Eine starke Kompression in den Bitcoin-Futures-Spreads untergräbt den Reiz des Cash-and-Carry-Trades, der einst Milliarden von Institutionen anzog. Sinkende Renditen und sich verändernde Marktstruktur weisen nun auf einen reiferen Krypto-Derivatemarkt hin.
Bitcoin-Arbitrage-Erträge schrumpfen, da Institutionen sich zurückziehen

Wall Street zieht sich aus dem einst lukrativen Basisgeschäft von Bitcoin zurück
Eine der zuverlässigsten Bitcoin-Strategien an der Wall Street verliert schnell ihren Vorteil. Der Cash-and-Carry-Trade, bei dem Investoren Spot-Bitcoin kaufen und Futures verkaufen, um Preisdifferenzen zu erfassen, hat seine Rentabilität eingebüßt, da sich die Spreads verengen.
Einst eine Eckpfeilerstrategie für Hedgefonds und institutionelle Schalter nach der Genehmigung von US-Spot-Bitcoin-ETFs Anfang 2024, kämpft der Handel nun damit, Renditen zu liefern, die Kapital- und Ausführungskosten rechtfertigen.
Laut einem Bloomberg-Bericht zeigen Daten, dass die einmonatigen annualisierten Bitcoin-Basisrenditen auf etwa 5% gefallen sind, was einem starken Rückgang von etwa 17% im letzten Jahr entspricht. Da einjährige US-Staatsanleihen etwa 3,5% abwerfen, hat sich der Aufschlag, den die Strategie bietet, für große Akteure nahezu in Irrelevanz verengt.
Diese Kompression formt die Derivatemärkte bereits um. Das offene Interesse an Bitcoin-Futures an der Chicago Mercantile Exchange (CME) ist auf unter 10 Milliarden USD gesunken, nach einem Höchststand von über 21 Milliarden USD, und liegt nun erstmals seit 2023 hinter Binance, laut Daten von Coinglass. Das offene Interesse von Binance ist stabil bei etwa 11 Milliarden USD geblieben, was die wachsende Dominanz von ewigen Futures widerspiegelt, die den Großteil des Krypto-Handelsvolumens ausmachen.
Marktteilnehmer sagen, dass die Verschiebung einen Rückzug von Hedgefonds und großen US-Konten widerspiegelt, nicht jedoch einen vollständigen Ausstieg aus Krypto. Die CME erkannte an, dass 2025 einen Wendepunkt markierte, da verbesserte regulatorische Klarheit Institutionen dazu ermutigte, sich neben Bitcoin auf Vermögenswerte wie Ether, XRP und Solana auszudehnen. Das durchschnittliche tägliche offene Interesse an Ether-Futures stieg von rund 1 Milliarde USD im Jahr 2024 auf fast 5 Milliarden USD im Jahr 2025, laut der Börse.
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Da nahezu risikolose Renditen durch Arbitrage schwinden, wenden sich Händler zunehmend Optionen, Absicherungsstrategien und komplexeren dezentralisierten Möglichkeiten zu, was das Ende einer Ära für einfache Bitcoin-Arbitragegewinne markiert.
FAQ 📊
- Was ist der Bitcoin Cash-and-Carry (Basis) Trade?
Es ist eine Arbitragestrategie, bei der Investoren Spot-Bitcoin kaufen und Futures verkaufen, um den Preisunterschied zu verdienen. - Warum wird der Basis-Trade weniger attraktiv?
Die Bitcoin-Futures-Spreads haben sich verengt, wodurch die annualisierten Renditen auf etwa 5% von etwa 17% im letzten Jahr gesunken sind. - Wie hat sich diese Verschiebung auf die Derivatemärkte ausgewirkt?
Das offene Interesse an CME-Bitcoin-Futures ist stark gefallen, da Institutionen Basis-Trades reduzieren und ihre Strategien ändern. - Was machen Händler stattdessen, anstelle von Bitcoin-Arbitrage?
Institutionen wenden sich Optionen, Absicherungen und anderen Krypto-Assets wie Ether, XRP und Solana zu.





