Die nigerianische SEC hat die Mindestkapitalanforderungen für digitale Asset-Unternehmen stark erhöht. Plattformen für Angebote benötigen jetzt etwa 704.000 US-Dollar, während Börsen und Verwahrstellen 1,4 Millionen US-Dollar benötigen. Experten beschreiben die neuen Kapitalanforderungen als „anti-innovativ“ und warnen davor, dass sie Talente ins Ausland treiben könnten.
'Anti-Innovation': Experten kritisieren Nigerias 'unverhältnismäßige' Kapitalanforderungen für Kryptofirmen

Erhebliche Erhöhungen der Kapitalanforderungen
Die überarbeiteten Mindestkapitalanforderungen der Nigerianischen Securities and Exchange Commission (SEC) für digitale Asset-Entitäten wurden als “anti-innovativ” bezeichnet und könnten laut einem prominenten Krypto-Experten potenziell Talente aus dem Land treiben. Ophi Rume, bekannt als Cryptopreacher, argumentiert, dass nigerianische Gesetzgeber und Regulierungsbehörden bei Entscheidungen, die die Digital-Asset-Branche erheblich beeinflussen, „wachstumsorientiert“ handeln müssen.
Rumés Bemerkungen folgten auf die Vorstellung der überarbeiteten Anforderungen durch die Nigerianische SEC, die in einigen Fällen mehr als das Doppelte des Kapitals verlangen, das Betreiber bereitstellen müssen. Der Regulierer behauptet, dass die Überprüfung notwendig sei, um die Marktstabilität zu stärken, den Anlegerschutz zu verbessern und die Kapitalausstattung mit den sich entwickelnden Risikoprofilen der Marktaktivitäten abzustimmen.
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Laut einem Rundschreiben, das am 16. Januar veröffentlicht wurde, beträgt die Mindestkapitalanforderung für Plattformen für digitale Asset-Angebote jetzt ungefähr 704.000 US-Dollar (1 Milliarde Naira), gegenüber vorher 352.170 US-Dollar. Für Börsen und Verwahrstellen werden nun 1,4 Millionen US-Dollar statt 352.170 US-Dollar gefordert. Nach den neuen Regeln müssen zusätzliche Anbieter von virtuellen Dienstleistungen 211.300 US-Dollar an Kapital halten, während Vermittler und Plattform-Betreiber 352.170 US-Dollar aufrechterhalten müssen.
Rume kritisierte die drastischen Erhöhungen und beschuldigte die SEC, eigenmächtig zu handeln. Er bemerkte, dass diese Schritte möglicherweise dem Versprechen der nigerianischen Regierung widersprechen, ein förderliches Umfeld für ihre technikaffine Jugend zu schaffen. Er schlug vor, dass sich nigerianische Regulierer am US-Modell orientieren sollten, bei dem Marktteilnehmer wie Coinbase aktiv in den Gesetzgebungsprozess eingebunden sind.
Das Blockchain Industry Coordinating Committee of Nigeria (BICCON) äußerte ebenfalls Bedenken und erklärte, dass diese Schwellenwerte “Nigerias Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen Jurisdiktionen verringern.” Während die Organisation das Konzept des Mindestkapitals unterstützt, argumentiert sie, dass die Anforderungen im Verhältnis zu den operationellen Risiken stehen und mit den tatsächlichen Geschäftsmodellen von Digital-Asset-Unternehmen übereinstimmen müssen.
BICCON bekräftigte abschließend ihre Offenheit für einen konstruktiven Dialog mit den Regulierungsbehörden, um sicherzustellen, dass Nigeria ein weltweit wettbewerbsfähiger und gut regulierter digitaler Asset-Markt bleibt.
FAQ ❓
- Welche Änderungen hat die nigerianische SEC angekündigt? Die SEC hat die Mindestkapitalanforderungen für digitale Asset-Unternehmen erhöht, wobei einige Schwellenwerte mehr als verdoppelt wurden.
- Wie viel müssen Börsen und Verwahrstellen jetzt bereitstellen? Sie müssen nun 1,4 Millionen US-Dollar Kapital aufrechterhalten.
- Warum sagt die SEC, dass die Erhöhungen notwendig sind? Der Regulierer argumentiert, dass sie die Marktresilienz stärken und den Anlegerschutz verbessern.
- Welche Bedenken haben Branchenstimmen geäußert? Experten warnen, dass die Regeln Innovationen ersticken und Nigerias globale Wettbewerbsfähigkeit verringern könnten.




