Algerien hat ein umfassendes Gesetz erlassen, das alle Formen der Nutzung, des Austauschs und des Minings von Kryptowährungen kriminalisiert, um das nationale Finanzsystem zu schützen.
Algerien erlässt umfassendes Verbot für die Nutzung, den Austausch und das Mining von Kryptowährungen

Vollständiges Verbot der Nutzung von Kryptowährungen und Plattformen
Algerien hat kürzlich ein weitreichendes neues Gesetz erlassen, das jegliche Form der Nutzung, des Austauschs oder des Minings von Kryptowährungen kriminalisiert. Dieser Schritt soll Berichten zufolge das nationale Finanzsystem schützen und die Abwehr gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung stärken.
Laut einem Bericht wurde der umfassende Rechtsrahmen durch Gesetz Nr. 25-10 vom 24. Juli 2025 festgelegt, veröffentlicht im Amtsblatt Nr. 48. Diese Gesetzgebung ändert und ergänzt erheblich das Gesetz Nr. 05-01, das die Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus betrifft. Der Schritt, lange in der Mache, markiert einen Wandel in Algeriens Haltung zu digitalen Vermögenswerten – vom vorherigen Vorsichtshinweis zu einem formellen Verbot und der expliziten Kriminalisierung aller kryptobezogenen Aktivitäten innerhalb seiner Grenzen.
Gemäß Artikel 6a der Gesetzgebung ist die Ausgabe, der Kauf, der Verkauf, der Besitz und die Förderung digitaler Währungen verboten. Das Gesetz kriminalisiert auch die Schaffung oder den Betrieb von Handelsplattformen für Kryptowährungen und die Nutzung digitaler Geldbörsen – sei es direkt oder über Dritte oder Online-Dienste.
Diese Aktivitäten werden nun offiziell als Finanzdelikte klassifiziert, die direkt mit Geldwäsche und illegalen Kapitalflüssen verbunden sind. Das Gesetz definiert Krypto-Assets weitgehend als “Eigentum, Einkommen, Vermögen oder Finanzmittel”, unabhängig von ihrem Verwendungszweck (Zahlung, Investition oder Sparen), und beseitigt damit effektiv jegliche Möglichkeit ihrer Legalisierung in Algerien.
Krypto-Mining ebenfalls verboten
Das Verbot erstreckt sich über Transaktionen und Besitz hinaus auf das Mining von Kryptowährungen, was deren Produktion durch intensive Rechenressourcen umfasst. Diese Praxis war zwar relativ marginal in Algerien, hatte jedoch insbesondere in südlichen Regionen, wo die niedrigen Stromkosten es zu einem attraktiven Unternehmen machten, ein gewisses Wachstum erfahren.
Der neue Rechtstext verbietet ausdrücklich die Produktion, Verteilung oder Förderung von virtuellen Währungen, sowohl im digitalen Raum als auch physisch auf algerischem Territorium, wodurch alle relevanten Akteure unter den Geltungsbereich des Gesetzes fallen.
Unter dem neuen Gesetz haften Einzelpersonen, die illegal Kryptowährungen nutzen, für eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten bis zu einem Jahr, eine Geldstrafe zwischen $1.530 und $7.653 oder beide Strafen gleichzeitig, je nach Spezifikationen und Schwere des Delikts. Strafen können erheblich erhöht werden, wenn festgestellt wird, dass die illegalen Aktivitäten mit organisierten Netzwerken oder breiteren finanziellen kriminellen Unternehmen verbunden sind, wie etwa Geldwäsche oder der Finanzierung verbotener Gruppen, sei es innerhalb Algeriens oder international.
Einige “Experten” behaupten, dass diese Gesetzesreform darauf abzielt, den algerischen Finanzmarkt vor den inhärenten Risiken zu schützen, die mit Kryptowährungen verbunden sind. Darüber hinaus soll der Schritt den internationalen Standards entsprechen, insbesondere jenen, die von der Financial Action Task Force (FATF) empfohlen werden.
Es wird erwartet, dass das neue Gesetz direkte und signifikante Auswirkungen auf einen Teil der algerischen Jugend haben wird, die aktiv Plattformen wie Binance, OKX oder Bybit nutzen, oft über VPNs, oder in Mining-Ausrüstung investiert haben, die über informelle Kanäle erworben wurde. Finanz- und Sicherheitsbehörden sollen die digitale und feldbezogene Überwachung in Zusammenarbeit mit der Bank von Algerien, der Bankenkommission und den Justizbehörden verstärken.




