Ein aktueller KPMG-Bericht zeigt einen Rückgang von 14 % bei der Anzahl der aktiven Unternehmen im Blockchain- und Kryptowährungssektor Australiens im Jahr 2024.
Australischer Fintech-Bericht: Blockchain- und Kryptosektor schrumpft angesichts des globalen Wechsels zu KI
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M&A- und Investitionstätigkeit im Jahr 2024 verhalten
Laut einem kürzlich veröffentlichten KPMG Bericht sank die Anzahl der aktiven Unternehmen im Blockchain- und Kryptowährungssektor Australiens von 85 auf 74. Dies entspricht einem Rückgang von 14 % im Jahresvergleich, dem höchsten aller untersuchten Fintech-Subsektoren. Dennoch besteht der Subsektor weiterhin aus namhaften Akteuren wie Independent Reserve, Swyftx und Coinspot.
Wie im Bericht vermerkt, ist der Rückgang der Anzahl aktiver Unternehmen im Blockchain- und Kryptosektor ein Mikrokosmos dessen, was mit dem gesamten Finanzsektor im Jahr 2024 geschah. In dieser Zeit waren Fusionen und Übernahmen (M&A) sowie Investitionstätigkeiten im Finanzsektor verhalten, wobei Transaktionen und Investitionen überwiegend fähigkeitsgetrieben waren. Zudem war die M&A-Aktivität größtenteils auf eine geringere Anzahl größerer Deals konzentriert.
Zum wahrscheinlichen Grund für den Rückgang der Anzahl aktiver Unternehmen im Blockchain- und Kryptosektor bemerkt der Bericht:
Weltweit verlagerte sich dieses Jahr der Fokus von der Blockchain-Technologie auf KI, wobei Investoren Kapital in den immer wichtiger werdenden KI-Bereich investierten, um ihre Geschäfte in ein zukunftsorientiertes und KI-fähiges Unternehmen zu verwandeln. Nach einigen bedeutenden und nachteiligen Ereignissen für den Sektor in den Vorjahren könnte jedoch in diesem Jahr die SEC-Zulassung des Bitcoin-ETFs als positiver Katalysator wirken, den der Blockchain-Bereich benötigt.
Der KPMG-Bericht deutete an, dass Zinssenkungen durch Zentralbanken Kapital freisetzen könnten, das potenziell in den Blockchain- und Kryptosektor investiert werden könnte.
Inzwischen wird der Zahlungsverkehrs-Subsektor der australischen Fintech-Industrie als der reifste bewertet, mit über 150 aktiven Unternehmen mit Hauptsitz im Land. Im Jahr 2024 verzeichnete dieser Sektor Investitionen sowohl von lokalen als auch von ausländischen Investoren. Es wird jedoch erwartet, dass neue Vorschriften eingeführt werden, um einen klaren Rahmen und ein faires Wettbewerbsumfeld für Betreiber zu schaffen.
Regtech, Australiens drittgrößter Fintech-Subsektor, verzeichnete einen Anstieg der Investitionen, wobei Risiko- und Compliance-Faktoren die Nachfrage nach diesen Anbietern steigerten. Laut dem Bericht werden die sich ständig weiterentwickelnden regulatorischen Rahmenbedingungen zusammen mit komplexen Berichtspflichten voraussichtlich das Interesse und die Investitionen in diesem Bereich in absehbarer Zukunft antreiben.




