Der Absturz von Libra, einem Kryptowährungsprojekt, das der argentinische Präsident Javier Milei in sozialen Medien gepostet hat, ist nun Gegenstand einer Untersuchung des Federal Bureau of Investigation (FBI). Die Beschwerde soll die Rolle von Milei, Kip Protocol und Kelsen Ventures beim Start von Libra klären.
Bericht: Der Argentinier Javier Milei wird von der FBI wegen des Libra-Skandals untersucht
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Argentinischer Präsident Javier Milei im Visier der FBI-Ermittlungen zu Libra
Das Federal Bureau of Investigation (FBI) könnte Javier Milei und seine Beteiligung an Libra, dem gescheiterten Kryptowährungsprojekt, untersuchen. Laut lokalen Medien würde das FBI Javier Milei und andere bekannte Akteure ins Visier nehmen, die den Start von Libra erleichtert haben, das als fokussiert auf die Unterstützung argentinischer Unternehmen bei der Kapitalbeschaffung beworben wurde.
Libra, das über 44.000 Menschen betroffen haben könnte, wurde angeblich von drei verschiedenen Parteien geschaffen: Mauricio Novelli und Manuel Terrones Godoy, zwei mit dem Tech Forum Argentina verbundene argentinische Unternehmer, Kip Protocol und Kelsen Ventures, vertreten durch Hayden Mark Davis.
Mariano Moyano Rodríguez, ein Anwalt, der im Namen von über 2.500 von Libra Betroffenen eine Beschwerde eingereicht hat, forderte das Amt auf, die Beteiligung von Milei an dieser Angelegenheit zu untersuchen, da er Informationen über das Projekt über seine Social-Media-Konten gepostet hatte. In seiner Beschwerde hob Moyano Rodriguez hervor, dass dies nicht das erste Mal ist, dass Milei Krypto-Unternehmen beworben hat, die ihre Kunden und Nutzer betrogen haben.
In gleicher Weise warnt die Beschwerde vor dem Mangel an Registrierung eines dieser Unternehmen – Kelsen Ventures – bei der Securities and Exchange Commission (SEC). Moyano Rodriguez betonte, dass der Betrieb grundlegende operativen Richtlinien zur Einhaltung vermisst, einschließlich Know-your-Customer- (KYC) Verfahren und Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung (AML), die potenziell US-Investoren betreffen.
In einem Fernsehinterview wusch Milei kürzlich seine Hände von dem Thema, indem er erklärte, dass er lediglich einen Projektpost geteilt habe, anstatt ihn zu unterstützen. Er verglich auch Investitionen in Libra mit Glücksspiel und verglich das Schema mit einem Casino. „Sie wussten sehr gut, welches Risiko sie eingingen. Wenn Sie ins Casino gehen und Geld verlieren, ist das Ihr Problem“, bemerkte er.
Auch die Verwaltung von Milei wird in Argentinien untersucht, weil sie Libra als Instrument zur Unternehmensfinanzierung beworben hat.




