Der Kongress mischt nun im schnell wachsenden Bereich der Prognosemärkte mit und will eine klare Grenze ziehen zwischen Finanzkontrakten und dem, was nach Ansicht der Gesetzgeber stark an Glücksspiel erinnert.
Bericht: Bundesabgeordnete wollen Schlupflöcher bei Wetten auf Prognosemärkten schließen

Prognosemärkte unter Beschuss, da der Senat ein Verbot von Sportwetten ins Auge fasst
Laut Berichten des Wall Street Journal und des Sports Business Journal haben die US-Senatoren Adam Schiff (Demokrat aus Kalifornien) und John Curtis (Republikaner aus Utah) am 23. März einen parteiübergreifenden Gesetzentwurf eingebracht, der es bundesstaatlich regulierten Prognoseplattformen verbieten würde, Verträge anzubieten, die an Sport- und Casino-ähnliche Spiele geknüpft sind. Der Vorschlag zielt auf Unternehmen ab, die von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) beaufsichtigt werden, darunter die US-Niederlassungen von Kalshi und Polymarket. Im Kern zielt der Gesetzentwurf darauf ab, Verträge über Ereignisse im Zusammenhang mit Profi- und College-Sport sowie Derivate zu verbieten, die Spielautomaten, Blackjack, Pokervarianten und Bingo ähneln. Die Gesetzgeber argumentieren, dass diese Angebote die Grenze zwischen Finanzmärkten und traditionellem Glücksspiel verwischen.
Dieser Schritt folgt auf einen starken Anstieg der Aktivitäten auf den Prognosemärkten, die während des US-Wahlzyklus 2024 an Fahrt gewannen, bevor sie auf Sportwetten übergriffen. Diese Ausweitung blieb den staatlichen Regulierungsbehörden nicht verborgen – ebenso wenig wie den Sportwettenanbietern, die zusehen mussten, wie neue Konkurrenz in ihr Revier vordrang.
Schiff stellte das Thema als eine regulatorische Umgehungslösung dar, die die staatliche Autorität untergräbt. Er sagte, die Bundesaufsichtsbehörden hätten effektiv eine „Hintertür“ geöffnet, die Verbraucherschutz, Stammeshoheit und öffentliche Steuereinnahmen aus staatlich lizenzierten Glücksspielsystemen umgeht. Vor nicht allzu langer Zeit brachte Schiff den „Discouraging Exploitative Assassination, Tragedy, and Harm Betting in Event Trading Systems (DEATH BETS) Act“ ein.
Curtis betonte unterdessen soziale Bedenken und verwies auf die zunehmende Gefährdung jüngerer Nutzer. Er argumentierte, dass Produkte, die Sportwetten und Casinospielen ähneln, unter staatlicher Kontrolle bleiben sollten, anstatt der Bundesaufsicht für Rohstoffe zu unterliegen. Prognosemärkte funktionieren als Derivateplattformen, auf denen Nutzer Ja-oder-Nein-Kontrakte handeln können, die an reale Ereignisse geknüpft sind. Da sie unter die Zuständigkeit der CFTC fallen, unterliegen sie oft weniger Einschränkungen als traditionelle Sportwettenanbieter, darunter niedrigere Altersgrenzen und weniger Hürden bei der Lizenzierung.
Die Bundesstaaten haben sich dagegen gewehrt und argumentieren, dass diese Plattformen als nicht lizenzierte Sportwettenanbieter fungieren. Zu den jüngsten Auseinandersetzungen gehören eine einstweilige Verfügung, die Nevada gegen Kalshi erwirkt hat, sowie Strafanzeigen, die Arizona im Zusammenhang mit mutmaßlichen illegalen Glücksspielaktivitäten eingereicht hat.
Mehrere andere Bundesstaaten – darunter Michigan, Massachusetts, Iowa und Utah – sind in laufende Rechtsstreitigkeiten verwickelt, wobei die Prognoseplattformen entgegnen, dass Bundesrecht Vorrang vor den Glücksspielvorschriften der Bundesstaaten habe. Das juristische Tauziehen hat Prognosemärkte zu einer regulatorischen Grauzone mit wachsendem Einsatz gemacht.
Die Finanzmärkte reagierten schnell. Die Aktien von DraftKings stiegen um etwa 7 %, während Flutter Entertainment, die Muttergesellschaft von Fanduel, um rund 9 % zulegte, was darauf hindeutet, dass Investoren Potenzial für Kursgewinne sehen, sollte der neue Wettbewerb eingeschränkt werden. Der Gesetzentwurf kommt zeitgleich mit einer umfassenderen Prüfung der Prognosemärkte durch den Kongress. Separate Vorschläge zielen darauf ab, Wetten im Zusammenhang mit Regierungsmaßnahmen einzuschränken oder Bundesbeamten den Handel auf solchen Plattformen zu untersagen, was Bedenken hinsichtlich angeblicher Manipulation und Insidervorteilen widerspiegelt.

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Bemerkenswert ist, dass der aktuelle Gesetzentwurf nicht auf politische Kontrakte oder andere Nicht-Sportereignisse abzielt, wodurch ein erheblicher Teil des Prognosemarktmodells – zumindest vorerst – unangetastet bleibt. Da noch keine offizielle Gesetzentwurfsnummer vergeben wurde und der vollständige Text noch aussteht, stellt der Vorschlag einen frühen, aber entscheidenden Versuch dar, abzugrenzen, wo Finanzinnovation endet und Glücksspiel beginnt. Für eine Branche, die in den Grauzonen floriert hat, könnte diese Grenze bald deutlich weniger flexibel werden.
FAQ
- Was sieht der Gesetzentwurf des Senats vor? Er würde Sport- und Casino-ähnliche Kontrakte auf von der CFTC regulierten Prognosemärkten verbieten.
- Welche Plattformen sind betroffen? Die US-Aktivitäten von Kalshi und Polymarket gehören zu den Hauptzielen.
- Warum sind die Gesetzgeber besorgt? Sie argumentieren, dass diese Märkte staatliche Glücksspielgesetze und Verbraucherschutzbestimmungen umgehen.
- Verbietet der Gesetzentwurf politische Wettmärkte? Nein, er konzentriert sich speziell auf Sport- und Casino-ähnliche Event-Verträge.




