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Angesichts zunehmender Gespräche über eine "nationale Scheidung" - Erkundung der potenziellen Auswirkungen auf den US-Dollar bei einem hypothetischen zweiten Bürgerkrieg

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Im Zuge der letzten Erklärung des texanischen Gouverneurs Greg Abbott, die das inhärente verfassungsmäßige Recht von Texas auf Selbstverteidigung betont und auf die mangelnde Durchsetzung föderaler Einwanderungsgesetze durch die Biden-Administration hinweist, hat die Rhetorik um eine mögliche “nationale Trennung” oder “Bürgerkrieg” auf sozialen Plattformen an Dynamik gewonnen. Dies führt uns zu einer theoretischen Betrachtung einer Situation, in der die Vereinigten Staaten einen zweiten Bürgerkrieg erleben, mit Fokus auf die Auswirkungen für den US-Dollar.

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Angesichts zunehmender Gespräche über eine "nationale Scheidung" - Erkundung der potenziellen Auswirkungen auf den US-Dollar bei einem hypothetischen zweiten Bürgerkrieg

Wie ein zweiter US-Bürgerkrieg den Wert des Dollars verändern könnte

Die Diskussion über einen möglichen zweiten Bürgerkrieg hat sich nach einer Aussage des texanischen Gouverneurs Greg Abbott intensiviert, in der er behauptete, dass die Bundesregierung ihre Verantwortung zur Sicherung der Grenze vernachlässigt. „Die Bundesregierung hat den Pakt zwischen den Vereinigten Staaten und den Bundesstaaten gebrochen“, erklärte Abbott in dem am 24. Januar veröffentlichten Brief. „Die Exekutive der Vereinigten Staaten hat eine verfassungsmäßige Pflicht zur Durchsetzung föderaler Gesetze, die die Staaten schützen, einschließlich der derzeit gültigen Einwanderungsgesetze. Präsident Biden hat sich geweigert, diese Gesetze durchzusetzen und sie sogar verletzt. Das Ergebnis ist, dass er Rekorde für illegale Einwanderung gebrochen hat.“

Diese Aussage erfolgte auf dem Höhepunkt anhaltender Meinungsverschiedenheiten zwischen den texanischen Staatsbehörden und der Biden-Administration bezüglich der Einwanderungsdurchsetzung. Nach der Erklärung scharten sich eine Koalition von 25 US-Gouverneuren hinter Texas, in Opposition zur Bundesregierung. Diese Entwicklung hat ausgedehnte Diskussionen auf sozialen Medienplattformen entfacht, wobei Begriffe wie “Bürgerkrieg” und “nationale Trennung” zu Trending Topics auf X wurden. Ein Bürgerkrieg würde in der Realität den US-Dollar tiefgreifend beeinflussen. Anfangs könnte es zu einem Vertrauensverlust in die Fiat-Währung führen.

Der Wert einer Währung ist stark von der politischen Stabilität des ausgebenden Landes abhängig, und ein Bürgerkrieg könnte die globale Stellung des Dollars erheblich schwächen. Obwohl die genauen Konsequenzen eines zweiten Bürgerkriegs in den USA ungewiss sind, bieten historische Einsichten aus dem ersten Bürgerkrieg des Landes und Konflikten in anderen Ländern einen gewissen Kontext für diese hypothetische Situation. Zum Beispiel hat Lawrence W. Reed, Mitglied der Foundation for Economic Education (FEE), in einem ausführlichen Bericht die wirtschaftlichen Folgen des Bürgerkriegs von 1861 bis 1865 detailliert beschrieben. Reed bemerkt in seinem Editorial, dass die Freigiebigkeit der föderalen Ausgaben lange nach dem Bürgerkrieg anhielt.

Reed schreibt:

Ein halbes Jahrhundert lang von 1865 bis zum Ersten Weltkrieg führte die Bundesregierung eine fast ununterbrochene Reihe von Haushaltsüberschüssen. Heute produziert sie Billionen-Dollar-Defizite, ohne mit der Wimper zu zucken, und der Präsident fordert noch Billionen mehr an Ausgaben und Schulden.

Reed hebt hervor, dass der Bürgerkrieg grundsätzlich zu “katastrophaler Hyperinflation in der Konföderation und beträchtlicher Abwertung des Papiergeldes im Norden führte.” In einer weiteren wissenschaftlichen Studie erklärt Roger L. Ransom von der University of California, dass der Norden mit Beginn des Krieges effektiv zu einer Währungsdruckmacht wurde und doppelt so viel Währung im Vergleich zum Süden ausgab. Gleichzeitig sammelte die Bundesregierung erstmals in der Geschichte Milliarden an Schulden an.

Sollte ein Bürgerkrieg erneut auftreten und zu einer Ausweitung der Währungsausgabe führen, würde der Zufluss von Dollars in die Wirtschaft, der nicht durch einen Anstieg von Gütern und Dienstleistungen gedeckt ist, den Dollar entwerten. Jenseits der inflationären Herausforderungen, denen der Greenback gegenübersteht, könnten Variationen in regionalen Währungen entstehen. In einem solchen Bürgerkriegskontext könnten verschiedene US-Regionen ihre eigenen Währungen oder Währungssysteme einführen, was die wirtschaftliche Umgebung verkomplizieren und die Vormachtstellung des aktuellen US-Dollars als standardmäßige nationale Währung verringern würde.

Refugium in grenzenlosen Vermögenswerten

Ein potenzieller zweiter Bürgerkrieg in den USA könnte grenzenlosen Vermögenswerten erheblich zugutekommen und einen globalen Wechsel zu alternativen Vermögenswerten einläuten. Ungefähr 65 Länder binden ihre Währungen an den US-Dollar, und er dient als offizielle Währung des Austauschs in fünf US-Territorien und 11 fremden Ländern. Folglich könnten jegliche Störungen des US-Dollars einen globalen Dominoeffekt auslösen und Menschen weltweit veranlassen, Zuflucht in alternativen Formen wirtschaftlichen Werts zu suchen. Bei Instabilität des US-Dollars könnten alternative Vermögenswerte wie Gold, verschiedene Auslandswährungen und Kryptowährungen an Beliebtheit gewinnen, da die Menschen nach Stabilität jenseits der amerikanischen Währung suchen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass diese potenziellen Konsequenzen spekulativ sind und sich auf historische Muster und wirtschaftliche Prinzipien stützen. Die tatsächlichen Auswirkungen eines zweiten US-Bürgerkriegs würden von den Besonderheiten des Konflikts, der Reaktion der internationalen Gemeinschaft und den Aktionen globaler Finanzinstitutionen und Regierungen abhängen. Dennoch ist die bestehende politische Spaltung in den USA bemerkenswert tief. Derzeit sind die Amerikaner ideologisch polarisierter als in den letzten zwanzig Jahren.

Was denken Sie über die derzeit in Amerika geführten Bürgerkriegsdiskussionen? Teilen Sie Ihre Gedanken und Meinungen zu diesem Thema im Kommentarbereich unten mit.

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