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Bericht: Iran begrenzt Stablecoin-Transaktionen, während der Rial ein Rekordtief erreicht

Die iranischen Behörden haben strenge neue Beschränkungen für die Nutzung von Stablecoins eingeführt, die jährlichen Käufe auf $5,000 pro Person und die Gesamtbestände auf $10,000 begrenzen.

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Bericht: Iran begrenzt Stablecoin-Transaktionen, während der Rial ein Rekordtief erreicht

Durchsetzungsdetails und Frist für die Einhaltung

Die iranischen Behörden haben weitreichende neue Beschränkungen für die Nutzung von Stablecoins angekündigt, wobei die jährlichen Käufe auf $5,000 pro Person und die Gesamtbestände auf $10,000 begrenzt sind. Die Maßnahme, die am 27. September vom Hohen Rat der Zentralbank vorgelegt wurde, erfolgt, nachdem der iranische Rial angeblich auf ein Rekordtief von 1.136.500 pro US-Dollar gefallen ist – kurz vor der Wiedereinsetzung der UN-Sanktionen.

Laut einem lokalen Bericht gilt die neue Richtlinie für alle Nutzer und Händler, die auf lizenzierten digitalen Plattformen tätig sind, und muss innerhalb einer einmonatigen Übergangsfrist durchgesetzt werden. Asghar Abolhasani, Sekretär des Hohen Rates, betonte, dass auch aktuelle Inhaber von Stablecoins innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens die Vorschriften einhalten müssen.

„Von nun an liegt die Obergrenze für den Kauf von Stablecoins bei $5,000 pro Nutzer jährlich, und der Bestand darf $10,000 nicht überschreiten“, so Abolhasani.

Stablecoins, vor allem Tether (USDT), sind ein lebenswichtiges und zweckdienliches Finanzinstrument für eine Vielzahl von Iranern geworden. Getrieben durch die chronische Abwertung des Rials und die grassierende Inflation dienen diese an den US-Dollar gebundenen digitalen Vermögenswerte als entscheidende Absicherung für persönliche Ersparnisse, wodurch Bürger ihr Vermögen vor der heimischen Wirtschaftskrise schützen können.

Für sowohl normale Bürger als auch Unternehmen, die aufgrund internationaler Sanktionen schwere finanzielle Isolation vom globalen Bankensystem erleben, sind Stablecoins ein unerlässlicher Kanal für grenzüberschreitende Überweisungen und ein primäres Mittel für den Kapitalabfluss aus dem Land. Dieser Trend ist besonders ausgeprägt und zeigt sich in signifikanten Nutzungsanstiegen und Kryptoabflüssen von großen iranischen Börsen in zeitlicher Nähe von verstärkten geopolitischen Spannungen mit Israel und den Vereinigten Staaten.

Umgehung von Sanktionen

Die Nutzung von Stablecoins ist jedoch auch mit Sanktionsumgehungsbemühungen der Regierung verstrickt, wobei staatlich verbundene Akteure USDT angeblich verwenden, um Proxy-Gruppen zu finanzieren, sensible Güter zu beschaffen und Importe zu erleichtern, oft über kostengünstige Netzwerke wie Tron Milliarden von Dollar zu leiten.

Die neue Obergrenze wird voraussichtlich tausende von kleinen Händlern stören, die auf Kryptomärkte für Einkommen und finanzielle Sicherheit angewiesen sind. Übertretende könnten Strafen für die Überschreitung der gesetzlichen Schwelle drohen.

Die Entscheidung der Zentralbank spiegelt frühere Versuche wider, die Nachfrage nach Fremdwährungen während wirtschaftlicher Abschwünge zu dämpfen. In früheren Krisen schränkten die iranischen Behörden den Zugang zu US-Dollar und Gold in der Hoffnung ein, den Rial zu stabilisieren. Solche Maßnahmen erwiesen sich jedoch oft als ineffektiv und trieben Transaktionen in den Untergrund.

Die iranische Währung ist seit über einem Jahrzehnt im kontinuierlichen Rückgang, geschwächt durch internationale Sanktionen, hohe Inflation und systemisches Missmanagement. Die neuesten Beschränkungen für Stablecoins spiegeln eine wachsende Besorgnis über den Kapitalabfluss und das schwindende Vertrauen der Öffentlichkeit in die staatliche Geldpolitik wider.

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