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Australisches Bundesgericht verurteilt BPS Financial zu hoher Geldstrafe wegen falscher Darstellung von Kryptowährungen

Das australische Bundesgericht hat BPS Financial eine Geldstrafe von 9,7 Millionen US-Dollar auferlegt, weil es seine Qoin Wallet ohne Lizenz betrieb und irreführende Behauptungen über deren Funktionalität machte.

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Australisches Bundesgericht verurteilt BPS Financial zu hoher Geldstrafe wegen falscher Darstellung von Kryptowährungen

Dauerhaftes Verbot der Qoin-Werbung

Das australische Bundesgericht hat den Anbieter digitaler Währungszahlungen BPS Financial zu einer Gesamtsumme von 9,7 Millionen US-Dollar (AUD$14 Millionen) verurteilt, nachdem ein langer Rechtsstreit über die unerlaubte Förderung und den Betrieb seines Krypto-Produkts Qoin Wallet geführt wurde. Die Gesamtsumme spiegelt zwei Hauptbereiche von Fehlverhalten wider, die von der Australian Securities and Investments Commission (ASIC) identifiziert wurden.

Laut einer Erklärung der ASIC hat das Gericht 1,39 Millionen US-Dollar wegen unlizenzierter Tätigkeiten verhängt, da BPS fast vier Jahre lang ohne eine australische Finanzdienstleistungslizenz operierte. Die verbleibenden 8,31 Millionen US-Dollar wurden für irreführendes und betrügerisches Verhalten angeordnet, insbesondere in Bezug auf falsche Angaben gegenüber der Öffentlichkeit über die Funktionalität der Wallet.

Darüber hinaus hat das Gericht BPS Financial dauerhaft untersagt, weitere falsche oder irreführende Darstellungen über die Qoin Wallet oder Qoin Tokens zu machen. Diese einstweilige Verfügung verbietet es dem Unternehmen insbesondere, falsche Angaben über die Anzahl der Wallet-Inhaber zu machen, zu behaupten, dass Qoin-Token leicht in Fiat-Währung oder andere Krypto-Assets umgetauscht werden können, oder zu suggerieren, dass das Produkt eine offizielle behördliche Genehmigung oder Registrierung erhalten hat.

Das Unternehmen wurde auch für 10 Jahre daran gehindert, ein Finanzdienstleistungsgeschäft ohne eine ordnungsgemäße Lizenz zu betreiben. BPS muss außerdem eine “Nachricht zur negativen Publizität” über seine Plattformen verbreiten, um sicherzustellen, dass gegenwärtige und potenzielle Nutzer vollständig über die rechtlichen Feststellungen informiert sind.

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ASIC betont die Verantwortlichkeit der Branche

ASIC-Vorsitzender Joe Longo sagte, die Höhe dieser Strafen unterstreicht die Schwere des Fehlverhaltens des Unternehmens. Er betonte, dass Anbieter über geeignete Lizenzen verfügen müssen und dass Investoren in der Lage sein müssen, Entscheidungen auf der Grundlage klarer, korrekter Aussagen zu treffen, insbesondere angesichts der inhärenten Risiken von Krypto-Produkten.

Richterin Downes beschrieb in ihrem Urteil die Handlungen des Unternehmens als “schwerwiegendes und rechtswidriges Fehlverhalten”, das zwischen Anfang 2020 und Mitte 2023 stattfand. Sie stellte fest, dass die hohe Geldstrafe für irreführende Darstellungen notwendig war, um der “objektiven Fahrlässigkeit” des Verhaltens und der direkten Beteiligung der Unternehmensführung Rechnung zu tragen.

Neben den Geldstrafen in Millionenhöhe wurde das Gericht BPS verordnet, den Großteil der während des Verfahrens von der ASIC entstandenen Kosten zu übernehmen. Da die Branche der digitalen Vermögenswerte weiterhin im Fokus der Regulierungsbehörden steht, zeigt dieser Fall, dass Innovationen nicht auf Kosten der Verbrauchersicherheit und der rechtlichen Transparenz toleriert werden.

FAQ ❓

  • Wofür wurde BPS Financial bestraft? Für den Betrieb ohne Lizenz und die Irreführung von Investoren bezüglich seiner Qoin Wallet.
  • Wie hoch ist die Strafe? Das australische Bundesgericht hat BPS zu insgesamt AUD$14 Millionen an Geldstrafen verurteilt.
  • Welche Einschränkungen wurden auferlegt? BPS ist für 10 Jahre von nicht lizenzierten Finanzdienstleistungen und falschen Angaben über Qoin ausgeschlossen.
  • Warum ist dieses Urteil wichtig? Die ASIC sagt, es bekräftige, dass Krypto-Anbieter lizenziert und transparent sein müssen, um Verbraucher zu schützen.