Vertreter der Branche für digitale Vermögenswerte sollen sich am 23. März mit dem Bankenausschuss des Senats getroffen haben, um einen vom Weißen Haus unterstützten Kompromiss – unter der Leitung der Senatoren Tillis und Alsobrooks – zu Belohnungen für Stablecoins zu erörtern, der den ins Stocken geratenen CLARITY Act wiederbeleben soll.
„An Boden gegenüber MiCA verlieren“: Branchenexperte warnt vor weiteren Verzögerungen beim CLARITY Act

Der „passive vs. aktive“ Rendite-Wandel
Vertreter der Digital-Asset-Branche trafen sich am Montag, dem 23. März, mit dem Bankenausschuss des US-Senats zu einer geschlossenen Sitzung, um eine Vereinbarung zwischen dem Weißen Haus und einem parteiübergreifenden Senatsduo – Thom Tillis (R-NC) und Angela Alsobrooks (D-MD) – bezüglich Stablecoin-Vergütungen zu prüfen. Die Vereinbarung zielt darauf ab, den CLARITY Act nach monatelanger legislativer Blockade wieder in Gang zu bringen.
Der Hauptstreitpunkt betraf den Wortlaut des Gesetzentwurfs in Bezug auf Stablecoin-Zinsen. Lobbyisten des traditionellen Bankensektors haben sich gegen Bestimmungen ausgesprochen, die es Stablecoin-Emittenten ermöglichen würden, hochverzinsliche Produkte anzubieten, da sie eine massive Abwanderung von Einlagen von Geschäftsbanken hin zu digitalen Dollar-Äquivalenten befürchten. Berichten zufolge legt der neue Kompromiss strenge regulatorische Grenzen fest. Die Erzielung von Erträgen auf ungenutzte Stablecoin-Guthaben – bei denen ein Nutzer allein durch das Halten des Tokens Geld verdient – wird wahrscheinlich verboten werden. Andererseits bleiben Belohnungen, die an einen bestimmten Nutzen geknüpft sind, wie Zahlungen, Überweisungen oder aktive Plattformnutzung, weiterhin zulässig. Um den Bedenken der Banken Rechnung zu tragen, wurde Senatorin Cynthia Lummis (R-WY) kürzlich mit der Aussage zitiert, dass traditionelle Bankterminologie, einschließlich Einlagen und Zinsen, aus dem Gesetzestext gestrichen werde, um sicherzustellen, dass digitale Vermögenswerte nicht als direkte Konkurrenten zu traditionellen Sparkonten vermarktet werden.
Ein sich verengendes Zeitfenster für die Gesetzgebung
Zwar räumt die Einigung über die Rendite eine große Hürde aus dem Weg, doch das Zeitfenster für die endgültige Verabschiedung schließt sich. Der Bankenausschuss des Senats strebt eine formelle Anhörung in der zweiten Aprilhälfte an, unmittelbar nach der Osterpause. Der Zeitplan bleibt jedoch unsicher; der Terminkalender des Senats ist derzeit durch Debatten über den SAVE America Act und die Staatsfinanzierung überlastet, was die Anhörung im April verzögern oder den Beginn der Pause nach hinten verschieben könnte.
Senator Bernie Moreno (R-OH) hat bereits gewarnt, dass der CLARITY Act, sollte er nicht bis Mai im Senat behandelt werden, Gefahr läuft, auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt zu werden, da der Wahlzyklus der Zwischenwahlen 2026 Vorrang hat.

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Branchenexperten argumentieren, dass weitere Verzögerungen die Wettbewerbsfähigkeit der USA beeinträchtigen könnten. Michael Treacy, Commercial Director bei Openpayd, merkte an, dass eine Verzögerung zwar keine Kehrtwende im Fortschritt bedeute, Unternehmen jedoch dazu veranlassen könnte, nach Rechtsräumen mit größerer regulatorischer Sicherheit zu suchen.
„Eines der größten Hindernisse für Unternehmen bei der Modernisierung ihrer Finanzinfrastruktur ist interne Trägheit“, warnte Treacy. „Anhaltende Unsicherheit gibt Risiko- und Compliance-Teams einen weiteren Grund zum Abwarten – genau in dem Moment, in dem die Technologie bereit ist und der Business Case klar ist.“
Treacy verwies auf das europäische MiCA-Rahmenwerk als Beispiel für einen erfolgreichen First-Mover-Vorteil. „Eine Verzögerung des CLARITY Act würde den Fortschritt nicht umkehren, aber verlangsamen … Die USA laufen Gefahr, gegenüber anderen Ländern an Boden zu verlieren, wenn der Fortschritt ins Stocken gerät – eine Sorge, die der Präsident bereits lautstark geäußert hat. Die Chance ist da, aber nur, wenn sie auf der aktuellen Dynamik aufbauen.“
FAQ 💡
- Was war Thema des Treffens hinter verschlossenen Türen am 23. März? Gesetzgeber und Vertreter der Branche diskutierten einen vom Weißen Haus unterstützten Kompromiss zu Stablecoin-Belohnungen, um den CLARITY Act voranzubringen.
- Welche Renditeregeln sieht der Kompromiss vor? Renditen auf ruhende Guthaben würden verboten, während Belohnungen im Zusammenhang mit Zahlungen, Überweisungen oder der aktiven Nutzung der Plattform erlaubt wären.
- Warum sind die Banken besorgt? Banklobbyisten befürchten, dass hochverzinsliche Stablecoin-Produkte eine massive Abwanderung von Einlagen aus Geschäftsbanken auslösen könnten.
- Was ist das Risiko hinsichtlich des Zeitplans für die Gesetzgebung? Der Senat strebt eine Beratung im April an, doch Verzögerungen aufgrund anderer Prioritäten könnten den CLARITY Act über den Mai hinaus verschieben und dessen Verabschiedung gefährden.




