstieg würde die US-Regierung wahrscheinlich dazu zwingen, eine strategische Freigabe aus der Strategic Petroleum Reserve (SPR) zu genehmigen, um die inländischen Kosten zu stabilisieren. Während die OPEC ihre Bereitschaft signalisiert hat, die Produktion zu steigern, um Transportunterbrechungen abzumildern, bleibt der strukturelle Schaden für die globale Logistik ein Hauptanliegen.

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Analysten von Bitunix warnen, dass eine anhaltende Energieinflation die aktuellen Zinsentwicklungen grundlegend aus der Bahn werfen und die Zentralbanken dazu zwingen könnte, ihre „Soft Landing“-Narrative zu überdenken, da die Inflationserwartungen nach oben korrigiert werden.

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Kurzfristig fließt das globale Kapital rasch in traditionelle sichere Häfen: Gold und den US-Dollar. Für Bitcoin hingegen stellen die kommenden Tage einen historischen Scheideweg für seinen Ruf als sicherer Hafen dar.

„BTC sieht sich einer dichten Konzentration von Short-Positionen zwischen 67.800 und 69.500 gegenüber, mit einer erheblichen Unterstützung im Bereich von 64.000 bis 65.000“, so die Analysten von Bitunix. „Wenn sich der Konflikt verschärft und die Nachfrage nach sicheren Anlagen steigt, wird der Durchbruch der übergeordneten Liquidationszone darüber entscheiden, ob der Markt BTC wirklich als digitales Gold neu definiert. Umgekehrt würde ein Rückgang in Richtung 64.000 seinen Status als hochvolatiles Risiko-Asset verstärken.“

FAQ ❓

  • Warum stieg Bitcoin, während die Wall Street zu kämpfen hatte? BTC legte um 5 % zu, obwohl Nasdaq und S&P 500 aufgrund von Befürchtungen hinsichtlich einer Energieinflation schwankten.
  • Wie reagierten die asiatischen Märkte auf den Konflikt? Der japanische Nikkei, der koreanische KOSPI und der Hongkonger Hang Seng schlossen alle niedriger.
  • Wie wirkte sich dies auf europäische Aktien aus? Die wichtigsten Indizes fielen allgemein, da sich die Anleger auf eine Eskalation im Golf vorbereiteten.
  • Verstärkt dies die These, dass Bitcoin digitales Gold ist? Analysten sagen, dass die Nachfrage nach sicheren Anlagen BTC angesichts von Inflation und Kriegsrisiken neu definieren könnte.
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