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Bitcoin-Ausblick hängt von Ölpreis und Fed-Politik ab, während Konflikt eskaliert

Bitcoin sieht sich einer zunehmenden Volatilität gegenüber, da geopolitische Spannungen und steigende Ölpreise die globalen Märkte erschüttern. Wintermute warnt davor, dass nun makroökonomische Kräfte – und nicht die Fundamentaldaten der Kryptowährungen – die nächste entscheidende Bewegung des Sektors bestimmen könnten.

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Bitcoin-Ausblick hängt von Ölpreis und Fed-Politik ab, während Konflikt eskaliert

Analysten warnen, dass der Energieschock die Erholung der Kryptowährungen verzögern könnte

Die globalen Märkte befinden sich in einer Neukalibrierung, da geopolitische Spannungen die Erwartungen an Risikoanlagen neu gestalten. Bitcoin und der breitere Kryptomarkt stehen nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran erneut unter Druck, wie aus einem Marktupdate der algorithmischen Handelsfirma Wintermute vom 2. März hervorgeht. Der Fokus hat sich entscheidend darauf verlagert, wie makroökonomische Kräfte die nächste Bewegung der Kryptowährungen bestimmen könnten.

Der Bericht betont, dass der jüngste Ausverkauf nicht durch eine kryptospezifische Schwäche, sondern durch sich verändernde makroökonomische Bedingungen verursacht wurde. Der Bericht unterstreicht, dass geopolitische Eskalationen und Energieschocks derzeit die dominierenden Kräfte sind, und stellt fest:

„Für Kryptowährungen ist dies mehr makroökonomisch bedingt als durch die Coins selbst.“

Bitcoin fiel auf 63.000 US-Dollar, bevor es sich wieder auf 67.000 US-Dollar erholte, doch die Nachhaltigkeit dieser Erholung bleibt ungewiss. Der Energiesektor spielt für die Aussichten eine zentrale Rolle. „Anhaltend hohe Ölpreise könnten die Inflation auf einem hohen Niveau halten, gerade als die Zentralbanken auf eine Abkühlung hofften“, heißt es in dem Kommentar, der davor warnt, dass verzögerte Zinssenkungen Kryptowährungen „auf der Verliererseite dieses Handels“ zurücklassen würden. Die Optionsmärkte spiegeln diese Spannung bereits wider, wobei die Volatilitätspreise tägliche Schwankungen von 2,5 % bis 3 % implizieren.

Die kurzfristige Entwicklung des Bitcoin hängt davon ab, wie lange der Konflikt die Energieflüsse stört. Wenn sich die Feindseligkeiten als begrenzt erweisen und die Straße von Hormus innerhalb weniger Wochen wieder geöffnet wird, könnte der Rückgang gegenüber den Allzeithochs – etwa 45 % – den Bitcoin in eine Erholungsphase bringen, da sich die Risikobereitschaft stabilisiert, so das Unternehmen. Das Update deutet auf anhaltende Gegenwinde für Anlagen mit hohem Beta hin und stellt fest:

„Wenn der Ölpreis hoch bleibt und die Fed weiterhin handlungsunfähig ist, wird die Umschichtung in Sachwerte, Rohstoffe und Value-Aktien weitergehen.“

Auch die Beteiligung institutioneller Anleger ist im Vergleich zum vorherigen Bereich von 85.000 bis 95.000 US-Dollar zurückgegangen, was die fragile Stimmung zusätzlich verstärkt.

Gleichzeitig könnte ein längerer Konflikt die These von Bitcoin als alternativer Wertspeicher wiederbeleben. „BTC als digitales Gold hat dieses Versprechen nie vollständig erfüllt“, stellt der Bericht fest, fügt jedoch hinzu, dass eine anhaltende Instabilität letztendlich zu einer Verlagerung der Kapitalströme führen könnte. Vorerst bleiben die Prognosen zurückhaltend, wobei makroökonomische Entwicklungen – insbesondere die Energiepreise und die Politik der Federal Reserve – wahrscheinlich die Richtung der Kryptowährungen bestimmen werden.

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FAQ 🧭

  • Warum ist Bitcoin nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran gefallen? Steigende Ölpreise und die geopolitische Eskalation lösten einen makroökonomisch bedingten Ausverkauf von Risikoanlagen, darunter auch Kryptowährungen, aus.
  • Wie wirken sich die Ölpreise auf Bitcoin und die Kryptomärkte aus? Anhaltend hohe Energiekosten können Zinssenkungen verzögern und die Liquidität unter Druck setzen, was sich negativ auf Anlagen mit hohem Beta wie Bitcoin auswirkt.
  • Welche Rolle spielt die US-Notenbank für die Aussichten von Kryptowährungen? Die Erwartungen hinsichtlich einer Verzögerung der Zinssenkungen prägen die Risikobereitschaft und treiben die Volatilität von Bitcoin an.
  • Könnte Bitcoin von anhaltender geopolitischer Instabilität profitieren? Ein länger andauernder Konflikt könnte letztendlich die Erzählung von Bitcoin als digitalem Gold wiederbeleben und alternative Wertspeicherströme anziehen.
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