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Bankensektor birgt das höchste Geldwäscherisiko, sagt Singapurs Zentralbank

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Laut dem Geldwäscherisikobewertungsbericht der Zentralbank Singapurs wird der Bankensektor als das höchste Geldwäscherisiko für das Land identifiziert. Der Bericht hebt auch Risiken im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten und Kryptowährungen hervor. Um diese Risiken zu mindern, hat die Währungsbehörde von Singapur (MAS) strenge regulatorische Maßnahmen im Rahmen des Payment Services Act (PS Act) implementiert.

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Bankensektor birgt das höchste Geldwäscherisiko, sagt Singapurs Zentralbank

Geldwäscherisikobewertungsbericht Singapurs

Die Währungsbehörde von Singapur (MAS) hat am 20. Juni den “Geldwäscherisikobewertungsbericht Singapur 2024” veröffentlicht. Der Bericht skizziert Singapurs kontinuierliche Bemühungen, sein Anti-Geldwäsche (AML)-Rahmenwerk im Lichte einer sich entwickelnden Risikoumgebung zu stärken. Er bietet eine umfassende Analyse der primären Geldwäscherisiken (ML) Singapurs, die eine Vielzahl von qualitativen und quantitativen Indikatoren zu Bedrohungen, Schwachstellen und Kontrollmaßnahmen umfasst. Der Bericht hebt Haupt-ML-Bedrohungen wie Betrug, insbesondere cybergestützter Betrug, organisiertes Verbrechen, Korruption, Steuerdelikte und handelsbasierte Geldwäsche hervor.

Der Bericht identifiziert den Bankensektor aufgrund seines umfangreichen Dienstleistungsangebots und des Umfangs der Transaktionen als das höchste Geldwäscherisiko. In Anbetracht der ML-Bedrohungen und Schwachstellen stellt der Bericht fest:

Der Bankensektor wurde als das höchste ML-Risiko für Singapur bewertet.

Banken werden häufig für eine Vielzahl von Geldwäschetypologien ausgenutzt, einschließlich Selbstwäsche, Drittparteienwäsche und dem Missbrauch von Firmen- und Privatkonten für das Layering und die Integration von illegalen Geldern, erklärt der Bericht.

Der Bericht identifiziert auch signifikante Risiken im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten und Kryptowährungen. Die Bewertung hebt hervor, dass digitale Zahlungstoken (DPTs) zu neuen Kanälen für Geldwäsche geworden sind. Kriminelle nutzen diese Token durch cybergestützten Betrug, Ransomware und Darknet-Markttransaktionen aus. Um diese Risiken zu mindern, hat die Währungsbehörde von Singapur strenge regulatorische Maßnahmen im Rahmen des Payment Services Act (PS Act) implementiert.

Anbieter von digitalen Zahlungstokenservices müssen Lizenzen erwerben und sich an die Anforderungen zur Bekämpfung der Geldwäsche und zur Terrorismusfinanzierung (CFT) halten. MAS führt regelmäßige thematische Inspektionen und Offsite-Überwachungen durch und hat Leitfäden herausgegeben, um das Bewusstsein und die Kontrollmaßnahmen in der Branche zu verbessern. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Branche durch Townhalls, Outreach-Sitzungen und Beratungen zielt darauf ab, strenge AML/CFT-Standards im DPT-Sektor aufrechtzuerhalten.

Was denken Sie über die Erkenntnisse im jüngsten Bericht der Währungsbehörde von Singapur? Teilen Sie Ihre Meinungen im Kommentarbereich unten.