Inmitten öffentlichen Interesses haben die Bank of England und das HM Schatzamt wichtige Bedenken bezüglich des digitalen Pfunds adressiert und die Öffentlichkeit hinsichtlich strenger gesetzgeberischer Maßnahmen für Privatsphäre und Kontrolle beruhigt, neben der Aufrechterhaltung von traditionellem Bargeld.
Bank of England, HM Treasury reagieren auf Konsultation zur digitalen Pfund aufgrund starken öffentlichen Interesses
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Das HM Schatzamt und die Bank of England reagieren auf die Bedenken der Öffentlichkeit zur digitalen Währung, noch keine endgültige Entscheidung zum digitalen Pfund
Die Bank of England und das HM Schatzamt haben ihre Antwort auf die öffentliche Konsultation zur möglichen Einführung eines digitalen Pfunds veröffentlicht, nachdem sie das Interesse der Öffentlichkeit und Fachleute aus der Industrie geweckt hatten. Es wurden über 50.000 Stellungnahmen erhalten, was das Interesse der Öffentlichkeit an der Zukunft der digitalen Währung im Vereinigten Königreich zeigt.
Zentrale Bedenken der Befragten konzentrierten sich auf Privatsphäre und Kontrolle über die Gelder sowie auf die fortlaufende Verfügbarkeit von traditionellem Bargeld. Die Behörden haben zugesichert, dass robuste gesetzgeberische Maßnahmen durchgeführt werden, um Benutzerdatenschutz und Kontrolle vor der Einführung eines digitalen Pfunds zu gewährleisten. Dies schließt Primärgesetzgebung ein, um sicherzustellen, dass weder die Bank of England noch die Regierung Zugang zu den persönlichen Daten der Nutzer haben.
Das digitale Pfund wird als Ergänzung zu existierenden Geldformen betrachtet, nicht als Ersatz. Der Wirtschaftssekretär des Schatzamtes, Bim Afolami, sagte, „Wir werden immer sicherstellen, dass die Privatsphäre der Menschen im Vordergrund jeder Gestaltung steht, und jede Einführung würde neben traditionellem Bargeld stattfinden, nicht anstatt dieses.“
Sarah Breeden, stellvertretende Gouverneurin für Finanzstabilität, betonte die Wichtigkeit von Vertrauen in alle Geldformen und wies darauf hin, dass “[e]s entscheidend ist, dass wir dieses Vertrauen aufbauen und die Unterstützung der Öffentlichkeit und der Unternehmen haben, die es verwenden würden, sollte es eingeführt werden.“
Noch wurde keine endgültige Entscheidung getroffen, das digitale Pfund, auch bekannt als digitale Zentralbankwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC), zu verfolgen. Die laufenden Arbeiten beinhalten die Erforschung der Machbarkeit und möglichen Gestaltungsoptionen eines digitalen Pfunds in der britischen Wirtschaft. Diese Phase konzentriert sich darauf, wie die digitale Währung eine größere Auswahl, Bequemlichkeit und Innovationspotenzial für alltägliche Zahlungen bieten kann.
Das digitale Pfund zielt darauf ab, im digitalen Zeitalter neben Bargeld zu existieren und bietet eine Alternative für alltägliche Transaktionen. Es würde von der Bank of England herausgegeben und so gestaltet werden, dass es bequem, weitverbreitet und leicht mit anderen Geldformen austauschbar ist. Die vorgeschlagene digitale Währung wäre über digitale Geldbörsen zugänglich und primär für Transaktionen statt zum Sparen gedacht, ohne Zinsen zu zahlen. Anfängliche Beschränkungen, wie viel eine Einzelperson oder ein Unternehmen halten kann, sind ebenfalls Teil des Plans.
Vor der Einführung eines digitalen Pfunds sind detaillierte gesetzgeberische Prozesse und weitere öffentliche Konsultationen geplant. Das vorgeschlagene Design des digitalen Pfunds wurde generell positiv aufgenommen, aber Bedenken bezüglich des Zugangs zum Bargeld und der Kontrolle über persönliche Daten führten zum Versprechen, Primärgesetzgebung zum Schutz der Nutzer einzuführen. Zukünftige Gesetzgebung wird auch verhindern, dass die Regierung das digitale Pfund programmieren kann.
Die Bank of England schlägt derzeit eine Besitzgrenze von 10.000-20.000 britischen Pfund vor, obwohl dies zukünftigen Überprüfungen unterliegen kann. Das digitale Pfund soll in mehreren Ländern zugänglich sein, mit Ausnahme derer, die unter Sanktionen stehen. Experimente und weitere öffentliche Konsultationen sind geplant, um das digitale Pfund in realen Szenarien zu testen.
Wären Sie offen dafür, das digitale Pfund zu nutzen, wenn es verfügbar wäre? Teilen Sie Ihre Gedanken und Meinungen zu diesem Thema im Kommentarbereich unten.




