Michael Burry, bekannt für die Vorhersage der Subprime-Hypothekenkrise im Jahr 2008, verkaufte einen Großteil seiner Bestände im ersten Quartal, um sich auf eine einzelne Kosmetikaktie zu konzentrieren: Estée Lauder. Analysten glauben, dass Burry eine Rezession erwartet, basierend auf der Vorstellung, dass der Kauf von Make-up während wirtschaftlicher Abschwünge zunimmt, da sich das Ausgabeverhalten der Verbraucher ändert.
Big Short's Michael Burry setzt auf Lippenstift, um der Rezession entgegenzuwirken

Michael Burry reduziert Portfolio und setzt auf Kosmetikunternehmen Estée Lauder
Michael Burry, der Investor, der den Immobiliencrash von 2008 genau vorhergesagt hat, hat ein neues Set von Investitionen offenbart, die den Finanzsektor verblüfft haben. Anfang dieses Monats zeigten die regulatorischen Einreichungen von Burrys Investmentgesellschaft Scion Asset Management, dass die Firma alle ihre Bestände verkaufte, um sich auf nur eine Aktie zu konzentrieren.
Überraschenderweise handelt es sich dabei nicht um große Technologie- oder mit künstlicher Intelligenz (KI) verbundene Unternehmen, sondern um einen Namen, der unbemerkt geblieben wäre, wenn Burry ihn nicht ausgewählt hätte: Estée Lauder. Derzeit umfasst Burrys gesamtes Investmentportfolio ausschließlich diese Aktie.
Burrys Einsatz auf Make-up schloss auch einen weiteren bemerkenswerten Schritt ein, da Scion Puts auf große Technologieunternehmen wie Nvidia und chinesische Giganten wie Alibaba, JD und Baidu meldete. Viele glauben, dass diese Investitionen darauf hinweisen, dass sich Burry auf eine bevorstehende Intensivierung des Handelskrieges vorbereitet, indem er chinesische Beteiligungen und auch Nvidia, das eine wachsende Nachfrage nach KI-abgeleitetem Silizium hat, abstößt.
Dennoch führt die Intensivierung seiner früheren Investition in Estée Lauder dazu, dass Analysten spekulieren, der berühmte Investor könnte sich auf eine kurzfristige Rezession vorbereiten.
Burry würde auf die Gültigkeit der sogenannten Lippenstiftindex-Theorie wetten, die besagt, dass kleine Luxusanschaffungen wie Lippenstift und Make-up in wirtschaftlichen Abschwüngen teurere Alternativen ersetzen. Diese Hypothese, die zuerst von Estée Lauders Erben Leonard Lauder bekannt gemacht wurde, sieht sich jedoch wachsender Opposition gegenüber, wobei Analysten den Indikator als umstritten bezeichnen.
Im Mai 2024 investierte Burry 10 Millionen Dollar in Gold über den Sprott Physical Gold Trust, ein Fonds, der es Anlegern ermöglicht, Gold zu kaufen, ohne das physische Metall verwalten zu müssen. Diese Allokation erreichte frühzeitig den Goldbullenlauf, der dieses Jahr explodierte.
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