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Bitcoin bricht Abwärtstrend und erreicht 69.000 US-Dollar, da SOTU-Entlastung globale Marktrallye auslöst

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Am Mittwoch erlebten die globalen Märkte eine umfassende Erholungsrallye und kehrten damit den 48-stündigen Ausverkauf um, der durch Befürchtungen im Zusammenhang mit Zöllen ausgelöst worden war.

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Bitcoin bricht Abwärtstrend und erreicht 69.000 US-Dollar, da SOTU-Entlastung globale Marktrallye auslöst

Erholung des Kryptomarktes

Der Markt für digitale Vermögenswerte erlebte am Mittwoch, dem 25. Februar 2026, eine dramatische Kehrtwende und beendete damit einen schmerzhaften Abwärtstrend, der Bitcoin nur 24 Stunden zuvor unter die Unterstützungsmarke von 63.000 US-Dollar gedrückt hatte. Um 13:40 Uhr stieg die führende Kryptowährung über 69.000 US-Dollar und erreichte auf Bitstamp einen lokalen Höchststand von 69.562 US-Dollar – ein rasantes Plus von mehr als 7 %.

Die Volatilität begann am Wochenende, nachdem ein wegweisendes Urteil des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten die Zollpolitik von Präsident Donald Trump zunichte gemacht hatte. Während der Markt das Urteil zunächst begrüßte, löste die anschließende kriegerische Rhetorik des Präsidenten Befürchtungen vor einem erneuten, aggressiveren Handelskrieg aus. Diese Ängste gipfelten in einem 48-stündigen Ausverkauf, sodass sich die Anleger während der Rede zur Lage der Nation am Dienstagabend auf eine Liquidationswelle einstellten.

Stattdessen kam es jedoch zu einer Welle der Erleichterung an den Märkten, da die Rede keine neuen politischen Schocks mit sich brachte. Unterdessen löste die Rallye des Kryptomarktes auch einen massiven Short Squeeze aus, bei dem innerhalb von vier Stunden Short-Positionen im Wert von mehr als 248 Millionen US-Dollar verbrannt wurden. Bitcoin-Shorts machten 136 Millionen US-Dollar dieser Liquidationen aus, verglichen mit vernachlässigbaren 2,5 Millionen US-Dollar bei Long-Liquidationen.

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Die Rallye beschränkte sich nicht nur auf Bitcoin; auch hochkapitalisierte Vermögenswerte wie Ethereum (ETH), Solana (SOL) und Dogecoin (DOGE) verzeichneten zweistellige Gewinne, als die Risikobereitschaft zurückkehrte. Die Erholungsrallye hallte weit über das Krypto-Ökosystem hinaus nach und trieb die globalen Aktienindizes auf historische Höchststände. In Asien stieg der japanische Nikkei 225 um 2,2 % auf ein Allzeithoch von 58.583,12, während der südkoreanische KOSPI zum ersten Mal die psychologische Marke von 6.000 überschritt.

Ähnlich verhielt es sich in Westeuropa, wo wichtige Indizes wie der FTSE 100 und der CAC 40 ebenfalls Rekordstände erreichten. Im Rohstoffbereich verzeichnete Gold einen moderaten Anstieg von 1,26 %, während Silber mit einem deutlichen Plus von 4 % besser abschnitt und vom allgemeinen Optimismus in der Industrie profitierte.

Die Debatte um digitales Gold

Unterdessen hat die Divergenz zwischen der aggressiven Rallye des Bitcoins und dem stetigen, aber langsamen Anstieg des Goldpreises die Kritiker der These vom digitalen Gold erneut ermutigt. Während die Korrelation des Bitcoins mit wachstumsstarken Technologiewerten nach wie vor hoch ist, argumentieren einige Experten, dass der Vergleich mit Edelmetallen noch lange nicht vom Tisch ist.

Kurt Hemecker, CEO von Gold Token SA, betrachtet die derzeitige Entkopplung eher als zyklisch denn als grundlegende Veränderung des Wertversprechens von Bitcoin. Er argumentiert, dass Bitcoin und Gold auf ähnliche makroökonomische Themen reagieren – Geldentwertung und Länderrisiken –, jedoch mit sehr unterschiedlichen Volatilitätsprofilen. In Zeiten extremer Belastungen greifen Anleger zuerst zu den Vermögenswerten mit der längsten Erfolgsbilanz.

Hemecker meint, dass dies die Bitcoin-These nicht entkräftet, sondern lediglich einen Unterschied in der Reife und Risikotoleranz hervorhebt. Der CEO von Gold Token räumt zwar ein, dass es eine gewisse taktische Umschichtung in Edelmetalle gegeben hat, lehnt es jedoch ab, dies als Nullsummenspiel zu betrachten. Er erklärte, dass die Rallye des Goldes die Nachfrage nach Stabilität und Bilanzschutz widerspiegelt, während die frühere Schwäche der Kryptowährungen eher auf Liquiditätsengpässe und Positionierungsmüdigkeit zurückzuführen war.

Der CEO erläuterte auch die Umstände, unter denen Kapital von Edelmetallen zu Bitcoin fließen wird.

„Eine deutliche Wende in der globalen Liquidität, eine Stabilisierung der Realrenditen und erneute Zuflüsse von ETFs oder institutionellen Anlegern wären wichtige Signale“, so Hemecker. „Allgemeiner gesagt: Sobald sich Anleger wieder wohl dabei fühlen, von Kapitalerhalt zu Kapitalwachstum überzugehen, profitiert in der Regel zuerst Bitcoin, gefolgt von Segmenten des Kryptomarktes mit höherem Beta.“

FAQ ❓

  • Warum stieg Bitcoin nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs so stark an? Die Erleichterung darüber, dass es in Trumps Rede zur Lage der Nation keine neuen Handelskriegsschocks gab, beflügelte die Rally.
  • Wie reagierten die asiatischen Märkte auf die Erholung von Bitcoin? Der japanische Nikkei erreichte ein Rekordhoch und der südkoreanische KOSPI überschritt die 6.000-Punkte-Marke.
  • Was bedeutet das für Krypto-Investoren? Die Rallye signalisiert eine erneute globale Risikobereitschaft und stärkt das Vertrauen in die lokale Akzeptanz.
  • Haben die europäischen Märkte den Krypto-Anstieg widergespiegelt? Ja, Indizes wie der FTSE 100 und der CAC 40 schlossen parallel zum Anstieg von Bitcoin auf Rekordhöhen.
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