Die Märkte für digitale Vermögenswerte fielen auch Anfang Dezember weiter, wobei Arca CIO Jeff Dorman in einer neuen Mitteilung argumentiert, dass der Ausverkauf trotz unterstützender makroökonomischer Bedingungen den konventionellen Erklärungen widerspricht.
Arca CIO Jeff Dorman hebt „unerklärlichen“ Krypto-Verkauf trotz optimistischer Makrobedingungen hervor

Krypto-Preise fallen weiter, selbst wenn die Chancen auf Zinssenkungen steigen
Ein erneuter Abschwung bei digitalen Vermögenswerten hat Analysten ratlos hinterlassen, wobei Arca Mitgründer und Chief Investment Officer Jeff Dorman sagt, das aktuelle Marktverhalten „ergibt wenig Sinn“ angesichts verbesserter makroökonomischer Indikatoren und erneuter Erwartungen für Zinssenkungen der Federal Reserve.
Dormans Ansichten erscheinen in seiner Dezember-Analyse, “The Selling Nobody Can Explain“, in der er darlegt, warum die jüngste Schwäche der Preise im Widerspruch zu historischen Mustern und Marktdaten steht. Laut ihm sind die digitalen Vermögenswerte in sieben der letzten acht Wochen gefallen, selbst als die Inflationsdaten in den USA nachließen und Händler die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember wieder auf 90 % erhöhten.
Er nennt die überraschende Divergenz zwischen Aktien — die den November im positiven Bereich schlossen — und Kryptomärkten, die „sich bei guten Nachrichten nicht erholen“. Sein neuester Bericht betont, dass stimmungsgetriebene Token stark fallen, doch Vermögenswerte mit stärkerem finanziellem oder Nutzenwert die relative Widerstandsfähigkeit, die normalerweise in solchen Umgebungen zu sehen ist, nicht gezeigt haben.
Dorman argumentiert, dass eine wachsende Überschneidung zwischen traditionellem Finanzwesen (TradFi) und Krypto zum unerklärlichen Verkauf beitragen könnte. Er unterstreicht Kommentare von Investor Bill Ackman, der eine Preisbeziehung zwischen Krypto und unzusammenhängenden Vermögenswerten wie Fannie Mae und Freddie Mac vorschlug. Dorman schreibt, dass institutionelle Portfolioveränderungen außerhalb des Kryptosektors nun die Ströme auf Weisen beeinflussen könnten, die Branchenkenner nicht leicht beobachten können.
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Weitere genannte Faktoren beinhalten gemeldete Bedenken rund um den Stablecoin-Emittenten Tether. Dorman weist auf die jüngste Herabstufung von S&P hin und dessen Attestierung im September 2025, die zeigt, dass 70 % durch Bargeld und Äquivalente gedeckt sind, mit dem Rest in Gold, Bitcoin und Unternehmenskrediten. Er behauptet, dass Liquiditätsängste unbegründet sind und dass mehr als 70 % der Rücknahmen über Nacht „unmöglich“ sind, während Solvenzbedenken angesichts der Profitabilität des Unternehmens theoretisch bleiben.
Perianne Boring, Gründerin und CEO der Digital Chamber, widerspiegelte die Besorgnis der Branche, da viele nicht sagen können, warum die Stimmung so bearish ist. „Wenn selbst Jeff Dorman — einer der erfahrensten Investoren der Branche — sagt, er kann nicht erklären, was passiert, weiß man, dass etwas nicht stimmt“, schrieb sie auf X und fügte hinzu: „Das sieht nicht organisch aus. Es sieht koordiniert aus.“
Der Arca-Mitgründer antwortete auf Borings X-Beitrag und bemerkte, dass alle „angeblichen Gründe“, die über den Abschwung kursieren, bei genauer Betrachtung auseinanderfallen. Er erklärte:
„MSTR verkauft nicht, Tether ist nicht insolvent, DATs verkaufen nicht, NVDA explodiert nicht, die Fed wird nicht restriktiv, die Zollkriege beginnen nicht neu, usw. Ich habe immer noch keine Ahnung, warum Krypto fällt.“
Boring hat sogar Dorman gefragt über die Auswirkungen des Yen-Carry-Trades und er kaufte es nicht. „Es hält nicht wirklich stand“, antwortete der Arca-Manager. „Die japanischen Anleiherenditen steigen seit über 3 Jahren. Es gab nichts Magisches an der jüngsten Bewegung am Sonntag.“
Trotz des Versuchs, einige Abwärtsbewegungen zu rationalisieren, schließt Dorman in seinem diese Woche veröffentlichten Artikel, dass die anhaltende Schwäche „uns ratlos zurücklässt“ und betont, dass die Analyse seine Interpretation der aktuellen Marktdynamik darstellt.
FAQ ❓
- Was löste Jeff Dormans Besorgnis aus?
Dorman sagte, dass digitale Vermögenswerte trotz verbesserter makroökonomischer Signale und stärkerer Zinssenkungserwartungen weiterverkauft werden. - Warum kommentierte Perianne Boring den Bericht?
Sie behauptete, der unerklärliche Verkauf „sehe nicht organisch aus“ und deutete an, dass er koordiniert wirke. - Zitierte Dorman spezifische Risiken, die den Abschwung beeinflussen?
Er wies auf bereichsübergreifende Kapitalflüsse, Stimmungsschwäche und die erneute Prüfung der Vermögensdeckung von Tether hin. - Was war seine allgemeine Schlussfolgerung?
Dorman sagte, dass der anhaltende Rückgang schwer zu rechtfertigen bleibt, basierend auf den verfügbaren Daten und Rückmeldungen aus der Branche.




